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Donnerstag, 5. Mai 2016

Libanesische Kefta mit Tomatensauce und Kartoffeln

Heute machen wir mal wieder einen Ausflug in die Libanesische Küche. Eigentlich war dieser Beitrag für Sarahs Kulinarische Weltreise geplant, aber da bin ich dann doch auf die Filoteigröllchen umgeswitcht. Was nicht heißen soll, dass dieses enorm köstliche Gericht nicht erwähneswert wäre. Köfte gab es hier ja vor langer Zeit schon mal mit Erbsen und Tomatensauce und das hatte uns ja nachhaltig begeistert. Mein Mann war auch entsprechend skeptisch, als ich noch einmal Kefte (die Schreibweise ist relativ egal)  mit Tomatensauce vorschlug. Da hier allerdings auch Kartoffeln mit verwendet wurden, war schon die halbe Überzeugungsarbeit geleistet, mein Mann liebt Kartoffeln. Die andere Hälfte der Überzeugungsarbeit leistete das Ergebnis. Es war zugegebener Maßen ein bisschen aufwändig, aber sehr köstlich. Nehmt euch also Zeit, oder bereitet es vor, wie in den Erfahrungen beschrieben, und dann ran ans Hack!
Das Rezept stammt übrigens aus dem Buch: Die libanesische Küche von Salma Hage.

Libanesische Kefta mit Tomatensauce und Kartoffeln

Zutaten:
Kartoffeln:
4 mittelgroße Kartoffeln
Olivenöl

Tomatensauce:
2 EL Olivenöl
2 kleine Zwiebeln
1 TL Baharat*
3 Knoblauchzehen (hier: konfiert)
1 große Dose Tomaten
1 EL Tomatenmark
1 Zimtstange
1/2 TL Kastanienhonig

Kefta:
500 gr. Rinderhack
2 kleine Zwiebeln
2 Knoblauchzehen (hier: konfiert)
40 gr. Mehl
1 Ei
40 gr. Petersilie
1 TL Baharat*
1/2 TL Pfeffer
2 TL getrocknete Minze
1 TL Salz
1 EL Olivenöl zum Anbraten

Vorbereitung:
Die Kartoffeln ungeschält ca. 20-30 in Salzwasser garen, pellen und in Scheiben schneiden.
Für die Tomatensauce die Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden. Den konfierten Knoblauch in einem Mörser mit etwas Salz zerdrücken.
Für die Kefte die Zwiebeln und den Knoblauch zerreiben. Ich habe beides in einen Zerkleinerer gegeben. Die Petersilie fein hacken.

*Für die Baharat Gewürzmischung: 10 gr. gemahlenen Piment, 1 EL gemahlenen Pfeffer, 1 EL Zimt, 10 gr. gemahlene Nelken, 1 EL geriebene Muskatnuss, 1 EL gemahlene Bockshornkleesamen, 1 EL Ingwerpulver vermengen. Die Mischung in einem Behälter dunkel aufbewahren (Beschriften nicht vergessen). Sie kann sehr vielfältig verwendet werden. Wer das nicht gerade parat hat, findet am Ende des Artikels wie immer einen Link.

Zubereitung:

Eine Auflaufform einfetten und die Kartoffelscheiben hineinlegen.

Für die Tomatensauce das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit dem Baharat bei milder Hitze dünsten, sodass die Zwiebeln weich werden, aber nicht zu sehr bräunen. Dann den gemörserten Knoblauch zusammen mit den Tomaten, Tomatenmark, Zimtstange und 600 ml Wasser in den Topf geben und aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hitze reduzieren und zugedeckt für 30 Minuten köcheln lassen. Ohne Deckel weitere 15 Minuten köcheln lassen. Die Zimtstange entfernen.

In der Zwischenzeit die Kefte zubereiten: Alle Zutaten zu einem Teig vermengen, ich hab das meine Küchenmaschine machen lassen. Dadurch, dass die Zwiebeln und der Knoblauch bereits sehr fein zerkleinert sind, spare ich mir das Andünsten und verwende sie roh in dem Teig. Dann aus dem Teig ca. 20 Kugeln formen und diese in Olivenöl portionsweise anbraten.

Die Kefte auf den Kartoffeln in der Auflaufform verteilen und mit der Tomatensauce übergießen. Die Auflaufform abdecken. Wenn kein Deckel vorhanden ist, einfach Alufolie nehmen. Das ganze für eine Stunde bei 180°C Umluft im Ofen garen. Mit etwas Petersilie garnieren und servieren.

Kerstins Erfahrungen:
Wir mögen Köfte/Kefta/Mettbällchen oder wie auch immer, so oder so ganz gerne. Auch diese Kombination mit den Kartoffel und der Tomatensauce gefällt uns gut. Wer mag, kann dem Kefta-Teig noch ein bisschen extra Zimt zugeben. 
So am Stück dauert das ganz schön lange. Man aber alles bis auf die Auflaufform am Vortag vorbereiten und alles getrennt im Kühlschrank aufbewahren. So kann man am nächsten Tag innerhalb von einer Stunde ein leckeres Essen auf den Tisch bringen.
Das Gericht eignet sich auch gut zur Resteverwertung von gekochten Kartoffeln, die bei uns eigentlich immer übrig bleiben. Und auf Bratkartoffeln hat man ja nicht immer Lust....

Sonntag, 19. Juli 2015

Orientalischer Kartoffelsalat

Pünktlich zur Grillsaison gibt es heute einen Kartoffelsalat. Ja, ok, das Wetter ist ausgerechnet heute nicht zum Grillen geeignet (in Hannover schüttet es aus Kübeln), aber die letzten Wochen haben wir unseren neuen Gasgrill - kurz: das Balkonmonster - doch recht häufig genutzt. Zum Grillgut gibt es bei uns immer Salat, meist grünen oder Hacksalat á lá Jamie Oliver, aber gerne auch mal Nudel- oder Kartoffelsalat. Und da ich ja momentan der Orientküche verfallen bin, habe ich heute ein Rezept für einen orientalisch angehauchten Kartoffelsalat für euch. Geht ganz einfach und schmeckt wirklich ein kleines bisschen exotisch. Dieses Rezept habe ich dem Buch: "The illustrated Food and Cooking of Lebanon, Jordan and Syria" entnommen.

