Montag, 26. November 2018

Der wahrscheinlich einfachste Schweinebauch der Welt

Wir lieben ja Schweinebauch in allen möglichen Variationen. Ob asiatisch, deutsch oder ganz anders. Auf einer englischen Webseite habe ich die für uns perfekte Art gefunden. Bei relativ niedriger Temperatur über 3,5 Stunden gegart hat es schon ein bisschen was von Pulled Pork, das Fleisch zerfällt praktisch und man kann die Knochen einfach so herausziehen.
Wir haben dazu eine Kapernsauce und Apfelchutney gereicht. 

Schweinebauch mit Apfelchutney und Salat


Zutaten (für 2-3 Personen):
1 kg Schweinebauch (incl. Knochen)
Olivenöl
Rauchsalz

je 1 Bund  Basilikum, Minze und Petersilie
2 Knoblauchzehen
2 EL Weißweinessig
2 EL Kapern
1 TL Senf
150 ml Olivenöl

Vorbereitung:
Den Backofen auf 200°C Umluft stellen. 
Die Schwarte des Schweinebauchs mit einem scharfem Messer einritzen.
Den Schweinebauch mit kochend heißem Wasser überbrühen, abtropfen lassen und gut abtrocknen.
Für die Sauce die Kräuter waschen und die Blätter von den Stielen zupfen.

Zubereitung:
Den Schweinebauch mit Olivenöl einreiben und dann mit Salz bestreuen. Für 30 Minuten auf einem Rost mit Backblech darunter bei 200°C garen, dann die Temperatur auf 140°C reduzieren und weitere 3 Stunden garen.
Für die Kapern Sauce einfach die Kräuter, Essig, Kapern und den Senf in einen Zerkleinerer geben und pürieren. Nach und nach das Olivenöl einlaufen lassen und weiterhin mixen bis alles zu einer homogenen Sauce geworden ist.
Den Schweinebauch aus dem Ofen nehmen und die Knochen einfach rausziehen. Dann einfach in Scheiben schneiden und mit der Kapernsauce servieren.

Gegarter Schweinebauch nach 3,5 Stunden im Ofen


Kerstins Erfahrungen: 
Wir lieben diesen Schweinebauch. Während der im Ofen gart, kann man sich in Ruhe um die Beilagen kümmern. Wir mögen ihn mit Apfelchutney oder/und einem kleinen Salat, es passt aber auch jede andere Beilage dazu.

Samstag, 24. November 2018

Filoteigtaschen mit Roter Bete und Ziegenkäse

Ich bin immer mal wieder auf der Suche nach schönen Rezepten mit Roter Bete. Wir bekommen im Winter in unserer Solawi ja meist viel davon. Inzwischen mögen wir sie sehr gerne und finden es spannend neue Sachen auszuprobieren. Dieses Mal bin ich auf der Webseite einer britischen Supermarktkette fündig geworden. Die verwenden zwar eines ihrer Fertigprodukte für die Teigtaschen, aber das war leicht nachgemacht und ist auch viel gesünder. Da wir auch auch noch Ziegenkäse in Feta-Form im Kühlschrank hatten, natürlich auch aus der Solawi, konnten wir das alles prima kombinieren.
Am Ende des Rezepts stelle ich euch ein paar Alternativen für Zutaten und Zubereitung vor.


Filoteig mit Rote Bete Füllung

Zutaten:
1 Packung Filoteig
1/2 TL Baharat (orientalische Gewürzmischung)
40 gr. Butter 
250 gr. Rote Bete (roh)
230 gr. Couscous
60 gr. Fetakäse
Salz, Pfeffer
Kurkuma, Kreuzkümmel, Zimt (alles gemahlen)
Granatapfelmelasse 
Gemüsebrühe

