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Sonntag, 16. November 2014

Steckrüben-Kürbis-Suppe mit karamelisierten Maronen

Ab und an laden wir uns mal Freunde ein und bekochen sie ein wenig. Dieses Mal wollte ich gerne ein Menü aus dem  neuen Buch von Daniel Gamiche "Kochen á lá Liberté" kochen. Die Auswahl war gar nicht so einfach, da sehr viele tolle Rezepte in dem Buch sind. In Abstimmung mit dem Mann an meiner Seite habe ich dann das Menü zusammengestellt.
Heute gibt es das Rezept für die Vorspeise, eine Steckrüben-Kürbis-Suppe mit karamelisierten Maronen. Passt perfekt in den Herbst. Die anderen Gänge folgen dann in den nächsten Tagen.

Steckrüben-Kürbis-Suppe


Zutaten für 6 Personen: 
1 Steckrübe (850 gr)
3 EL Olivenöl
1 Butternuss-Kürbis (1 kg)
80 gr. Butter
1 große Zwiebel
1,8 lt. Gemüsebrühe
350 ml Milch
350 ml Sahne
120 gr. ganze Maronen, gekocht
1,5 EL Zucker
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung: 
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Den Kürbis schälen, entkernen und würfeln. Die Steckrübe schälen und ebenfalls in Würfel schneiden. Die Steckrübenwürfel auf ein tiefes Backblech geben, mit Olivenöl umhüllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Blech in den Ofen geben. Nach 5 Minuten die Kürbiswürfel hinzufügen, alles gut vermischen und weitere 15 Minuten backen. Aufpassen, dass nichts verbrennt. Maximal die Ecken dürfen braun werden. Das Gemüse muss nicht komplett weich sein. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Zwiebel schälen und fein hacken.
In einem großen Topf die Hälfte der Butter zerlassen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze anschwitzen, ohne dass sie braun wird. Kürbis- und Steckrübenwürfel untermischen und kurz mitgaren. Fonds, Milch und Sahne zufügen, bis kurz vor den Siedepunkt erhitzen und dann die Hitze runterdrehen. Die Suppe darf nicht kochen, damit die Sahne nicht gerinnt. Bei geringer Hitze ohne Deckel für 40 Minuten garen, bis die Würfel sehr weich sind. Die Suppe nun in einem Mixer (oder mit dem Pürierstab) pürieren. Dann durch ein feines Sieb (oder eine Flotte Lotte) in einen sauberen Topf streichen. Bis hierhin kann man alles bereits am Vortrag vorbereiten.
Für die Maronen in einer beschichteten Pfanne die restliche Butter erhitzen. Maronen und Zucker zugeben, wenn die Butter schäumt. Die Maronen ganz vorsichtig karamelisieren, aufpassen, dass sie nicht anbrennen und einmal wenden. Das sollte ungefähr 3-4 Minuten dauern. Die Maronen auf Küchenpapier legen und abkühlen lassen. In Scheiben schneiden.
Die Suppe wieder erhitzen (aber nicht kochen lassen) und noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte sie zu dickflüssig sein, einfach mit etwas Fonds (oder Wasser) verdünnen.
Die Suppe auf Tellern anrichten, mit dem Olivenöl beträufeln und mit den karamelisierten Maronenscheiben garnieren.

Kerstins Erfahrungen:
Hach ja.... so wunderbar einfach und soooo gut. Das Garen im Ofen macht hier den Unterschied. Der Geschmack ist einfach anders. Die fertige Suppe bekommt durch das Passieren nach dem Mixen eine ganz samtige Konsistenz. Das ist für alle pürierte Suppen immer zu empfehlen. Ich habe zum Mixen tatsächlich meinen Mixer verwendet und nicht, wie sonst, den Pürierstab. Ich denke inzwischen, dass der Mixer ein feineres Ergebnis ermöglicht.

Freitag, 17. Januar 2014

Süßkartoffel-Shepard's Pie

Eine Schäfer-Pastete hatte ich schon mal als Resteverwertung gemacht. Diesmal lachte mich ein Rezept aus einer englischen Kochzeitschrift (Good Food Ausgebe 02/2014) an. Und da ich Lamm/Rind-Hack noch im TK hatte und auch Süßkartoffeln waren vorhanden, da brauchte ich nicht viel einzukaufen. Das ist ganz schön, wenn man sich mit einer Erkältung rumschlägt. Jetzt wird aber erst einmal gekocht:

Shepard's Pie mit Süßkartoffel-Topping


Zutaten für 4-6 Personen: 
1-2 EL Rapsöl
2 Zwiebeln
1 große Knoblauchzehe
1 große Möhre
2 TL frische Thymianblätter
600 gr. Lamm-Rind-Hackfleisch
85 gr. rote Linsen
400 gr. Steckrübe
2 EL Mehl
750 ml Gemüsebrühe
200 ml Holunderbeersaft (oder Rotwein)
400 gr. Kartoffeln
750 gr. Süßkartoffeln
150 gr. Joghurt
Salz, Pfeffer
Muskatnuss