Kartoffelsalat orientalisch
Zutaten für 4 Portionen: 

8-12 mittelgroße Kartoffeln 
40 ml Olivenöl
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1/2 rote Chilischote
2 TL Schwarzkümmelsamen (oder auch schwarze Senfsamen)
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1-2 TL gemahlener Kurkuma
Salz, Pfeffer
Saft einer Limette
1 Limette zum Servieren (wer mag)

Zubereitung:

Die Kartoffel mit der Schale ca. 15-20 Minuten kochen lassen (je nach Größe). Sie sollten gar aber innen noch etwas fest sein. Wenn sie etwas abgekühlt sind, pellen und in grobe Stücke schneiden. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, halbieren und mit einem ganz dünnen Hobel in sehr feine Schneiben schneiden. Das geht natürlich auch mit einem Messer. Die Knoblauchzehen ebenfalls schälen und dann fein hacken. Die Chilischote von den Kernen befreien und in sehr feine Streifen schneiden.
Jetzt das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze ein paar Minuten weich schmoren lassen. Dann die Knoblauchwürfel und die Chilistreifen zusammen mit den Schwarzkümmelsamen zugeben und weitere 2-3 Minuten garen lassen. Die Zwiebeln sollen karamelisieren, aber nicht verbrennen. Nun Koriander- und Kreuzkümmelsamen zusammen mit dem gemahlenen Kurkuma in die Pfanne geben und alles gut mischen. Die Kartoffelstücke zufügen und alle so vermischen, dass die Kartoffeln von der Sauce umgeben sind. Sehr kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann den Limettensaft darüber träufeln.
Alles abkühlen lassen und bei Zimmertemperatur mit der geviertelten Limette servieren.

Kerstins Erfahrungen: 
Salz, dieses Gericht braucht viel Salz, und das sage ich als absoluter Anti-Salz-Junkie. Ich habe mein Lieblingssalz aus der Wüste Lot verwendet, das schmeckt einfach super dazu. Apropos schmecken: uns hat es sehr gut geschmeckt. Die Reste haben wir im Kühlschrank gelagert und am nächsten Tag verspeist. Dann allerdings wieder bei Zimmertemperatur. Direkt aus dem Kühlschrank kommen die Gewürze nicht so zur Geltung. Dieser Kartoffelsalat ist eine schöne Abwechslung zum Mayonaiseeinerlei oder zum Bayrischen Kartoffelsalat mit Speck. Und rein zufällig ist dieses Rezept auch noch ganz vegan.

Montag, 4. Mai 2015

Iranischer Gemüseeintopf

Ich habe noch ein Rezept für euch, dass wir bereits im Januar verspeist haben, da ich aber dieses Wochenende im Supermarkt wieder/immer noch Kürbis gesehen habe, möchte ich es euch nicht vorenthalten. Und noch ist es kein Sommer, da kann man auch mal einen Gemüseeintopf essen. Dieser hier kommt mit orientalischen Gewürzen daher und stammt aus dem Buch "Köstlich Vegetarisch" von Yotam Ottolenghi. Einfach mal ausprobieren, es ist wirklich sehr lecker.

Iranischer Gemüseeintopf
Zutaten für 2 Personen:
25 gr. Ghee
1 Zwiebel
1/2 TL gemahlener Kurkuma
1 EL Kreuzkümmelsamen
1 EL Tomatenmark
Frischer Koriander
Frischer Estragon
Frischer Dill
500 gr. Kartoffeln
330 gr. Butternut Kürbis
250 gr. Tomaten
1 Biozitrone
1/2 rote Chili
150 gr. Spinat
15 gr. getrocknete Cranberries
Salz, Pfeffer


Zubereitung:
Die Kartoffeln und den Kürbis schälen und in ca. 3 cm große Würfel schneiden. die Tomaten waschen und vierteln. Die Zwiebeln fein würfeln. Die Kräuter zu einem Bund zusammenbinden.Die Chilischote von den Kernen befreien. Die Zitronenschale abreiben und den Saft auspressen. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Das Ghee in einem mittelgroßen Topf erhitzen und Zwiebelwürfel, Kurkuma und Kreuzkümmelsamen für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen. Das Tomatenmark zugeben und unter Rühren weitere 1-2 Minuten mitbraten. Das Kräuterbündel zusammen mit den Kartoffeln, Kürbis, Chili, Salz und 500 ml Wasser in den Topf geben. Die Hitze runterschalten und das ganze für ca. 10 Minuten leise köcheln lassen. Jetzt die Tomaten, den Spinat, die Cranberries und die Zitronenschale und Saft unterrühren. Alles in das tiefe Backblech geben und ca. 10-15 Minuten im Ofen backen, bis die Sauce eingedickt ist. Nochmals mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.
Das ganzen kann man dann mit ein wenig Joghurt und Reis servieren. Wir haben auf den Reis verzichtet.

Kerstins Erfahrungen: 
Geschmacklich war es sehr gut, die Konsistenz war uns aber zu weich. Ich habe daher die Garzeiten bereits etwas reduziert. Wer mag, kann nach der Kochzeit im Topf die Chili entfernen. Bietet sich an, wenn Kinder mitessen. Im Originalrezept stehen getrocknete Zitronen, die waren gerade nicht zur Hand und so mussten Zesten und Saft herhalten. Man könnten das Gericht auch noch mit Sumach bestreuen. Das würde dem eigentlichen Geschmack wahrscheinlich am nächsten kommen.

