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Samstag, 9. März 2019

Mit Reis gefüllte Blätterteigtaschen - Ousi

Nachdem ich mir meinen ersten Reiskocher zugelegt habe, gibt es bei uns gerne mal Reis in allen Variationen. Der erste Versuch eine Tahdig im Reiskocher zuzubereiten war nicht ganz so erfolgreich. Der Kocher kann das (deswegen habe ich ihn unter anderem gekauft), aber ich hatte zu wenig Reis eingefüllt und es bildete sich keine richtige Kruste aus. Der zweite Versuch war deutlich erfolgreicher, aber dazu in einem anderen Rezept.
Also hatte ich Reis übrig, was also damit tun? Im Buch "Jaan - Die Seele der persischen Küche" fand ich ein Rezept für Blätterteigtaschen, gefüllt mit Reis, Hackfleisch und Gemüse. Perfekt geeignet zur Resteverwertung, im Kühlschrank schlummerte noch ein frischer Blätterteig, der Reis war schon gegart und das Gemüse war auch noch vorhanden. Ich habe ein bisschen mit den Zutaten gespielt, so verwende ich statt Rosinen Berberitzen, die ich ohnehin für ein anderes Rezept brauchte. Ich liebe diesen leicht säuerlichen Geschmack der kleinen roten Beeren.

Gefüllte Blätterteigtaschen

Zutaten: 
20 gr. Pinienkerne
20 gr. Mandelstifte
2 EL Olivenöl
100 gr. gegarter Reis
30 gr. Butterschmalz
2 Möhren
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 gr. Rinderhackfleisch
50 gr. TK Erbsen
100 ml Gemüsebrühe
1 TL Kurkuma (gemahlen)
1 TL Zimt (gemahlen)
1 Messerspitze Kardamom (gemahlen)
50 gr. Berberitzen
1 Packung frischer Blätterteig
1 Eigelb
Schwarzkümmel/Sesam
Salz, Pfeffer

Vorbereitung:
Pinenkerne und Mandelstifte in einer kleinen Pfanne mit dem Olivenöl hellbraun anrösten und zur Seite stellen.
Wer keinen gegarten Reis hat, gart ihn bitte jetzt.
Die Möhren schälen und in Würfel schneiden.
Die Zwiebel und die Knoblauchzehe ebenfalls klein würfeln.

Zubereitung: 
Das Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig anbraten. Dann den Knoblauch und die Möhren zugeben und ca. 5 Minuten köcheln lassen.
Kurkuma, Koriander und Zimt in der Pfanne kurz anrösten. Das Hackfleisch in die Pfanne geben und unter Rühren anbraten. Gut mit Salz und Pfeffer würzen. Gemüsebrühe, Erbsen und Berberitzen einrühren und alles 15 Minuten offen köcheln lassen bis die Flüssigkeit verkocht ist. Ab und zu umrühren und aufpassen, dass nichts anbrennt.
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Die Nüsse und den Reis unter die Hackfleischmischung heben.
Den Blätterteig auf der Arbeitsplatte ausbreiten und in 6 gleich große Vierecke teilen.
Auf jedes der Vierecke etwa 2 EL der Füllung verteilen. Die Ecken jetzt zusammennehmen und damit die Taschen verschließen.
Die Taschen nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Das Eigelb verrühren und die Blätterteigtaschen damit bestreichen, dann mit Schwarzkümmel oder Sesam bestreuen.
Im Ofen ca. 30 Minuten backen.
Mit Kräuterjoghurt servieren.

Kerstins Erfahrungen: 
Schmeckt heiß, warm und kalt. Ich habe 2 Taschen am nächsten Tag als Mittagessen mit ins Büro genommen. Wer mag gibt noch ein bisschen Harissa als Gewürz zur Hackfleischmasse.
Das ist nicht nur super zur Restverwertung, sondern auch sehr praktisch für Picknicks, Buffets, Mittagspausen usw..... Einfach nachkochen, das schmeckt allen!