Vorbereitung: 
Die Rote Bete ca. 45 Minuten in kochendem Wasser garen. Nach dem Abkühlen schälen und in nicht zu kleine Würfel schneiden. Bei allem, was mit Roter Bete zu tun hat unbedingt Handschuhe tragen und alle benutzten Küchenutensilien gleich reinigen, es sei denn, man vorzugt die Farbe Rosa..... 
Den Couscous in einer Tasse abmessen und in einen Topf geben, bei mir war es eine halbe Tasse. Dann die doppelte Menge kochendes Wasser (hier eine ganze Tasse) ebenfalls in den Topf geben. Jetzt Gemüsebrühpaste (oder Pulver), Kurkuma, Kreuzkümmel, Zimt und Granatapfelmelasse nach Geschmack einrühren. Der Couscous sollte gut gewürzt sein und ein ganz klein wenig süßlich schmecken. Der Couscous muss dann 5-10 Minuten ziehen und sollte dann die gesamte Flüssigkeit aufgesogen haben. 
Den Fetakäse in kleine Würfel schneiden, ungefähr so groß, wie die Rote Bete Würfel. 
Alle drei Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Ich habe das mit den Händen gemacht (Handschuhe!) dann vermischt es sich besser. Noch einmal gut abschmecken. 
Diese Vorbereitungen kann man auch schon am Morgen machen, die abgekühlte Füllung hält sich im Kühlschrank locker 1-2 Tage. 

Zubereitung: 
Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen. 
Die Butter schmelzen und das Baharat unterrühren. 
Ein Filoteigblatt auf eine glatte Unterlage legen (ich nehme immer eine Backmatte) und mit der Baharat-Butter dünn einpinseln. Ein zweites Blatt darauf legen und andrücken. 
Jetzt auf der schmalen Seite des Teiges 1/5 der Füllung verteilen, aber nicht über das ganze Blatt, es muss ja noch gerollt werden. Einen Zentimeter am Rand frei lassen. Jetzt die Seiten einschlagen und dann von der schmalen Seite her aufrollen. Kurz vor Ende den letzte Zentimeter noch einmal mit der Butter bestreichen und dann fertigrollen. Mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 
Das ganze noch vier mal wiederholen, dann ist der Filoteig aufgebraucht (und die Füllung hoffentlich auch). Alle Teigtaschen mit der restlichen Butter bepinseln und für 15-20 im Ofen backen. Die Teigtaschen sollten leicht gebräunt und knusprig sein. 
Bei uns gab es dazu eine leichte Joghurtsauce mit Minze, Schnittlauch und etwas Limettensaft. 

Filoteig mit Rote Bete Füllung


Alternativen: 
Wer keine rohe Rote Bete hat, nimmt vorgegarte, das spart dann auch das Kochen derselbigen. 
Beim Couscous kann man auch statt der Granatapfelmelasse einfach die Hälfte der Brühe durch Orangensaft ersetzen. Es geht hier nur darum, etwas Süße in den Couscous zu bekommen. Ich hatte keinen O-Saft offen, aber Granatapfelmelasse im Kühlschrank. 
Baharat ist ein Gewürzmischung bestehend aus Piment, Pfeffer, Zimt, Nelken, Muskat, Bockshornklee und Ingwer. Ich mische das immer selbst und habe einen kleinen Vorrat davon da. Alternativ kann man die Butter auch nur mit einen Teil der Gewürze würzen oder aber nur mit Salz und Pfeffer. Es soll einfach noch ein bisschen Geschmack eingebracht werden. 

Kerstins Erfahrungen: 
Uns hat es sehr gut geschmeckt. Man sollte die Teigtaschen heiß oder zumindest lauwarm essen, kalt verliert der Teig seine knusprige Konsistenz. Ich bin ja eh ein großer Fan der orientalischen Küche und dieses Gericht ist eine schöne Alternative zu den normalen Verwendungsmöglichkeiten von Roter Bete. Die frische Joghurtsauce war eine spontane Eingebung meines Mannes und passte hervorragend dazu. Alternativ könnte man auch einen grünen Salat dazu essen, aber das fiel uns zu spät ein. 