Montag, 23. März 2015

Kartoffel-Erbsen Curry (Aloo matar)

"Heute gibt es wieder vegetarisch" - inzwischen verzieht der Mann an meiner Seite schon gar nicht mehr das Gesicht, wenn ich mit dieser Mitteilung um die Ecke komme. Und das mit gutem Grund: wir haben inzwischen so viele leckere vegetarische und vegane Gerichte ausprobiert, da freut man sich schon auf das nächste.
Wenn ihr den Klecks Creme Fraiche bitte ignorieren würdet, der ist da nur fürs Foto drauf, so aus Kontrast-Gründen, das Gericht selbst ist nämlich vegan, aus dem tollen Buch "Immer schon vegan" von Katharina Seiser. Und dieses Gericht entführt uns heute nach Indien, genauer gesagt in den Punjab. Wir lieben ja Curry und die indische Küche sowieso und da liegt es nahe, genau das mal zu probieren. Und wir würden es immer wieder tun....


Kartoffel-Erbsen-Curry (Aloo matar)

Zutaten für 3 Portionen:
500 gr. festkochende Kartoffeln
1 Zwiebel
2 TL Ingwer-Knoblauchpaste
3 EL Bratöl
1 TL Kreuzkümmelsamen (ganz)
1/2 TL gemahlener Kurkuma
Pul Biber
Salz, Pfeffer
1 Dose Tomatenstücke (400 ml)
150 gr. TK Erbsen
1 TL Garam Masala

Zubereitung: 
Die Kartoffeln schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Je nach Würfelgröße variiert später die Garzeit. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln.
In einem Topf das Öl erhitzen und den Kreuzkümmel unter Rühren rösten, bis er zu durften beginnt. Die Zwiebeln zugeben und glasig anschwitzen. Jetzt die Ingwer-Knoblauchpaste, Kurkuma und 1 TL Salz zufügen und gut verrühren. Mit den Tomaten und 150 ml Wasser auffüllen und die Kartoffelwürfel in die Sauce geben. Alles aufkochen lassen und zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Kartoffeln fast gar sind. Je nach Größe der Kartoffelwürfel dauert das zwischen 15 und 25 Minuten.
Nun die Erbsen und das Garam Masala in das Curry geben und mit Pul Biber, Salz und Pfeffer abschmecken. Noch weitere 5 Minuten garen, bis Kartoffeln und Erbsen weich sind. Wer mag kann noch ein paar Korianderblätter drüber streuen.

Kerstins Erfahrungen: 
Wir haben keinen Reis oder Brot dazu gegessen, wie das in Indien eigentlich üblich wäre. Dort wird die Kartoffel als normales Gemüse betrachtet, während wir hier sie ja eher als Sättigungsbeilage empfinden. Mit Reis reicht die Menge für 4 Personen. Ich habe es am nächsten Tag aufgewärmt im Büro gegessen, das war sehr gut. Wer es etwas flüssiger mag, gibt einfach noch mehr Wasser dazu. Im Originalrezept sind hier 250 ml angegeben.
Wie gesagt, werden wir hier auf jeden Fall zum Wiederholungstäter...

Dienstag, 12. November 2013

Aloo dum - Kartoffel und Erbsen Curry mit Tomaten und Koriander

Das nächste Gericht aus dem Buch "Rick Stein's India" war ein ganz simples: Kartoffelm und Erbsen mit Tomaten und Koriander. Hier wurde für mich dann auch der Gang zum Indischen Gewürzladen notwendig. Man kann ja nicht alles vorrätig haben *grins*.

 Aloo dum - Kartoffeln und Erbsen Curry mit Tomaten und Koriander

Zutaten für 4 Portionen: 
750 gr. Kartoffeln geschält und in ca. 3 cm große Würfel geschnitten
4 EL Sonnenblumenöl
1 TL Kurkuma
 
1 Zwiebe, fein gewürfelt
3 EL Sonnenblumenöl
2 Lorbeerblätter (frisch, wenn möglich)
1/4 TL Asafoetida (gibt's beim Inder oder auch mal im Asialaden)
5 kleine Knoblauchzehen, fein gehackt
5 cm geschälter, frischer Ingwer, gerieben
1/4 TL Chilipulver aus dem Asialaden (vorsicht, echt scharf)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1/2 TL Amchur (getrocknete und gemahlene Mango, gibt's beim Inder)
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Salz
200 ml Passata
150 ml Wasser
150 gr. gefrorene Erbsen
1 TL Garam Masala
frischer gehackter Koriander

Zubereitung: 
Die Kartoffelwürfel in Salzwasser ca. 5-8 Minuten kochen und dann gut abtropfen lassen. In einer schweren Pfanne das Öl erhitzen und die Kartoffeln von allen Seiten goldbraun anbraten. Den Kurkuma darüber geben und kurz mitschmoren und dann vom Herd nehmen.
Für die Sauce in einer weiteren Pfanne das Öl bei mittlerer Hitze erwärmen und die Lorbeerblätter kurz anbraten. Das Asafoetida zugeben und unterrühren. Die Zwiebelwürfel goldbraun anbraten, Ingwer und Knoblauch kurz mitschmoren. Nun die gesammelten Gewürze in den Topf geben und mit Passata und Wasser ablöschen. Die gebratenen Kartoffelwürfel in den Topf geben und für ca. 8-10 Minuten mitköcheln lassen. Zum Schluß die Erbsen und das Garam Masala unterrühren und nochmals für 3-4 Minuten köcheln lassen, bis die Erbsen gar sind. Mit gehacktem Koriander bestreuen und servieren.