Donnerstag, 5. Mai 2016

Libanesische Kefta mit Tomatensauce und Kartoffeln

Heute machen wir mal wieder einen Ausflug in die Libanesische Küche. Eigentlich war dieser Beitrag für Sarahs Kulinarische Weltreise geplant, aber da bin ich dann doch auf die Filoteigröllchen umgeswitcht. Was nicht heißen soll, dass dieses enorm köstliche Gericht nicht erwähneswert wäre. Köfte gab es hier ja vor langer Zeit schon mal mit Erbsen und Tomatensauce und das hatte uns ja nachhaltig begeistert. Mein Mann war auch entsprechend skeptisch, als ich noch einmal Kefte (die Schreibweise ist relativ egal)  mit Tomatensauce vorschlug. Da hier allerdings auch Kartoffeln mit verwendet wurden, war schon die halbe Überzeugungsarbeit geleistet, mein Mann liebt Kartoffeln. Die andere Hälfte der Überzeugungsarbeit leistete das Ergebnis. Es war zugegebener Maßen ein bisschen aufwändig, aber sehr köstlich. Nehmt euch also Zeit, oder bereitet es vor, wie in den Erfahrungen beschrieben, und dann ran ans Hack!
Das Rezept stammt übrigens aus dem Buch: Die libanesische Küche von Salma Hage.

Libanesische Kefta mit Tomatensauce und Kartoffeln

Zutaten:
Kartoffeln:
4 mittelgroße Kartoffeln
Olivenöl

Tomatensauce:
2 EL Olivenöl
2 kleine Zwiebeln
1 TL Baharat*
3 Knoblauchzehen (hier: konfiert)
1 große Dose Tomaten
1 EL Tomatenmark
1 Zimtstange
1/2 TL Kastanienhonig

Kefta:
500 gr. Rinderhack
2 kleine Zwiebeln
2 Knoblauchzehen (hier: konfiert)
40 gr. Mehl
1 Ei
40 gr. Petersilie
1 TL Baharat*
1/2 TL Pfeffer
2 TL getrocknete Minze
1 TL Salz
1 EL Olivenöl zum Anbraten

Vorbereitung:
Die Kartoffeln ungeschält ca. 20-30 in Salzwasser garen, pellen und in Scheiben schneiden.
Für die Tomatensauce die Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden. Den konfierten Knoblauch in einem Mörser mit etwas Salz zerdrücken.
Für die Kefte die Zwiebeln und den Knoblauch zerreiben. Ich habe beides in einen Zerkleinerer gegeben. Die Petersilie fein hacken.

*Für die Baharat Gewürzmischung: 10 gr. gemahlenen Piment, 1 EL gemahlenen Pfeffer, 1 EL Zimt, 10 gr. gemahlene Nelken, 1 EL geriebene Muskatnuss, 1 EL gemahlene Bockshornkleesamen, 1 EL Ingwerpulver vermengen. Die Mischung in einem Behälter dunkel aufbewahren (Beschriften nicht vergessen). Sie kann sehr vielfältig verwendet werden. Wer das nicht gerade parat hat, findet am Ende des Artikels wie immer einen Link.

Zubereitung:

Eine Auflaufform einfetten und die Kartoffelscheiben hineinlegen.

Für die Tomatensauce das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit dem Baharat bei milder Hitze dünsten, sodass die Zwiebeln weich werden, aber nicht zu sehr bräunen. Dann den gemörserten Knoblauch zusammen mit den Tomaten, Tomatenmark, Zimtstange und 600 ml Wasser in den Topf geben und aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hitze reduzieren und zugedeckt für 30 Minuten köcheln lassen. Ohne Deckel weitere 15 Minuten köcheln lassen. Die Zimtstange entfernen.