Zubereitung: 
Erst einmal die Steckrübe schälen und würfeln, die Möhre schälen und raspeln, Zwiebeln und Knoblauch auch schälen und fein hacken.
Das Öl in einer großen Pfanne (mit Deckel) erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze so ca. 5-6 Minuten goldgelb anschwitzen. Knoblauch, Möhren und Thymianblätter zugeben und weitere 4-5 Minuten garen. Dann das Hackfleisch in die Pfanne geben und solange braten, bis das Hackfleisch braun und kümelig ist. Nun die Linsen und die Steckrübenwürfel unterrühren und das Mehl darüberstreuen. 1-2 Minuten unter Rühren weiter köcheln lassen und dann erst Saft (Rotwein) und Brühe angießen. Das Ganze jetzt abgedeckt ca. 45 Minuten garen lassen.
In der Zwischenzeit beide Kartoffelsorten schälen und in mittelgroße Würfel schneiden. In Salzwasser ca. 20 Minuten kochen lassen, bis beide Kartoffelsorten gar sind. Abgießen und eine Schüssel geben. MIt Salz, Pfeffer und Muskat würzen, den Joghurt hinzufügen und alles gute zerstampfen. Die Alternative wäre die Kartoffeln durch eine Presse zu geben und dann zu würzen und mit dem Joghurt zu vermengen. Die Masse sollte so oder so weich sein und möglichst wenig Stücke aufweisen.
Die Fleischmasse jetzt in 1-2 hohe Auflaufformen füllen (je nach Größe der Auflaufform). Ich habe die Kartoffelmasse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle gefüllt und auf die Hackfleichmasse gespritzt, man kann auch ganz einfach die Kartoffelmasse mit einem Spatel aufstreichen. Sieht dann halt nicht ganz so schön aus.
Die fertigen Auflaufformen kommen dann noch einmal so lange bei 180°C in den Ofen, bis die Spitzen des Toppings braun werden.
Dazu kann man noch grünes Gemüse wie Erbsen oder Brokkoli servieren (wir haben das weggelassen).

Kerstins Erfahrungen: 
Die Reste-Shepard's-Pie war schon gut, diese war noch besser! Die Süßkartoffeln geben dem Ganzen einen wunderbaren süßlich-cremigen Geschmack, die Steckrüben und die Möhren lockern die Hackfleischmasse schön auf. Im Originalrezept sind es auch nur 400 gr. Hackfleisch, aber ich hatte halt 600 gr. dann werden die auch aufgebraucht! Und die Idee, Kartoffelpüree mit Joghurt statt mit Sahne oder Milch und Butter zuzubereiten gefällt mir sehr!

Freitag, 11. November 2011

Möhren-Steckrübencurry

Ich mag Steckrüben, aber immer nur Steckrübeneintopf ist dann doch langweilig.... In der neuen Ausgabe von "Essen und Trinken" gibt es in der Rubrik "Neues aus der Unterwelt" eine Menge leckerer Rezepte und siehe, auch etwas mit Steckrüben: Steckrübencurry. Eigentlich wie geschaffen für einen Donnerstag (= Veggietag). Da ich aber den Veggietag mit einem Burger einer großen Burgerkette ad absurdum geführt hatte (war so pappsatt, dass ich nichts mehr zum Abendessen zu mir genommen habe), musste das Curry bis heute Mittag warten. Urlaubstage können soooo schön sein...

Eine Schüssel voll Möhren-Steckrübencurry

Zutaten für 3-4 Personen: 

1 Knoblauchzehe
20 gr. frischer Ingwer
1 rote Chillischote
400 gr. Möhren
400 gr. Steckrübe
150 gr. rote Zwiebeln
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 violette Kartoffel (eine normale geht auch)
4 EL Öl (Rapsöl)
1 großer TL Tomatenmark
1 EL Curry (geröstetes)
100 ml Weiswein
400 ml Kokosmilch
1 Stange Staudensellerie
1 Bio Limette
Salz, Pfeffer

Knoblauch und Ingwer fein würfeln. Chilli entkernen und in schmale Streifen schneiden. Möhren schälen und schräg in Scheiben schneiden. Steckrübe schälen und in Stifte (ca. 1/2 cm) schneiden. Rote Zwiebeln in 1cm große Spalten schneiden, Frühlingszwiebeln putzen und das Weiße und Hellgrüne quer in 1/2 cm dünne Stücke teilen. Die Kartoffel schälen und wie die Möhren in Scheiben schneiden.
Das Öl in einem Topf erhitzen, den Knoblauch, die Hälfte des Ingwers und die Chilistreifen ein paar Minuten dünsten. Das Tomatenmark hinzugeben und anrösten. Dann das Currypulver darin mit anschwitzen und alles mit dem Weiswein ablöschen. Mit der Kokosmilch auffüllen und aufkochen lassen. Möhren und Steckrüben hinzufügen und insgesamt ca. 25 Minuten mit Deckel kochen lassen.
Nach ca. 10 Minuten die Kartoffel zufügen.
In der Zwischenzeit die Staudensellerie putzen und in 1/2 cm breite Stücke schneiden. Die Limette waschen, die Schale abreiben und die Limette auspressen.
Nach 15 Minuten Garzeit die roten Zwiebeln und nach 20 Minuten die Staudensellerie und die Frühlingszwiebeln zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, evtl. noch Wasser zugeben, wenn das Curry anzusetzen droht.

Kerstins Erfahrungen: 
Also uns hat es sehr lecker geschmeckt. Ich habe noch reichlich mit Salz, Pfeffer und ein bisschen Chili nachgewürzt, da ich, ich bin ja nicht sooooo der "scharf" Esser, nur eine drittel Chilischote drangegeben habe (Weicheiin, ich weiß). Die Kartoffel ist eine Zugabe von mir, wir wollten keinen Reis dazu essen und ich hatte gerade violette Kartoffeln eingekauft und fand das farblich ganz passend. Ich habe die Garzeit im Rezept oben angepasst. Ich hatte die Originalzeit des Rezepts eingehalten (insgesamt 30 Minuten) und uns hatten die Steckrüben und Möhren zu wenig Biss. Aber ansonsten: gibt es wieder!!