Kerstins Erfahrungen: 
OK, also dieses Mal Kartoffeln und Erbsen.... Ich fands ganz lecker, der Mann an meiner Seite war nicht so begeistert. Die Kartoffeln waren mir etwas zu weich geraten. Die Zeitangaben sind bereits entsprechend angepasst. Es war ein schöner Test, aber ich befürchte, dieses Gericht schafft es nicht auf die Skala der Lieblingsgerichte. Ich denke, man kann es auch als Beilage verwenden.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln

Es gibt so Tranditionsgerichte, die man einmal im Leben gekocht haben sollte. Und Zwiebelrostbraten gehört unbedingt dazu! Hier eine Version aus der Zeitschrift "lecker!", Ausgabe September 2013. Wie immer für 2 Personen angepasst und leicht abgewandelt. 


Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln
Zutaten für 2 Personen: 
2 Rumpsteaks
Butterschmalz
2 große Gemüsezwiebeln
Salz, Pfeffer
Vin Santo nach belieben (oder Gemüsebrühe)
500 gr. Kartoffeln
Petersilie

Zubereitung:
Die Kartoffeln mit Schale als Pellkartoffeln ca. 20 Minuten kochen. Abgießen, schälen und in Scheiben schneiden. Kochen und abgießen geht auch prima am Vortag, dann verbrennt man sich die Finger nicht beim Schälen. Die Scheiben dürfen ruhig ein bisschen dicker sein. Die Rumpsteaks mit Salz und Pfeffer würzen, sollte ein Fettrand vorhanden sein, bitte einschneiden, damit sich das Steak nicht wellig zusammenzieht. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Den Ofen auf ca. 100°C aufheizen. In einer Pfanne das Butterschmalz zerlassen und die Rumpsteaks von beiden Seiten kurz anbraten. Dann auf ein kleines Blech in den Ofen geben und weitergaren lassen. Das dauert, je nach gewünschtem Endzustand, bis zum 25 Minuten. In der Pfanne jetzt die Zwiebeln anbraten und bei kleiner Flamme weich schmurgeln lassen. Mit dem Vin Santo ablöschen und köcheln lassen bis die Steaks fertig sind. Das dauert so ca. 15 Minuten. Der Vin Santo sollte komplett verkocht sein.
Für die Bratkartoffeln Butter in einer weiteren Pfanne erhitzen und die Kartoffelscheiben von beiden Seiten goldbraun braten, mit Salz und Pfeffer würzen und gegen Ende mit gehackter Petersilie bestreuen. Das sollte so ca. 10 Minuten dauern.

Kerstins Erfahrungen:
Och, so ein Zwiebelrostbraten, eigentlich ist es ja eher ein Rumpsteak mit Zwiebelsauce, ist schon was Feines.Was bei mir nicht funktioniert hat, und das sieht man auch auf dem Bild, war der Versuch, die Zwiebel auf dem Steak im Ofen fertigzugaren. Dazu ist der Ofen nicht heiß genug. Und heißer sollte er wegen dem Steak nicht sein. Mit dem Vin Santo bekommen die Zwiebeln eine schöne süßliche Note, die gut zu den Steaks passt. Uns hat es sehr gut geschmeckt.

Samstag, 27. April 2013

Schweinefilet mit Kruste und Kartoffelsalat

Es gibt so Tage, da stolpert man völlig überraschend über einen (mir bislang unbekannten) Foodblog und das erste Rezept spricht einen sofort an.... Und weil das entsprechende Fleisch ohnehin gerade auf meinem Einkaufszettel stand, habe ich das Rezept einfach adaptiert und nachgekocht.
Das Originalrezept (Mediterane Medallions) findet ihr hier: Die Erdbeere.

Schweinefilet mit Kruste und Kartoffelsalat

Zutaten für 3-4 Portionen: 
1 Schweinefilet mit ca. 750 gr. 
3 Knoblauchzehen
40 gr. Parmesan
50 gr. Walnüsse
40 gr. Olivenciabatta
Nadeln von 3 Stangen Rosmarin
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl
2 EL Butter

250 gr. Champignons
2 EL Olivenöl

5 mittelgroße Kartoffeln
4 mittelgröße Möhren
2 kleine Gurken
5 Radieschen
Basilikum, Petersilie, Minze (insgesamt eine Hand voll)
2 EL Senf (Kerstin: süß-pikant von Bautzner)
1 TL Zucker (Kerstin: kein Zucker, da süßer Senf)
2 EL Balsamico Essig
2 EL Weißweinessig
6 EL Olivenöl
Salz
Zubereitung:
Für die Kruste den Knoblauch schälen, Parmesan, Walnüsse, das grob zerkleinerte Brot und die Rosmarinnadeln in einen Zerkleinerer geben und nicht zu fein mahlen. Mit Salz und Pfeffer würzen und dann mit 2 EL Olivenöl gut vermischen.
Das Schweinefilet in ca. 2 cm dicke Medallions schneiden, diese dann flach drücken und von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse auf den Medallions verteilen, da kann auch etwas übrig bleiben, und gut fest drücken. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Medallions mit der Krustenmasse nach unten vorsichtig hineingeben. Langsam bei mittlerer Hitze anbraten und nach ca. 2 Minuten vorsichtig, am Besten mit 2 Pfannen-wendern, umdrehen und von der anderen Seite ebenfalls ca. 2 Minuten anbraten. Die Champignons putzen, in Scheiben schneiden und auf einem kleinen, mit 2 EL Olivenöl eingeölten, Backblech verteilen. Die von beiden Seiten angebratenen Medallions darauf legen. Alles bei 160°C Umluft ca. 20 Minuten garen.
Für den Kartoffelsalat die Kartoffeln als Pellkartoffeln garen und dann pellen und in Scheiben oder Würfel schneiden. Die Möhren schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden und in ein wenig Wasser ca. 15 Minuten köcheln lassen. Beide Gemüse ein wenig abkühlen lassen. Die Gurken und die Radieschen in dünne Scheiben schneiden. Die Kräuter fein hacken. Senf, Essig, Öl und Salz mit den gehackten Kräutern mischen und alles gut verrühren. Alle Gemüse in eine Schale geben und die Sauce teelöffelweise darüber geben. Der Salat soll lauwarm sein und nicht in der Sauce schwimmen.
Alles zusammen auf einem Teller anrichten:

Tellerportion
Kerstins Erfahrungen:
Dieser lauwarme Kartoffelsalat ist der Hit, das wird es garantiert im Sommer öfter geben. Aber auch die Panade fürs Fleisch ist köstlich. Ich werde da noch mit anderen Käse- und Nusssorten experimentieren. Da Kartoffeln und Karotten etwas Zeit brauchen um Abzukühlen ist das mit dem Timing nicht so kompliziert, wie es sich anhört. Ich habe ein bisschen daran geknabbert, aber es ist alles zusammen fertig geworden. Eine unbedingte Nachkochempfehlung!!

Dienstag, 26. März 2013

Resteessen: Kartoffel-Gemüsesuppe

Nachdem das mit dem Frühling herbeikochen nicht geklappt hat, gab es dann doch wieder mal eine wärmende Wintersuppe. Es war sozusagen eine Rumfort-Suppe, es lagen noch diverse Gemüse hier rum, die dringend fort mussten, unter anderem Kartoffeln, Möhren und noch ein wenig Sellerie. Also ran ans Gemüse und schnell eine schöne leckere Suppe gekocht.

Kartoffel-Gemüsesuppe

Zutaten: 
ca. 10 Kartoffeln
2 Möhren
1/8 Knollensellerie
1 Zwiebel
750 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
geräuchertes Paprikapulver
Muskat
 Sucuk oder Chorizo (veg: Nuss-Tofu)
Koriandergrün 
Buttermilch (zum Aufwärmen am nächsten Tag)

Zubereitung: 
Kartoffel, Möhren und Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls würfeln. Die Zwiebel in ein wenig Butter anschwitzen und bei milder Hitze glasig dünsten. Die Gemüsewürfel zugeben und ebenfalls anschwitzen. Mit ca. 500 ml Gemüsebrühe ablöschen und zugedeckt ca. 25-30 Minuten köcheln lassen.
Alles in den Mixer geben und pürieren. Natürlich kann man dafür auch den Pürierstab nehmen. Sollte die Konsistenz zu fest sein, einfach nach und nach die restliche Gemüsebrühe zugeben. Alles wieder in den Topf zurück und mit Salz, Pfeffer, geräuchertem Paprikapulver und Muskat abschmecken.
Die Sucuk (oder die Chorizo) in dünne Scheiben schneiden und ohne Fett in einer Pfanne knusprig anbraten. Vegetarier lassen die Wurst einfach weg oder geben angebratenen Nuss-Tofu dazu.
Das Koriandergrün fein hacken und unter die Suppe rühren. 
Die Wurstscheiben auf der Suppe anrichten, evtl. etwas saure Sahne oder Schmand zugeben. 

Kerstins Erfahrungen: 
So liebe ich das: einfach lecker. Es braucht nicht viel um eine ganz gewöhnliche Kartoffel-Gemüse-Suppe zuzubereiten. Die Sucuk/Chorizo bringen noch etwas Schärfe rein, was durchaus gewünscht ist. Ein leckeres Resteessen für kalte Wintertage, auch im März. Mit dem Koriandergrün etwas vorsichtig sein, es kann einen leicht "seifigen" Geschmack haben, das ist nicht jedermanns Sache. 
Zum Aufwärmen am nächsten Tag am Besten etwas Buttermilch zugeben, das macht die Suppe wieder flüssig und lässt sie etwas weicher werden.

Dienstag, 12. Februar 2013

An die Schweiz gelehnt: Geschnetzeltes mit Rösti

Am Wochenende habe ich in Hamburg auf einer Messe eine liebe Freundin aus der Schweiz getroffen. Wie es so kommt, unterhalten wir uns irgendwann übers Kochen. Und da die Gute Schweizerin durch und durch ist, bekomme ich auch gleich ein paar Tipps zum Thema Rösti. Zumindest zu dem Rösti, wie sie es von Zuhause kennt. Und da ist das wie hier bei uns: jeder Jeck ist anders (ist ja Karneval/Fasching/Fastnacht) und die Schweiz hat so viele Röstirezepte, wie Kantone, mindestens!!
Und was gibt es zu Rösti? Ganz klar, Geschnetzeltes! Also ran an die Kartoffeln und das Fleisch!

Geschnetzeltes mit Rösti

Zutaten für 2-3 Portionen: 

Geschnetzeltes: 
500 gr. geschnetzeltes Schweinefleisch (gerne auch Kalbfleisch)
Mehl
1 weiße Zwiebel
250 gr. braune Champignons
125 ml Weißwein
200 gr. Sahne
Salz, Pfeffer
Petersilie
Butter

Rösti: 
5 mittelgroße gekochte Kartoffeln vom Vortag
Salz, Pfeffer
etwas Sahne
Butter

Zubereitung:
Geschnezeltes:
Die Zwiebel fein würfeln und die Champignons in Scheiben schneiden. Das geschnetzelte Fleisch leicht mehlieren und portionsweise in einer Pfanne mit Butter anbraten. Beiseite stellen. Die Zwiebeln andünsten und dann die Pilze hinzugeben und anrösten. Mit dem Weißwein ablöschen und einen Teil der Sahne zugeben. Alles schön sähmig einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Sauce fertig ist, das Fleisch wieder zugeben, den Fleischsaft nicht vergessen, und die restliche Sahne zufügen. Die Petersilie nach Geschmack in die Sauce geben.

