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Sonntag, 19. Juli 2015

Orientalischer Kartoffelsalat

Pünktlich zur Grillsaison gibt es heute einen Kartoffelsalat. Ja, ok, das Wetter ist ausgerechnet heute nicht zum Grillen geeignet (in Hannover schüttet es aus Kübeln), aber die letzten Wochen haben wir unseren neuen Gasgrill - kurz: das Balkonmonster - doch recht häufig genutzt. Zum Grillgut gibt es bei uns immer Salat, meist grünen oder Hacksalat á lá Jamie Oliver, aber gerne auch mal Nudel- oder Kartoffelsalat. Und da ich ja momentan der Orientküche verfallen bin, habe ich heute ein Rezept für einen orientalisch angehauchten Kartoffelsalat für euch. Geht ganz einfach und schmeckt wirklich ein kleines bisschen exotisch. Dieses Rezept habe ich dem Buch: "The illustrated Food and Cooking of Lebanon, Jordan and Syria" entnommen.

Kartoffelsalat orientalisch
Zutaten für 4 Portionen: 

8-12 mittelgroße Kartoffeln 
40 ml Olivenöl
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1/2 rote Chilischote
2 TL Schwarzkümmelsamen (oder auch schwarze Senfsamen)
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1-2 TL gemahlener Kurkuma
Salz, Pfeffer
Saft einer Limette
1 Limette zum Servieren (wer mag)

Zubereitung:

Die Kartoffel mit der Schale ca. 15-20 Minuten kochen lassen (je nach Größe). Sie sollten gar aber innen noch etwas fest sein. Wenn sie etwas abgekühlt sind, pellen und in grobe Stücke schneiden. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, halbieren und mit einem ganz dünnen Hobel in sehr feine Schneiben schneiden. Das geht natürlich auch mit einem Messer. Die Knoblauchzehen ebenfalls schälen und dann fein hacken. Die Chilischote von den Kernen befreien und in sehr feine Streifen schneiden.
Jetzt das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze ein paar Minuten weich schmoren lassen. Dann die Knoblauchwürfel und die Chilistreifen zusammen mit den Schwarzkümmelsamen zugeben und weitere 2-3 Minuten garen lassen. Die Zwiebeln sollen karamelisieren, aber nicht verbrennen. Nun Koriander- und Kreuzkümmelsamen zusammen mit dem gemahlenen Kurkuma in die Pfanne geben und alles gut mischen. Die Kartoffelstücke zufügen und alle so vermischen, dass die Kartoffeln von der Sauce umgeben sind. Sehr kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann den Limettensaft darüber träufeln.
Alles abkühlen lassen und bei Zimmertemperatur mit der geviertelten Limette servieren.

Kerstins Erfahrungen: 
Salz, dieses Gericht braucht viel Salz, und das sage ich als absoluter Anti-Salz-Junkie. Ich habe mein Lieblingssalz aus der Wüste Lot verwendet, das schmeckt einfach super dazu. Apropos schmecken: uns hat es sehr gut geschmeckt. Die Reste haben wir im Kühlschrank gelagert und am nächsten Tag verspeist. Dann allerdings wieder bei Zimmertemperatur. Direkt aus dem Kühlschrank kommen die Gewürze nicht so zur Geltung. Dieser Kartoffelsalat ist eine schöne Abwechslung zum Mayonaiseeinerlei oder zum Bayrischen Kartoffelsalat mit Speck. Und rein zufällig ist dieses Rezept auch noch ganz vegan.

Sonntag, 28. September 2014

Köfte mit Tomaten-Erbsen-Sauce

Zwischendurch waren der Mann an meiner Seite ein wenig unterwegs, deshalb war es auch so ruhig hier. Dublin und Berlin standen auf der Reiseroute und ich hatte mich noch für einen Bloggerworkshop auf Borkum angemeldet (und der Mann an meiner Seite hat mich natürlich begleitet). Aber davon berichte ich demnächst an dieser Stelle. 
Wieder zu Hause haben wir erst einmal beschlossen, dass die Gefrierschränke etwas leerer werden müssen. Als erstes fiel mir dabei eine 500 gr. Portion Hackfleisch, halb Lamm, halb Rind in die Hände. Sofort hatte ich Köfte vor Augen und fündig bin ich dieses Mal in zwei Kochbüchern geworden. Die Idee für diese Art "Eintopf"/ Schmorgericht stammt aus dem Buch "Olives, Lemons & Za'atar" von Rawia Bishara, die Köfte selbst habe ich dem wunderbaren "Jerusalem" von Yotam Ottolenghi entnommen.

Köfte mit Tomaten-Erbsen-Sauce

Zutaten:
Köfte
500 gr. gemischtes Hackfleisch (Lamm/Rind)
1 Schalotte
2 mittelgroße Knoblauchzehen
30 gr. Pinienkerne
18 gr. glatte Petersilie
3/4 TL gemahlener Zimt
3/4 TL gemahlener Piment
1/2 TL gemahlener Muskat
Salz, Pfeffer

Tomaten-Erbsen-Sauce
60 ml Rapsöl
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1/2 TL gemahlener Koriander
1/2 TL gemahlener Piment
1/3 TL gemahlener Muskat
Salz, Pfeffer
1/3 TL gemahlener Kardamom
200 gr. Erbsen (TK)
1 Karotte
2 Tomaten
1 kl Dose Tomaten (400 ml)
400 ml Gemüsebrühe

Zubereitung: 
Für die Köfte die Schalotte fein würfeln, die Knoblauchzehen schälen und im Mörser mit etwas grobem Meersalz zu einer Paste zerreiben. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und abkühlen lassen. Die Petersilie waschen, die Stiele entfernen und die Blätter fein hacken. Die abgekühlten Pinienkerne grob hacken.
Das Hackfleisch mit den restlichen Köfte-Zutaten gut mischen und dann daraus 10 feste kleine "Finger" formen. Diese dann abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen.

Für die Sauce die Schalotte, die Knoblauchzehen und die Karotte schälen und würfeln. Die Tomaten grob hacken. Dann in einer großen Pfanne das Rapsöl erhitzen und die Köfte portionsweise rundherum gut anbraten. Die Köfte müssen jetzt noch nicht komplett gegart sein. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. In derselben Pfanne jetzt Schalotte und Knoblauch bei mittlerer Hitze langsam andünsten. Nach 3-4 Minuten die Gewürze zugeben und weitere 2 Minuten garen. Nun die Karotten und Erbsen in die Pfanne geben und nach ca. 5 Minuten die Brühe und die frischen und die Dosentomaten zufügen. Alles gut durchrühren die Köfte in die Pfanne geben, damit diese vollständig durchgaren können. Nach ca. 20 Minuten ist das Stew fertig und kann mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden.
Mit Reis servieren.

Kerstins Erfahrungen: 
Ich bin ja ein bekennender Zimt-Fan und habe das schon öfter für Lammgerichte verwendet. Aber das hier war bisher mit Abstand das Köstlichste, was ich in den letzten Wochen gekocht habe. Ich liebe es mit dieser Vielfalt an Gewürzen zu kochen und die Küche des Mittleren und Nahen Osten bieten eine Fülle von Gerichten die einfach nur köstlich sind. Wer es gerne etwas schärfer mag, würfelt eine Chilischote und mischt diese unter das Fleisch.