In der Zwischenzeit die Kefte zubereiten: Alle Zutaten zu einem Teig vermengen, ich hab das meine Küchenmaschine machen lassen. Dadurch, dass die Zwiebeln und der Knoblauch bereits sehr fein zerkleinert sind, spare ich mir das Andünsten und verwende sie roh in dem Teig. Dann aus dem Teig ca. 20 Kugeln formen und diese in Olivenöl portionsweise anbraten.

Die Kefte auf den Kartoffeln in der Auflaufform verteilen und mit der Tomatensauce übergießen. Die Auflaufform abdecken. Wenn kein Deckel vorhanden ist, einfach Alufolie nehmen. Das ganze für eine Stunde bei 180°C Umluft im Ofen garen. Mit etwas Petersilie garnieren und servieren.

Kerstins Erfahrungen:
Wir mögen Köfte/Kefta/Mettbällchen oder wie auch immer, so oder so ganz gerne. Auch diese Kombination mit den Kartoffel und der Tomatensauce gefällt uns gut. Wer mag, kann dem Kefta-Teig noch ein bisschen extra Zimt zugeben. 
So am Stück dauert das ganz schön lange. Man aber alles bis auf die Auflaufform am Vortag vorbereiten und alles getrennt im Kühlschrank aufbewahren. So kann man am nächsten Tag innerhalb von einer Stunde ein leckeres Essen auf den Tisch bringen.
Das Gericht eignet sich auch gut zur Resteverwertung von gekochten Kartoffeln, die bei uns eigentlich immer übrig bleiben. Und auf Bratkartoffeln hat man ja nicht immer Lust....

Freitag, 17. Januar 2014

Süßkartoffel-Shepard's Pie

Eine Schäfer-Pastete hatte ich schon mal als Resteverwertung gemacht. Diesmal lachte mich ein Rezept aus einer englischen Kochzeitschrift (Good Food Ausgebe 02/2014) an. Und da ich Lamm/Rind-Hack noch im TK hatte und auch Süßkartoffeln waren vorhanden, da brauchte ich nicht viel einzukaufen. Das ist ganz schön, wenn man sich mit einer Erkältung rumschlägt. Jetzt wird aber erst einmal gekocht:

Shepard's Pie mit Süßkartoffel-Topping


Zutaten für 4-6 Personen: 
1-2 EL Rapsöl
2 Zwiebeln
1 große Knoblauchzehe
1 große Möhre
2 TL frische Thymianblätter
600 gr. Lamm-Rind-Hackfleisch
85 gr. rote Linsen
400 gr. Steckrübe
2 EL Mehl
750 ml Gemüsebrühe
200 ml Holunderbeersaft (oder Rotwein)
400 gr. Kartoffeln
750 gr. Süßkartoffeln
150 gr. Joghurt
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung: 
Erst einmal die Steckrübe schälen und würfeln, die Möhre schälen und raspeln, Zwiebeln und Knoblauch auch schälen und fein hacken.
Das Öl in einer großen Pfanne (mit Deckel) erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze so ca. 5-6 Minuten goldgelb anschwitzen. Knoblauch, Möhren und Thymianblätter zugeben und weitere 4-5 Minuten garen. Dann das Hackfleisch in die Pfanne geben und solange braten, bis das Hackfleisch braun und kümelig ist. Nun die Linsen und die Steckrübenwürfel unterrühren und das Mehl darüberstreuen. 1-2 Minuten unter Rühren weiter köcheln lassen und dann erst Saft (Rotwein) und Brühe angießen. Das Ganze jetzt abgedeckt ca. 45 Minuten garen lassen.
In der Zwischenzeit beide Kartoffelsorten schälen und in mittelgroße Würfel schneiden. In Salzwasser ca. 20 Minuten kochen lassen, bis beide Kartoffelsorten gar sind. Abgießen und eine Schüssel geben. MIt Salz, Pfeffer und Muskat würzen, den Joghurt hinzufügen und alles gute zerstampfen. Die Alternative wäre die Kartoffeln durch eine Presse zu geben und dann zu würzen und mit dem Joghurt zu vermengen. Die Masse sollte so oder so weich sein und möglichst wenig Stücke aufweisen.
Die Fleischmasse jetzt in 1-2 hohe Auflaufformen füllen (je nach Größe der Auflaufform). Ich habe die Kartoffelmasse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle gefüllt und auf die Hackfleichmasse gespritzt, man kann auch ganz einfach die Kartoffelmasse mit einem Spatel aufstreichen. Sieht dann halt nicht ganz so schön aus.
Die fertigen Auflaufformen kommen dann noch einmal so lange bei 180°C in den Ofen, bis die Spitzen des Toppings braun werden.
Dazu kann man noch grünes Gemüse wie Erbsen oder Brokkoli servieren (wir haben das weggelassen).