Rösti:
Die Kartoffeln grob reiben. Butter in einer Pfanne zerlassen. Die geriebenen Kartoffeln hineingeben und mit dem Pfannenwender verteilen und flach drücken. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn der (oder ist es das) Rösti an den Rändern braun wird, auf einen Teller gleiten lassen und vorsichtig umgedreht wieder in die Pfanne geben. Diese Seite wieder mit Salz und Pfeffer würzen. Wen man mag, kann man noch etwas Sahne darüber geben. Muss man aber nicht. Den fertigen Rösti in vier Teile teile und alles zusammen anrichten.

Kerstins Erfahrungen: 
Das Geschnetzelte an sich ist einfach und kein Problem.
Das Rösti ist nicht ganz unproblematisch. Ich habe festkochende Kartoffeln verwendet und damit nicht so viel Glück gehabt. Der Geschmack ist sehr gut, es braucht nicht viele Gewürze. Die Konsistenz ist das Problem. Ich habe es erst mit kleinen Rösti probiert, die ließen sich leider sehr schlecht wenden. Der große Rösti ließ sich mit Hilfe des Tellers sehr gut wenden.
Ich habe diese Problematik dann in der Facebook-Gruppe dargestellt, die mir schon so viele Tipps gegeben hat. Beim nächsten Mal werde ich entweder mehligkochende Kartoffeln verwenden, oder tatsächlich rohe Kartoffeln und keine Butter sondern Öl.

Samstag, 29. Dezember 2012

Resteverwertung nach Art einer Shepard's Pie

Zurück aus dem Weihnachtsurlaub.... Keine Bange, das Weihnachtsmenü kommt noch. Die Resteverwertung ist nur schneller zu schreiben. Wir hatten vom Weihnachtsmenü noch Kartoffel-Sellerie-Stampf und Sauce Bernaise übrig und ich finde das viel zu schade zum Entsorgen, wobei ich mir für 2013 ohnehin auf die Fahnen geschrieben habe, bewußter und weniger einzukaufen, damit wir noch weniger entsorgen müssen. Aber das nur am Rande, den Ausblick auf das nächste Jahr gibt es in ein paar Tagen.
Was also aus diesen beiden Resten machen? Inzwischen dürfte sich ja herumgesprochen haben, dass ich/ wir bekennende Groß Britannien Fans sind. Was liegt also näher als einen Shepard's Pie auszuprobieren? Bei diesem Gericht wird Kartoffelbrei als Abdeckung für ein Hackfleisch-Ragout benutzt und dann alles im Ofen gebacken. Da es sich ja um Reste-Verwertung handelt, habe ich das Rezept den mir zur Verfügung stehenden Zutaten angepasst.
Das Rezept ist angelehnt an die Shepard's Pie aus dem Buch  "Brit Cuisine" von Ed Baines.

Shepard's Pie á lá Kerstin - frisch aus dem Ofen

Tellerportion


Zutaten für 4 Personen: 
4 Möhren
1 Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
500 gr. Hackfleisch (hier halb/halb, gerne auch Lamm/Rind)
3 EL Butter
1 EL Tomatenmark
1 EL Mehl
200 ml roter Portwein
500 ml Rinderfonds
250 gr. Erbsen (TK)
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
geräucherter Paprika, scharf
Kartoffel-Sellerie-Stampf, Sauce Bernaise

Für die, die keinen Kartoffelbrei als Rest haben: 
800 gr. Kartoffeln
300 ml heiße Milch
Butter 
Salz, Muskatnuss

Zubereitung: 
Möhren, Knoblauchzehen und Gemüsezwiebel schälen und fein würfeln. Die Butter in einem Topf (nicht zu klein!) schmelzen lassen und das Gemüse darin anbraten. Das Hackfleisch hinzufügen und ebenfalls scharf anbraten, es darf ruhig Farbe bekommen. Tomatenmark unterrühren und mit dem Mehl vermischen. Mit dem Portwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Dabei immer schön rühren. Den Fonds und das Lorbeerblatt hinzugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ragout für etwa 60 Minuten leise köcheln lassen, dabei öfter mal umrühren. Nach 30 Minuten mit dem Paprika abschmecken. So 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Erbsen ins Ragout geben. Dann das Ragout in eine Auflaufform verteilen (wer hat, verwendet pro Person eine kleine Auflaufform).
Den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen.
In der Zwischenzeit den fertigen Kartoffel-Sellerie-Stampf mit ein bisschen Sauce Bernaise verrühren bis er eine cremige Konsistenz hat. Dann lässt er sich besser auf dem Ragout verteilen.
Alle anderen schälen und kochen die Kartoffeln ca. 20-25 Minuten, diesmal dürfen auch sie zu weich werden. Die Kartoffeln abgießen, ein bisschen ausdämpfen lassen und dann entweder stampfen oder durch die Presse geben. Heiße Milch und Butter untermischen, bis sich eine cremige, nicht zu flüssige Masse ergibt. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
Die Kartoffelmasse auf das Ragout in der Auflaufform verteilen und in den Ofen stellen. Ca. 30 Minuten lang backen lassen, bis die Kartoffelmasse etwas angebräunt ist.
Wer mag, serviert noch grünen Salat dazu.

Kerstin's Erfahrungen: 
Shepard's Pie ist toll.... das Original ist ohne Erbsen aber mit Champignons und Sellerie. Aber uns hat diese Version auch sehr gut geschmeckt und wenn mal wieder Kartoffelbrei übrig bleibt, weiß man wenigstens, wo man ihn unterbringen kann. Wenn Kinder mitessen den Portwein durch mehr Brühe oder auch durch Fliederbeer oder Sauerkirschsaft ersetzen. Aber vorsicht, das wird schnell zu süß, nicht zu viel Saft verwenden.
Viel Spass beim Nachkochen!!