Samstag, 18. August 2018

Auberginen-Tomaten-Curry

Ich freue mich ja immer über jede Aubergine, die wir aus unserer Solawi bekommen. Und momentan bekommen wir einige davon. Da mein Mann die nicht so sehr liebt, bereite ich sie meist dann zu, wenn er nicht da ist. Und ich bin immer auf der Suche nach neuen Rezepten. Das heutige Auberginen Curry mit Tomaten habe ich in der Good-Food App gefunden. Die Good Food gehört zu meinen Lieblingskochzeitschriften aus Großbritannien. In der App kann man schön bequem nach Zutaten suchen und wird meist auch schnell fündig. Da ich alles für das Rezept im Haus hatte, habe ich mich für das Curry entschieden. Die Dosentomaten aus dem Rezept wurden durch frische ersetzt, da wir davon momentan recht viel bekommen. Also auf nach Indien, es gibt Curry!

Auberginen-Tomaten-Curry

Zutaten für 2 Personen: 
2 kleine Auberginen
ca. 400 gr. Tomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
1/2 TL Garam Masala
1/2 TL Koriander gemahlen
1/2 TL Kurkuma gemahlen
Chilipulver nach Belieben
Salz, Pfeffer
250 ml Kokosmilch (1 Paket)
Korianderblätter nach belieben

Vorbereitung: 
Die Tomaten kreuzweise einritzen und einen kleinen Topf geben. Mit kochendem Wasser übergießen bis alle bedeckt sind und ca. 5-10 Minuten stehen lassen. Dann die Tomaten abgießen und etwas auskühlen lassen.
Die Auberginen erst in Scheiben schneiden und diese dann halbieren oder vierteln, das hängt von der Größe der Auberginen ab.
Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
Die Korianderblätter grob hacken.

Zubereitung: 
Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Etwas Olivenöl (ca. 2 EL) in einen Bräter geben und die Auberginenstücke gut damit vermischen. Diese werden jetzt für ca. 20 Minten im Ofen geröstet bis sie weich sind, oder gut gebräunt.
Währenddessen die etwas abgekühlten Tomaten häuten (das sollte jetzt ganz leicht gehen) und das Tomatenfleisch grob hacken.
In eine große Pfanne etwas Olivenöl geben und die Zwiebeln und den Knoblauch bei niedriger Hitze 5-6 Minuten weich dünsten. Dabei öfter mal umrühren. Die Gewürze zugeben und 2-3 Minuten mitbraten.
Jetzt die fertigen Auberginen, die Tomaten und die Kokosmilch zufügen, alles zum Kochen bringen und bei niedriger Hitze mit Deckel für 20-25 Minuten köcheln lassen. Dann den Deckel abnehmen und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze zu einer sämigen Sauce einkochen lassen.
Mit noch etwas Salz und Pfeffer und gegebenenfalls etwas Chili abschmecken.
Mit den gehackten Korianderblättern bestreuen und servieren.

Dazu passen Chapati: 200 gr. Mehl, 125 ml Wasser und eine Prise Salz zu einem weichen Teig vermischen, in 6 kleine Bälle teilen und diese auf einer bemehlten Unterlage (man braucht viel Mehl) zu einem sehr dünnen Fladen ausrollen. Eine große Pfanne ohne Fett hoch erhitzen und die dünnen Fladen nacheinander reinlegen. Jetzt braten bis sie Blasen werfen und leicht gebräunt sind. Dann wenden und von der anderen Seite anbraten.

Kerstins Erfahrungen:
Es ist köstlich, könnte aber noch etwas schärfer sein.... Daher habe ich die Gewürze um das Chilipulver ergänzt. Natürlich passen auch frische Chili ganz prima dazu. Die Chapati sind eine schöne Ergänzung und schnell gemacht. Die Reste habe ich als Chips-Ersatz auf den Couch geknabbert. Das Curry lässt sich am nächsten Tag auch noch aufgewärmt im Büro verspeisen.
Beim nächsten Mal werde ich statt des Knoblauchs etwas Ingwer-Knoblauch-Paste anbraten, das passt auch sehr gut dazu.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Nudeln, Wirsing, Würstchen - aller guten Dinge sind Drei