Kerstins Erfahrungen: 
Die Reste-Shepard's-Pie war schon gut, diese war noch besser! Die Süßkartoffeln geben dem Ganzen einen wunderbaren süßlich-cremigen Geschmack, die Steckrüben und die Möhren lockern die Hackfleischmasse schön auf. Im Originalrezept sind es auch nur 400 gr. Hackfleisch, aber ich hatte halt 600 gr. dann werden die auch aufgebraucht! Und die Idee, Kartoffelpüree mit Joghurt statt mit Sahne oder Milch und Butter zuzubereiten gefällt mir sehr!

Sonntag, 20. Januar 2013

Kochen für Freunde: 2-erlei Lasagne - Teil 1 mit Fleisch

Wieder hatte ich das Vergnügen für meine Freundinnen zu kochen. Ich liebe es, liebe Gäste zu verwöhnen, dafür müssen die dann manchmal auch Versuchskaninchen spielen. Das tun sie aber gerne und mit Hingabe. Ich freu mich immer, wenn die Mädels da sind!!
Und weil sie als erstes nach dem Rezept gefragt hat: Dieses Lasagnerezept ist für Anne ;-)
Ich bin ja generell der Meinung, dass Lasagne auch ohne eine Bechamelsauce auskommt, und das gelingt auch ganz prima.....
Achtung: für die Vorbereitung: das Hackfleischragout braucht ca. 2-3 Stunden, also am Besten schon am Vortag zubereiten, im Kühlschrank hält sich das locker (im Tiefkühler natürlich auch!!)

Lasagne mit Hackfleisch
Zutaten für ca. 4 Personen: 
Hackfleischragout
700 gr. Hackfleisch
300 gr. Bauchspeck
1 Stange Lauch
2 mittelgroße Möhren
2 Stangen Staudensellerie
3 EL Olivenöl
50 -100 ml Rotwein (kann auch weggelassen werden)
2 EL Tomatenmark 
10 EL Passata (passierte Tomaten)
Salz, Pfeffer
Oregano, Thymian
400 ml Brühe
ca. 75-100 ml Milch

1 Paket gelbe Lasagneplatten ohne Vorkochen
200 gr. Kräuter Creme Frischli (Creme Fraiche)
200 gr. Schmand
1 Ei
100 gr. frisch geriebener Parmesan
150 gr. geriebener Gouda