Mittwoch, 21. November 2012

Senfeier oder auch Eier in Senfsauce

Machmal verselbstständigen sich die Dinge... angeregt durch einen ganzen Schwung Senfeier-Bilder in der Facebook-Kochgruppe habe ich mich auch mal wieder an dieses ganz einfache und doch so leckere, aus der Kindheit wohlbekannte Rezept gewagt.
Und dieses Mal habe ich auch ganz brav das Rezept zur Sauce aufgeschrieben, damit mir nicht wieder die Mengen untergehen.

Senfeier




Zutaten für ca. 3 Portionen: 
6 Eier
40 gr. Butter 
40 gr. Mehl
500 ml Gemüsebrühe
350 ml Milch
5-6 EL Senf (Mittelscharf)
1 EL Senf (Pikant & Süß)
Salz, Pfeffer
Muskatnuss (frisch gerieben)
Schnittlauch
Zitronenzeste
 ca. 50 gr. fein gewürfelter Pancetta



Kartoffeln
Butter 
Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuß (frisch gerieben)

Zubereitung: 
Die Eier durch Kochen in hartgekochte Eier verwandeln und pellen.
Für die Sauce alle Zutaten abwiegen und bereit stellen. Die Butter in einem Topf zerlassen und aufpassen, dass diese nicht braun wird. Dann das Mehl hinzugeben und mit dem Schneebesen verrühren. Das Ganze kann jetzt ein bisschen klumpig werden, das ist normal. Dann nach und nach die Gemüsebrühe angießen, dabei ständig mit dem Schneebesen rühren, damit es jetzt keine Klümpchen gibt. Die Sauce dickt sehr schnell ein und neigt zum Anbrennen, immer schön rühren. Dann die Milch nach und nach dazu geben. Nun sollte die Sauce eine cremige Konsistenz haben und nicht mehr eindicken. Sonst noch ein wenig Wasser zufügen. Jetzt ist es Zeit die Sauce zur Senfsauce zu machen. Die angegebenen Mengen können nach Geschmack variiert werden. Nett sind auch Dinge wie Orangensenf oder Dillsenf. Diese aber erst in kleinen Mengen verwenden, damit man keine böse/süße Überraschung erlebt. Die Senfsauce dann mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Bei Bedarf mit etwas abgerieber Zitronenschale abrunden und den Schnittlauch nach Geschmack hinzufügen. Die Eier in der Senfsauce warm halten.
Die geschälten Kartoffeln in Salzwasser gar kochen. Dann in dem Topf abgießen, ein wenig ausdämpfen lassen und mit Butter und Milch zerstampfen. Hier sind keine Mengen angegeben, weil das jeder nach seinem Gusto machen soll. Nicht zu viel Milch verwenden, sonst wird es zu flüssig. Den Kartoffelstampf mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Die Pancettawürfel in einer kleinen Pfanne goldbraun braten und zum Schluß über die Eier geben.

Kerstins Erfahrungen: 
Ich gebe gerne zu, dass es etwas viel Sauce ist, aber die ist soooo lecker... Ok, es hat auch ein bisschen gedauert, bis ich den Senfgeschmack so hatte, wie ich ihn wollte.
Die Eier waren, obwohl frisch gekauft, das reinste Ärgernis, weil die, die nicht im Eierkocher geplatzt sind, leider recht viel Luft enthielten. Das Resultat kann man auf dem Bild links unten in etwa erahnen.
Egal, es war lecker. So oft gibt es dieses Gericht bei uns nicht, und auch der Mann an meiner Seite war mit dem Ergabnis durchaus zufrieden. Und für die Vegetarier gilt: das schmeckt auch ohne den Speck!!

Sonntag, 12. August 2012

Kochen für Freunde - Griechisches Zitronenhähnchen

Die Mädels waren wieder da, diesmal aber nur zu zweit. Und ich hatte wieder mal Stress, weil ich ein "Das-Genie-beherrscht-das-Chaos"-Typ bin... Es sollte Zitronenhähnchen geben. Ein uraltes Rezept, dass ich vor Jahrzehnten aus einer Zeitschrift entnommen habe. Normalerweise sammle ich diese Rezepte in einem Ordner... aber als ich diesen Ordner endlich gefunden hatte.... alles drin, nur dieses Rezept nicht.. ich stand mal wieder kurz vor einem hysterischen Schreikrampf, als ich es dann doch gefunden habe... Ich versuche demnächst mehr Ordnung zu halten... demnächst.....

Hier also das langgesuchte Rezept:

Griechisches Zitronenhähnchen

Zutaten für 2-3 Personen: 
1 Hähnchen (möglichst aus der Region)
Salz, Pfeffer
4-5 Zitronen
1 Knoblauchzehe
1/8 bis 1/4 ltr. Olivenöl
1 kg kleine Kartoffeln
500 gr. Zwiebeln
getrockneter Thymian
schwarze Oliven

Zubereitung: 
Das Hähnchen zerteilen: Flügel und Schenkel abtrennen, die Brust mit der Haut auslösen und etwaige Reste auch ohne Haut von der Karkasse entfernen. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles in ein tiefes Backblech legen.
Kartoffeln schälen, die Zwiebeln schälen und grob zerkleinern (achteln). Die Zitronen auspressen und den Saft mit der gleichen Menge Olivenöl mischen. Die Knoblauchzehe grob hacken und in die Mischung geben. Kartoffeln und Zwiebeln darin marinieren und auf dem Backblech zwischen die Hähnchenstücke legen. Die Marinade über alles verteilen und dann den Thymian nach Belieben über das Backblech streuen.
Das Ganze kommt jetzt bei 180°C Umluft für ca. 1,5 Stunden in den Ofen. In der letzten halben Stunde dürfen die schwarzen Oliven auch mitschwitzen.