In letzter Zeit musste es öfter mal schnell gehen. Zu wenig Zeit für zu viele Dinge. Aber der Genuß soll nicht zu kurz kommen. Ein richtiges Wohlfühl-Essen ist für uns immer Pasta. Und wenn dann noch frischer Wirsing und kleine Würstchen dazu kommen, ist der Tag gerettet.
Das Rezept lehnt sich an eines aus dem Buch "Hugh's Three Good Things" an, ich habe aber noch eine Saucce dazu gemacht, sonst wäre es uns zu trocken geworden.



Zutaten: 
Butterschmalz
8 Nürnberger Bratwürstchen
120 gr. Maccaroni
1/4 Kopf Wirsing (unser war sehr groß)
1 kleine Zwiebel
50 ml Weißwein
200 ml Sahne
Zitronensaft
1 TL selbstgemachte Gemüsepaste
Salz, Pfeffer
Muskat, Kümmel (gemahlen)

Vorbereiten: 
Die Bratwürstchen in nicht zu dünne Scheiben schneiden.
Den Wirsing putzen, waschen und in der Küchenmaschine schreddern (oder mit dem Messer in sehr dünne Scheiben schneiden).
Die Zwiebel schälen und würfeln.

Zubereiten: 
Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung kochen. 3 Minuten vor Ende der Garzeit den geschredderten Wirsing in das Wasser geben und mitgaren. Gemeinsam in ein Sieb abgießen.
Das Butterschmalz in einer mittelgroßen Pfanne erhitzen. Die Bratwurststückchen darin von allen Seiten gut anbraten. Bratwurst aus der Pfanne nehmen und in einer Schüssel zwischenlagern.
Jetzt die Zwiebelwürfel anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und einreduzieren lassen. Die Sahne angießen und alles mit Salz, Pfeffer, Gemüsepaste, Kümmel und frisch geriebener Muskatnuß würzen. Mit dem Zitronensaft abschmecken. Nun noch alle 3 Hauptzutaten in die Sauce geben und alles gut vermengen. Evtl noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Kerstins Erfahrungen: 
Das war mal richtig lecker und kommt sogar ganz ohne Parmesan aus. Und es geht echt fix. Das Anbraten der Würstchen und die Sauce macht man solange Nudelwasser, Nudeln und Wirsing garen.
Wer auf den Weißwein verzichten will, nimmt einfach Gemüsebrühe. Statt Wirsing tut es auch jeder andere Kohl. Wenn man statt Nürnberger Bratwürstchen frische grobe Bratwurst nimmt, kann man aus der Füllung auch kleine Bällchen formen und anbraten.

Samstag, 7. Januar 2017

Rosenkohlrisotto

Happy New Year!


Zum Jahresbeginn tische ich euch gleich mal ein köstliches Risotto auf. 
Wir haben in unserer Solawi Ernte letztlich Rosenkohl gehabt. An dem scheiden sich ja oft die Geister, entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn. Wir sind beide große Rosenkohl-Liebhaber und essen ihn im Winter oft. Wir haben schon einiges ausprobiert jedoch war die Kombination von Rosenkohl und Risotto beim ersten Versuch nicht zu unserer Zufriedenheit ausgefallen (siehe Kerstins Erfahrungen am Ende des Beitrags). Also auf ein Neues und das Rezept aus dem Buch "Plenty More" (Vegetarische Köstlichkeiten) von Yotam Ottolenghi etwas abwandeln. Dieses Mal waren wir sehr zufrieden und das Rezept einen Blogbeitrag wert. Durch die unterschiedliche Zubereitung des Rosenkohls ergeben sich schöne Geschmackskombinationen, die durch den Gorgonzola perfekt abgerundet werden. Probiert es einfach aus.