Zubereitung:
Für das Hackfleischragout den Bauchspeck in kleine Würfel schneiden. Die Lauchstange und den Staudensellerie in feine Scheiben (den Lauch vorher gut putzen!) schneiden, die Möhren auch würfeln. In einem breiten Topf den Speck im Olivenöl anbraten und dann das Hackfleisch nach und nach hinzugeben und "krümelig" anbraten. Das kleingeschnittene Gemüse hinzugeben und unter Rühren mit anbraten. Mit dem Rotwein (ersatzweise Brühe) ablöschen und dann das Tomatenmark unterrühren. Wenn das alles gut verrührt ist, die Passata in den Topf geben und mit Salz, Pfeffer, Thymian und Oregano abschmecken.
Die Brühe angießen und alles zugedeckt mindestens 2 Stunden köcheln lassen. Dann eine halbe Stunde offen (evtl. noch Brühe zugießen) köcheln lassen. Die Milch erwärmen (funktioniert auch prima in der Microwelle), angießen und weiter köcheln lassen. Bei Bedarf noch einmal abschmecken.
Für die Lasagne eine entsprechende Auflaufform herausuchen und mit etwas Olivenöl auspinseln. Darauf die erste Lage Nudelplatten legen. Diese Lage dick mit Hackfleischmasse bestreichen. Darauf eine weitere Lage Nudelplatten und wieder Hackfleischmasse.
Für die weiße Sauce Kräuter Creme Frischli, saure Sahne, das Ei und den geriebenen Parmesankäse gut miteinander vermischen und gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Einen Teil davon dann auf die 2. Lage Hackfleisch verteilen. Dann wieder Lasagne, Hackfleisch, weiße Sauce. So weiter machen, bis die Nudelplatten aufgebraucht sind.
Auf die oberste Schicht noch einmal weiße Sauce geben und darüber dann den geriebenen Gouda streuen. Die Form mit Alufolie abdecken.
Die abgedeckte Lasagne ca. 30 Minuten bei 180°C Umluft garen, dann die Alufolie abnehmen und weitere 15 Minuten im Ofen lassen, bis die Lasagne braun ist.

Kerstins Erfahrungen: 
Ich liebe Lasagne, ich mache sie nur viel zu selten... fragt mich mal warum.. ich weiß es nicht.... Den Damen hat es geschmeckt, mir auch!!
Von dem Ragout legt man sich am Besten einen Vorrat an, das kann man prima einfrieren und schmeckt auch ganz normal zu Nudeln. Alles in allem ist das sehr unkompliziert und dank dem Verzicht auf die Bechamelsauce auch echt ganz einfach!!

Samstag, 29. Dezember 2012

Resteverwertung nach Art einer Shepard's Pie

Zurück aus dem Weihnachtsurlaub.... Keine Bange, das Weihnachtsmenü kommt noch. Die Resteverwertung ist nur schneller zu schreiben. Wir hatten vom Weihnachtsmenü noch Kartoffel-Sellerie-Stampf und Sauce Bernaise übrig und ich finde das viel zu schade zum Entsorgen, wobei ich mir für 2013 ohnehin auf die Fahnen geschrieben habe, bewußter und weniger einzukaufen, damit wir noch weniger entsorgen müssen. Aber das nur am Rande, den Ausblick auf das nächste Jahr gibt es in ein paar Tagen.
Was also aus diesen beiden Resten machen? Inzwischen dürfte sich ja herumgesprochen haben, dass ich/ wir bekennende Groß Britannien Fans sind. Was liegt also näher als einen Shepard's Pie auszuprobieren? Bei diesem Gericht wird Kartoffelbrei als Abdeckung für ein Hackfleisch-Ragout benutzt und dann alles im Ofen gebacken. Da es sich ja um Reste-Verwertung handelt, habe ich das Rezept den mir zur Verfügung stehenden Zutaten angepasst.
Das Rezept ist angelehnt an die Shepard's Pie aus dem Buch  "Brit Cuisine" von Ed Baines.