Kerstins Erfahrungen: 
Ich liebe es... ich mag den Geschmack nach Zitrone und Thymian.... Noch dazu lässt sich das alles ganz einfach vorbereiten und in der Backzeit kann man prima die Wohnung aufräumen und den Tisch decken. Diese "Alles-in-Einem"-Gerichte, egal ob im Topf, in der Pfanne oder auf dem Blech sind so herrlich unkompliziert. Man stellt den Topf/die Pfanne/das Blech einfach in die Tischmitte und jeder nimmt sich nach seinem Gusto. Die Resonanz war jedenfalls sehr positiv. Abgerundet habe ich das dann mit einem Nachtisch aus Stracciatella-Eis, heißen Kirschen (mit einer Zimstange und Sternanis ein wenig eingekocht) und Sahne.
Zum Nachmachen unbedingt empfohlen....
Axo: ich bin hier ATs Rat gefolgt und habe statt Hähnchenschenkel ein ganzes Huhn verwendet, da Hähnchen nicht nur aus Schenkeln bestehen!!





Samstag, 31. März 2012

Bärlauch-Kartoffelsalat


Es ist Bärlauchzeit….. überall in den Foodblogs sprießen Rezepte mit Bärlauch aus den Federn… da kann/will ich mich mal nicht zurückhalten. Das Rezept stammt diesmal aus dem „Kochbuch“, in dem der Mann an meiner Seite seine abgewandelten Rezepte niederschreibt. Ich habe das Rezept dann noch um Rucola ergänzt, da ich das sehr passend finde.

Bärlauch-Kartoffelsalat
 
Zutaten für 2 Personen
ca. 400 gr. Kartoffeln
1 EL Olivenöl
1 Schalotte
200 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Zucker
3 EL Balsamicoessig
Bärlauch
Olivenöl
1 Bund Radieschen
Rucola


Zubereitung:
Die Kartoffeln mit Schale als Pellkartoffeln garen, abgießen und ein wenig abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Schalotte würfeln und in dem Olivenöl glasig dünsten. Dann die Gemüsebrühe und den Essig zufügen und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Das Ganze ein wenig einköcheln lassen.
Die Kartoffeln pellen und noch warm in eine Schüssel in Scheiben schneiden. Die „Soße“ noch heiß darüber geben. Die Radieschen in Scheiben schneiden oder vierteln (bei ganz kleinen Exemplaren) und zu den Kartoffeln geben. Den Rucola waschen, putzen und in Stücke reißen. Ebenfalls dazu geben. Bärlauch mit Olivenöl pürieren. Hier kann man nur ganz schlecht Mengen angeben, es sollte ein grünes Öl ohne große Bärlauchstücke werden. Das Bärlauchöl nach Geschmack über den vermischten Salat träufeln. Gegebenenfalls noch ein wenig mit Essig und Olivenöl abschmecken.

Der Salat schmeckt sowohl lauwarm, als auch kalt. Man sollte ihn aber mindestens eine Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen.

Kerstins Erfahrungen:
Dieser Salat ist super einfach und sehr schnell gemacht. Durch den Rucola bekommt das Ganze noch ein bisschen mehr Biss. Den Rucola kann man auch schon mit zu den heißen Kartoffeln mit der Brühe geben, da er gut Hitze verträgt. Die Radieschen sollten erst später dazu kommen, da sie sonst die Farbe verlieren. Als Ergänzung könnte ich mir noch Tomaten (frisch oder getrocknet) vorstellen.
Heute musste ich ihn zum zweiten Mal in dieser Woche machen, da ich die erste Portion komplett alleine verspeist habe ;-).

Freitag, 15. Juli 2011

Kartoffel-Zucchini-Schafskäse-Auflauf

Von den Pellkartoffeln mit Quark von gestern waren noch ein paar übrig und der Mann an meiner Seite war so nett, nicht alle zu Bratkartoffeln zu verarbeiten. Und kleine Zucchini hatte ich auch noch gekauft. Heute dann den Schafskäse geholt und ein bisschen Hackfleisch aufgetaut. Jedenfalls dachte ich, es sei Hackfleisch. Stellte sich dann aber als Thüringer Mett heraus. Ist aber total egal für dieses Gericht

Und so sieht das Ergebnis aus:
Kartoffel-Zucchini-Schafskäse-Auflauf

Zutaten für ca. 3-4 Portionen:

3 mittelgroße Pellkartoffeln
1 Zucchino
ca. 250gr. Hackfleisch (oder Thüringer oder weglassen)
Schafskäse in beliebiger Menge
4EL Sahne
2TL Creme Double
3EL Kräuer Creme Fraiche
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
Kräuter, Salz, Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Zusammen mit dem Hackfleisch scharf anbraten. Inzwischen Zucchino und Kartoffeln in Scheiben schneiden. Den Ofen auf ca. 160°C Umluft voeheizen. Eine Auflaufform mit einer Lage Zucchinischeiben auslegen, das Hackfleisch darübergeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann weichen Schafskäse drüberbröseln. Eine Lage Kartoffel, salzen und pfeffern dann die restlichen Zucchinischeiben schichten, ebenfalls salzen und pfeffern. Aus der Sahne, der Creme Double und der Creme Fraiche eine "Soße" rühren, Kräuter und Gewürze hinzufügen, dann alles über den Auflauf geben. Ein paar Scheiben festen Schafskäse oben auflegen und für ca. 30 Minuten in den Ofen damit.

Kerstins Erfahrungen:
Meinetwegen hätte es das Thüringer nicht gebraucht. Das geht auch vegetarisch. Es schmeckt sehr lecker und ist recht sättigend. Wir haben jedenfalls nur 2/3 der Auflaufform geschafft. Bitte unbedingt kräfig würzen, die Kartoffeln und die Zucchinischeiben vertragen das gut. Statt Schafskäse kann man auch anderen, kräftigen Käse verwenden. Ich persönlich finde es immer ganz schön, wenn zwischen den Lagen noch ein bisschen Käse ist.