Zutaten:
1 TL Butter
1 EL Olivenöl
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 TL Thymianblätter
1 Biozitrone
150 gr. Risottoreis
250 gr. Rosenkohl
50 ml Noilly Prat
ca. 500 ml Gemüsebrühe
ca. 200 ml Sonnenblumenöl
25 gr. Parmesan
Gorgonzola nach Geschmack
1 TL Estragon getrocknet
Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Vorbereitung:
Den Rosenkohl putzen und 150 gr. in Scheiben schneiden. Die verbliebenen 100 gr. vierteln.
Die Schalotte fein würfeln.
Die Knoblauchzehe mit etwas Salz im Mörser zerdrücken.
Den Parmesan reiben und den Gorgonzola in grobe Stücke schneiden. 
Die Zitronenschale abreiben, die restliche Zitrone auspressen, den Saft auffangen.   
Die Gemüsebrühe in einem separaten Topf zum Kochen bringen.

Zubereitung:
Das Sonnenblumenöl in einem kleinen, hohen Topf auf 170°C erhitzen. Am besten prüft ihr die Temperatur mit einem Thermometer. Die Rosenkohlviertel darin frittieren bis sie knusprig und goldbraun sind. Das geht am besten in Etappen und ganz vorsichtig. Die fertig frittierten Rosenkohlviertel auf Küchenkrepp abtropfen lassen. 

Butter und Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die Schalottenwürfel bei mittlerer Hitze anbraten.  Die Knoblauchpaste, etwas Zitronenabrieb und die Thymianblätter zugeben und zusammen mit dem Reis anbraten. 
Dann die Rosenkohlscheiben zufügen, kurz mitbraten. Jetzt alles mit dem Noilly Prat (wer auf den Alkohol verzichtet, nimmt einfach jetzt schon Gemüsebrühe) ablöschen und unter Rühren bei geringer Hitze einköcheln lassen. Immer wieder schöpfkellenweise Gemüsebrühe zum Risotto geben, verkochen lassen und dabei rühren bis der Reis eine weiche und doch bissfeste Konsistenz hat. 
 
Zum Schluß den Estragon und den Gorgonzola sowie die Hälfte der frittierten Rosenkohlviertel einrühren. Dann mit Parmesan und Zitronensaft abschmecken, gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Zum Servieren die restlichen frittierten Rosenkohlviertel über das Risotto streuen.

Kerstins Erfahrungen: 
Dieses ist der zweite Versuch mit diesem Gericht. Beim ersten Mal habe ich den Gorgonzola weggelassen und die Originalmenge an Zitrone genommen. Das war uns zu sauer und ich hatte "wird nicht verbloggt" notiert. Glücklicherweise gab es diesen Versuch Nr. 2. Dieses Mal mit Gorgonzola, der für dieses Gericht die perfekte Abrundung ist. Da nicht jeder diesen recht strengen Geschmack mag, habe ich keine genaue Menge angegeben. Gleiches gilt für Zitronenabrieb und -saft. Hier müsst ihr einfach nach eurem Gusto abschmecken.

Dienstag, 1. November 2016

Boeuf Bourgignon

Hurra, endlich November..... und damit ist auch wieder die Zeit der köstlichen Schmorgerichte, Eintöpfe, Currys und vielen anderen wärmenden Leckereien eingeläutet. Ich liebe es einfach, wenn man mittags schon am Herd steht und den Rest des Tages etwas Wunderbares vor sich hinschmurgelt was dann genüßlich am Abend verspeist werden kann. Noch dazu haben Schmorgerichte den großen Vorteil, dass man sie prima vorbereiten und vorkochen kann. Das Boeuf Bourgignon, was ich euch heute vorstellen möchte, erfordert ein bisschen Planung, da es am Vortag schon losgeht. Ich verspreche, es lohnt sich unbedigt! 
Das Rezept habe ich dem Buch "Frankreich, die Küche die wir lieben" aus dem GU Verlag entnommen und nur ein klein wenig abgewandelt.