Shepard's Pie á lá Kerstin - frisch aus dem Ofen

Tellerportion


Zutaten für 4 Personen: 
4 Möhren
1 Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
500 gr. Hackfleisch (hier halb/halb, gerne auch Lamm/Rind)
3 EL Butter
1 EL Tomatenmark
1 EL Mehl
200 ml roter Portwein
500 ml Rinderfonds
250 gr. Erbsen (TK)
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
geräucherter Paprika, scharf
Kartoffel-Sellerie-Stampf, Sauce Bernaise

Für die, die keinen Kartoffelbrei als Rest haben: 
800 gr. Kartoffeln
300 ml heiße Milch
Butter 
Salz, Muskatnuss

Zubereitung: 
Möhren, Knoblauchzehen und Gemüsezwiebel schälen und fein würfeln. Die Butter in einem Topf (nicht zu klein!) schmelzen lassen und das Gemüse darin anbraten. Das Hackfleisch hinzufügen und ebenfalls scharf anbraten, es darf ruhig Farbe bekommen. Tomatenmark unterrühren und mit dem Mehl vermischen. Mit dem Portwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Dabei immer schön rühren. Den Fonds und das Lorbeerblatt hinzugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen. Das Ragout für etwa 60 Minuten leise köcheln lassen, dabei öfter mal umrühren. Nach 30 Minuten mit dem Paprika abschmecken. So 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Erbsen ins Ragout geben. Dann das Ragout in eine Auflaufform verteilen (wer hat, verwendet pro Person eine kleine Auflaufform).
Den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen.
In der Zwischenzeit den fertigen Kartoffel-Sellerie-Stampf mit ein bisschen Sauce Bernaise verrühren bis er eine cremige Konsistenz hat. Dann lässt er sich besser auf dem Ragout verteilen.
Alle anderen schälen und kochen die Kartoffeln ca. 20-25 Minuten, diesmal dürfen auch sie zu weich werden. Die Kartoffeln abgießen, ein bisschen ausdämpfen lassen und dann entweder stampfen oder durch die Presse geben. Heiße Milch und Butter untermischen, bis sich eine cremige, nicht zu flüssige Masse ergibt. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
Die Kartoffelmasse auf das Ragout in der Auflaufform verteilen und in den Ofen stellen. Ca. 30 Minuten lang backen lassen, bis die Kartoffelmasse etwas angebräunt ist.
Wer mag, serviert noch grünen Salat dazu.

Kerstin's Erfahrungen: 
Shepard's Pie ist toll.... das Original ist ohne Erbsen aber mit Champignons und Sellerie. Aber uns hat diese Version auch sehr gut geschmeckt und wenn mal wieder Kartoffelbrei übrig bleibt, weiß man wenigstens, wo man ihn unterbringen kann. Wenn Kinder mitessen den Portwein durch mehr Brühe oder auch durch Fliederbeer oder Sauerkirschsaft ersetzen. Aber vorsicht, das wird schnell zu süß, nicht zu viel Saft verwenden.
Viel Spass beim Nachkochen!!

Sonntag, 6. Mai 2012

Spargel-Champignon-Ragout mit Hackbällchen


So ist das, wenn der Mann an meiner Seite einkaufen geht. Ich hatte ihn vor die Wahl gestellt: braune Champignons = Spargelragout oder Erdbeeren = Erdbeer-Spargelsalat oder wenn er gar nichts weiter mitbringt, gibt es halt Spargelrisotto. Wir haben seit ein paar Wochen einen neuen Kühlschrank mit einem 0°-Fach für Fleisch und Wurst und einem riiieeesigen Gemüsefach mit Feuchtigkeits-regulierung. In ein feuchtes Küchentuch gehüllt hielten die 7 Stangen weißer Spargel eine Woche ohne Qualitätsverlust durch.  Ich fand dann gestern Abend braune Champignons vor und mache mich heute frisch ans Werk.