Boeuff Bourgignon


Zutaten:
1,5 kg Rindergulasch
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1/2 Bund Thymian
1 Bund glatte Petersilie
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
500 ml Rotwein
100 gr. Lauch
100 gr. Knollensellerie
2 Möhren
200 gr. Räucherspeck
Salz, Pfeffer
400 ml Rinderfond
6 EL Olivenöl
3 EL Butter
1,5 EL Mehl
1 Lorbeerblatt
2 EL Cognac
120 gr. Silberzwiebeln aus dem Glas (wer frische bekommen kann, nimmt natürlich die)
500 gr. kleine braune Champignons

Vorbereitung am Vortag:
Das Gulasch noch einmal auf Sehnen, Häutchen und überflüssiges Fett prüfen und dieses gegebenenfalls entfernen. Die Würfel einmal durchschneiden, meist sind diese zu groß.
1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen schälen und grob würfeln.
4 Zweige Thymian und 3 Stengel Petersilie waschen. Den Pfeffer grob im Mörser zerstoßen.
Das Fleisch mit Zwiebeln, Knoblauch und den Kräutern in eine Schüssel mit Deckel geben und mit dem Rotwein übergießen. Mit dem Pfeffer bestreuen und geschloßen im Kühlschrank über Nacht ziehen lassen.

Vorbereitung am "Essenstag":
Lauch waschen und putzen und in sehr kleine Stücke schneiden. Sellerie, Möhren, restliche Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Speck in feine Streifen schneiden.
Pilze putzen und vierteln.
Das Fleisch aus der Marinade holen (die Marinade NICHT wegschütten, die wird noch gebraucht) und gut abtropfen lassen, sehr trocken tupfen und dann salzen und pfeffern. Die aufgefangene Marinade beiseite stellen.

Zubereitung:
Den Speck in einer Pfanne (am Besten beschichtet) bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Durch ein Sieb geben und das Bratenfett auffangen.
Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. In einem Bräter mit Deckel Öl erhitzen und nach und nach das Fleisch von allen Seiten gut anbraten. Das kann etwas dauern, je nach Brätergröße. Das Fleisch auf einem Teller "parken".
Jetzt das Speckfett und evtl. etwas Butter in den Bräter geben. Darin die Zwiebeln und den Knoblauch bei milder Hitze andünsten, sie sollten nicht zu braun werden. Das Gemüse zufügen und ebenfalls unter Rühren für ca. 3-5 Minuten mitdünsten. Alles salzen und pfeffern. Die Zwiebeln aus der Marinade können ebenfalls für ein paar Minuten mitbraten. Nun das Mehl darüber streuen und unter Rühren anschwitzen. Mit Fond und Marinade ablöschen und gut verrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Jetzt kommen auch das Fleisch, Lorbeer, Cognac, Petersilie und Thymian in den Topf. Alles einmal durchrühren, den Deckel aufsetzen und für die nächsten drei Stunden in den Ofen stellen. Danach sollte das Fleisch schön weich sein.
In der Zwischenzeit die geputzen Champignons in einer Pfanne mit etwas Öl bei großer Hitze braun anbraten. Die Perlzwiebeln aus dem Glas sehr gut abtropfen lassen und ebenfalls mit den Pilzen anbraten.
Wer frische Perlzwiebeln bekommen kann, einfach schälen und in der Pfanne mit anbraten. 
Wenn die besagten 3 Stunden um sind, Speck, Pilze, Zwiebeln und weitere 2-3 Stängel Petersilie zum Fleisch geben und noch einmal 30 Minuten schmoren lassen.
Wenn alles fertig ist, die Kräuter rausfischen und das Fleisch ganz einfach mit etwas Baguette oder Kartoffeln servieren. 

Kerstins Erfahrungen:
Ein wunderbares Schmorgericht, das seine Zeit braucht, aber sich auch gut vorbereiten lässt. Schmeckt auch aufgewärmt. Wir haben die Reste eingeweckt, was ihnen nicht geschadet hat.
Beim 2. Versuch habe ich das Gericht mit Wildschweingulasch zubereitet und mit Kartoffel-Sellerie-Püree serviert. Auch diese Variation war ausgezeichnet und ist sehr zu empfehlen.
Ein schönes Essen für gemütliche Abende mit Freunden oder auch mal an einem Adventssonntag.  