Spargel-Champignon-Ragout mit Hackbällchen
 
Zutaten für 4 Personen
500 gr Hackfleisch
1 Schalotte
2 TL Senf mit Honig und Malt Whisky
1 EL 8-Kräuter-Mischung (TK)
½ TL Backpulver
Salz, Pfeffer

7 Stangen weißer Spargel
250 gr braune Champignons
½ Zwiebel
½ Glas Weißwein
500 ml Hühnerbrühe
250 ml Sahne (oder Soyacreme)
Estragon
Salz, Pfeffer
Frischkäse mit Kräuter
Limettenzesten


Zubereitung:
Für die Hackbällchen die Schalotte fein würfeln und in ein wenig Butterschmalz andünsten, bis sie weich sind. Dann abkühlen lassen. Die übrigen Zutaten mit den Schalotten vermischen und abgedeckt 1-2 Stunden ruhen lassen. Aus der Masse kleine Bällchen formen, mehlieren und in Butterschmalz braten. Den Bratensatz aufbewahren.

Den Spargel schälen und in ca. 1-2 cm lange Stücke schneiden. In Salzwasser mit ein wenig Zitronensaft ca. 10 Minuten garen lassen. Abgießen und zur Seite stellen. Die Champignons putzen, vierteln und in einer zweiten beschichteten Pfanne ohne Öl anbraten bis sie von allen Seiten braun sind. Aus der Pfanne nehmen beiseite stellen. In der Panne Butterschmalz zerlassen und die gewürfelte Zwiebel darin anschmoren. Mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Nach und nach die warme Hühnerbrühe hinzugeben und wieder einkochen lassen. Dann die Sahne (Soyacreme) in der Pfanne aufkochen und die Hitze runterschalten. Den Frischkäse und die Gewürze hinzufügen und weiter köcheln lassen. Aus der ersten Pfanne mit ein wenig Sauce den Bratensatz lösen und in die Sauce geben. Den Spargel, die Champignons und die Hackbällchen in der Sauce warm werden lassen. Bei Bedarf mit etwas Limettenzesten abschmecken.
Wer mag kocht Kartoffeln dazu oder nimmt etwas Weißbrot.

Kerstins Erfahrungen:
Ich habe das heute auch zum ersten Mal gemacht. Dafür fand ich es sehr gelungen. Wer sich wundert, wie ich die Hackbällchen gemacht habe: wir hatten vergessen Eier einzukaufen und bei chefkoch.de fand ich dann dieses Rezept dafür. Für meinen Geschmack war zu wenig Senf dran, aber das kann man ja ändern. Der Mann an meiner Seite fand die 8-Kräuter-Mischung zu dominant, weswegen ich bereits einen EL weniger aufgeschrieben habe.
Die Sauce gewann deutlich durch den Estragon, der hier mal in getrockneter Form zum Einsatz kam. Das Einkochen der Sauce dauert seine Zeit, deshalb habe ich Gemüse und Fleisch separat vorbereitet und am Schluss in der Sauce ziehen lassen.
Bei den Champignons ist es wichtig ganz ohne Öl zu arbeiten und diese immer wieder zu rühren. Dadurch werden sie richtig kross und behalten den Geschmack. Ich habe auch kein Salz an die Champignons gegeben, sonst ziehen sie Wasser.
Und hat es beiden lecker geschmeckt und die Spargelreste werden sicher noch öfter so verwertet werden.

Samstag, 10. September 2011

Bologneser Ragù

Naja... Bologneser Ragù ist ja eigentlich auch nicht richtig, aber Bolognese Sauce ist noch falscher... Das streiten sich die Geister....Also nennen wir es mal Hackfleischsauce.... aber diese hier ist echt sehr lecker....Das Rezept habe ich unter anderem aus dem Buch: Italien - Küche und Kultur entnommen.