Samstag, 9. Juli 2016

Gebratene Rote Bete mit Ziegenkäse auf Salat

Unsere SoLaWie Ernte gab in letzter Zeit Rote Bete und Salat her. Wir hatten ja schon einmal Rote Bete verarbeitet, nämlich als Rote Bete Curry. Da war jetzt mal ein bisschen Abwechslung gefragt. Und was macht ein Kochbuchsammler in einem solchen Fall? Er taucht in seine Sammlung ab.... Fündig geworden bin ich dann dem Buch "Webers Veggie"(siehe unten) und auf dieses einfache Rezept gestoßen. Da Ziegenfrischkäse zu unserer Standardlieferung aus der SoLaWi gehört, hatten wir mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Ein schönes Gericht für den Sommer, dass ihr unbedingt ausprobieren solltet!

Rote Bete mit Ziegenkäse auf Salat


Zutaten für 2 Personen: 
2 große Rote Beten
1 Bio-Orange
1 Schalotte
2 EL Aceto Balsamico
2 EL Olivenöl
2 EL Walnussöl
Salz, Pfeffer
gemahlener Koriander
120 gr Ziegenfrischkäse
50-100 gr. Haselnusskerne
grüner Salat nach Belieben (Rucola, Kopfsalat ect)

Vorbereitung: 
Haselnusskerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Die losen Schalen rausfischen, die werden nicht mehr benötigt. Aufpassen, dass die Haselnüsse nicht verbrennen. Etwas abkühlen lassen und dann grob hacken.
Die Rote Beten schälen, längs halbieren und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Ich trage immer Handschuhe bei Roter Bete und wasche hinterher auch sofort das Schneidbrett ab, sonst erstrahlt alles in rot, bzw rosa.
Die Schalotte schälen und fein würfeln.
Bio-Orange waschen, die Schale fein abreiben und dann erst die Orange auspressen. Es werden Schale und Saft benötigt.
Den Salat waschen und trocken schleudern.

Zubereitung:
Für die Vinegrette die Orangenschale, den Orangensaft, die Schalottenwürfen, den Essig und die Öle gründlich vermischen. Bei mir macht das die Gewürzemühle meiner Küchenmaschine. Oder einfach alles in ein Glas füllen, fest verschließen und kräftig schütteln. Dann alles mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Koriander abschmecken. Die Rote Bete Scheiben beidseitig mit etwas Vinegrette bestreichen und  in einer Grillpfanne auf beiden Seiten gut anbraten. Sollte die Rote Bete noch nicht weich genug sein, im vorgeheizten Ofen bei ca. 150°C Umluft weitergaren.
Den Salat mit den Haselnusskernen auf einem Teller anrichten, die Rote Bete Scheiben darauf verteilen und zu guter letzt den Ziegenfrischkäse in kleinen Portionen darauf verteilen. Die übrige Vinegrette darüber träufeln und schon kann serviert werden.

Kerstins Erfahrungen:
Wenn der Mann erst verkündet, dass er eigentlich keine Rote Bete mag und dann so gut wie nichts mehr über lässt, dann spricht das für sich. Wir haben das inzwischen mit dem größten Vergnügen wieder gegessen und waren erneut begeistert.
Da das Rezept aus einem Grillbuch stammt, wird es im Original natürlich auf dem Grill gemacht, aber in Ermangelung an sonnigen Grilltagen haben wir es in der Grillpfanne gemacht. Das geht sehr gut und kann uneingeschränkt empfohlen werden.
Für uns beide ist die Portion ein Abendessen, aber wir haben aus der SoLaWi auch sehr große Rote Bete.
Die gerösteten Haselnüsse kann man auch sehr gut auf Vorrat machen. Ich habe immer welche in einem kleinen Schraubglas um sie bei Bedarf über Salat zu streuen. 

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