Spaghetti con Ragù


Zutaten: 
Zwiebeln
Knoblauch
Möhren
Staudensellerie
Panchetta
Butter
Hackfleisch
Balsamicoessig
Tomaten aus der Dose
Fleischbrühe
Lorbeerblätter
Milch
Salz, Pfeffer

Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Sellerie putzen und würfeln. Den Panchetta nur würfeln. Das Hackfleisch (gegebenenfalls in Portionen) in Butter anbraten und herausnehmen. Dann den Panchetta anbraten und wenn dieser gebräunt ist, das Gemüse hinzufügen. Alles bei starker Hitze anbraten, dann runterregeln und das Hackfleisch wieder dazugeben. Dann erst mit Balsamico ablöschen. Wenn dieser komplett verdampft ist, die Tomaten in den Topf geben. Mit Salz, Pfeffer und den Lorbeerblättern abschmecken. Ein wenig schmoren lassen und dann die Brühe zugeben. Jetzt mindestens 1,5 Stunden offen vor sich hin köcheln lassen. Dann die Milch in einem Topf warm machen und nach und nach unter das Ragù rühren. Dabei immer abschmecken, evtl noch Tomatenmark hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und Kräutern (Oregano und Thymian) würzen.

Kerstins Erfahrungen:
Für mich die absolute Hackfleischsauce. Ja, sie macht Arbeit und es dauert eine gefühlte Ewigkeit. Und wenn es schnell gehen muss und ich keinen Vorrat habe, koche ich auch eine andere. Aber das ist der Grund, warum ich mir gerne mal einen Samstag Zeit nehme um einen Vorrat zu kochen. Den kann man dann einfrieren. Als ich dieses Rezept vorletztes Wochenende gemacht habe, habe ich 2 kg Hackfleisch verarbeitet. Vorgestern haben wir uns dann einfach eine Portion aufgetaut, aufgewärmt,  fix Nudeln gekocht und ein bisschen Parmesan drüber gerieben... Lecker, hatte ich das schon gesagt?



Samstag, 6. August 2011

Türkischer Weißkohlauflauf

Habe gerade den Wochenrückblick KW29 noch einmal gelesen. Und dann hatte ich auch wieder die Reihenfolge der zu postenden Rezepte....

Ich habe aus dem Weißkohlrest dann den angekündigten Weißkohlauflauf gemacht. Den mache ich schon seit Jahren nach einem Rezept aus meinem türkischen Kochbuch (Türkisch Kochen).

Türkischer Weißkohlauflauf

Zutaten: 
1/2 Weißkohl
2 Zwiebeln
Butter
ca. 400gr Hackfleisch (hier: halb Rind, halb Lamm)
Salz, Pfeffer
2 TL Rosenpaprikapulver
1/4 ltr. Fleischbrühe
3 EL Tomatenmark
100 gr. geriebener Käse
3 Eier
1/4 ltr. Milch

Den Weißkohl vierteln, Strunk entfernen und in Streifen schneiden. Zwiebeln schälen und fein hacken. Die Zwiebeln in einem großen Topf in der Butter glasig dünsten. Das Hackfleisch hinzufügen und 5 min anbraten. Den Weißkohl mit den Gewürzen hinzufügen und andünsten. Die Fleischbrühe mit dem Tomatenmark verrühren und in den Topf geben. Alles zusammen 30 Minuten dünsten. Eine Auflaufform buttern und die Masse hineingeben. Den Käse darüberstreuen. Eier und Milch gut vermischen und über den Auflauf geben. Ca. 30 Minuten bei 160°C (Umluft) garen.

Kerstins Erfahrungen:
Ich liebe diesen Auflauf. Ich esse gerne Kohl und zusammen mit Hackfleisch und dem Tomatenmark ist das richtig klasse. Die Eiermilch ist mir eigentlich zu flüssig, ich mag das nicht, wenn der Auflauf "schwimmt". Ich ersetze die Milch in letzter Zeit durch Schmand oder Creme Double, wenn im Hause. Das ist nicht so flüssig, schmeckt aber auch lecker. Die Portion reicht bei uns meist für mehrere Tage, der Auflauf schmeckt auch noch nach dem 2. Aufwärmen.


Update 06.03.2016: hurra, ein einigermaßen gutes Bild!
Das Hackfleisch kann man auch prima mit Kreuzkümmel und Zimt zusätzlich würzen. Das gibt einen sehr schönen Geschmack.