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Mittwoch, 19. November 2014

Schokoladentarte mit Chili und Zitronengras an Orangensalat

Zu einem schönen Menü gehört auch ein leckeres Dessert. Und ich bin nun wirklich keine Dessert-Königin, deshalb habe ich auch Grapefruit-Gratin mit Honig-Safran-Zabaione und Nusskrokant erst einmal verworfen. Das mache ich erst einmal für den Mann an meiner Seite und mich und nicht gleich für Gäste. Also musste ein Ersatz her, der lecker, aber nicht zu kompliziert war. Sozusagen gelingsicher. Und wenn es darauf ankommt, kann ich das hier nur empfehlen. Natürlich wieder aus dem wunderbaren Buch "Kochen á lá Liberté" von Daniel Galmiche.

Schokoladentarte mit Orangensalat


Zutaten für eine 18cm Springform
Tarteteig
90 gr. Mehl
1 EL dunkles Kakaopulver
60 gr. weiche Butter
30 gr. Puderzucker
Salz
1 Eigelb

Belag
250 ml Sahne
1 Stange Zitronengras
1 rote Chili
200 gr. Schokolade 70%
20 gr. weiche Butter

Orangensalat
3 unbehandelte Orangen
3 Kardamomkapseln
3 EL Zucker
1 TL Thymianblätter

Zubereitung:
Für den Teig zunächst das Mehl mit dem Kakao in einer kleinen Schüssel vermischen. In einer großen Schüssel die weiche Butter mit dem Puderzucker, einer Prise Salz und dem Eigelb schaumig rühren. Die Mehl-Kakao-Mischung durch ein Sieb dazugeben und alles rasch zu einem Teig kneten. Den Teig nicht zu lange bearbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und ca. 40 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine 18 cm Springform mit weicher Butter ausfetten. Den Teig zwischen 2 Lagen Backpapier auf ca. 3mm Stärke ausrollen. Der Teig ist recht weich, aber zwischen dem Backpapier geht das mit dem ausrollen gut. Dann eine Lage Backpapier abziehen und den Teig vorsichtig in die Form geben. Auf dem Boden andrücken und nach und die andere Lage Backpapier abziehen. Eventuell muss man den Rand ein bisschen stückeln. Der Teig ist aber so weich, dass alles ohne Probleme haftet. Gut an Boden und Rand andrücken, dann den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und nochmals 30 Minuten in der Form in den Kühlschrank stellen. Dies verhindet, dass sich der Teig beim Backen zusammenzieht.

Währendessen die Sahne bei mittlerer Hitze aufköcheln lassen, dann sofort vom Herd nehmen. Das Zitronengras längs einschneiden und weich klopfen, die Chili entkernen und in grobe Stücke schneiden. Beides in die warme Sahne geben und auch ca. 30-40 Minuten ziehen lassen. Den Topf mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet.
Wer den Geschmack des Chili nicht so intensiv mag, gibt den Chili erst nach ca. 15-20 Minuten in die Sahne. Das Zitronengras muss aber unbedingt von Anfang an in die Flüssigkeit, da es sonst zu wenig Geschmack abgibt.
Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Springform aus dem Kühlschrank mit frischem Backpapier auslegen und Blindbackkugeln oder Hülsenfrüchte (ich hab früher immer getrocknete dicke Bohnen genommen, heute habe ich die Blindbackkugeln von Jamie Oliver) einfüllen. Dann für ca. 6 Minuten im Ofen Blindbacken. Jetzt das Backpapier mit dem Blindbackmaterial entfernen und den Teig weitere 5 Minuten bei 160°C backen. Wenn der Teig dann aus dem Ofen kommt, löst er sich bereits gut aus der Form. Das soll er aber noch nicht. Erst muss noch der Belag drauf.
Für den Belag die Schokolade fein reiben und gemeinsam mit der Butter über einem Wasserbad (in einer Metalschüssel) schmelzen lassen. Die Gewürzsahne über einem Sieb abseihen und langsam in die Schokoladenmasse einrühren. Nicht irritieren lassen, wenn die Masse zwischendurch komisch und grieselig aussieht, wenn die gesamte Sahne eingerührt ist, wird es eine glatte, glänzende Creme sein. Diese Creme gibt man dann auf den Teig und stellt das ganze, abdeckt mit Frischhaltefolie, in einen kühlen Raum, aber nicht in den Kühlschrank. Im Kühlschrank geht der Glanz der Schokolade verloren.
All das kann man ganz prima bereits am Vortag vorbereiten.

Jetzt fehlt noch eine erfrischende Beilage, die hier in Form eines Orangensalates daher kommt.
Die unbehandelten Orangen waschen, die Schale in Zesten abziehen und in eine Schüssel geben. Dann die Orangen schälen, am besten über einer weiteren Schüssel, dabei die weiße Haut entfernen, und filetieren. Dabei den Saft auffangen und den angedrückten Kardamom im Orangensaft ziehen lassen. Wenn eine Orange komplett filetiert ist, den Rest kräftig ausdrücken. Die Filets in eine andere Schüssel geben und den Saft ab und an in die Saftschüssel abgießen.
Die Zesten in einem kleinen Topf mit kaltem Wasser bedecken und bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Dann abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Diesen Vorgang wiederholen. Danach 4 EL Wasser zu den abgegossenen Zesten in den Topf geben und den Zucker darin unter Rühren auflösen. Aufkochen lassen und ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis die Zesten glasig sind. Dann etwas abkühlen lassen.
Den Saft durch ein Sieb in einem Topf gießen und einige Minuten einkochen lassen. Die Zesten unterrühren und alles abkühlen lassen. Über die Orangenfilets geben und mit 1 TL frischem Thymian vermischen. Etwas ziehen lassen.
Zum Anrichten die Tarte vorsichtig aus der Form lösen und in schmale Stücke schneiden. Die Orangenfilets mit etwas Saft daneben platzieren und die Zesten auf dem Kuchen verteilen.

Kerstins Erfahrungen: 
Hui.... das ist mal eine mächtige Tarte. Der Orangensalat ist die perfekte, leichte Ergänzung dazu. Ich gebe zu, das dieses Dessert ziemlich aufwändig ist, aber es ist jeden Bissen wert. Den Orangensalat wird es im Winter sicherlich noch öfter als Dessert geben.
Das Tarterezept ist übrigens für 4 Personen berechnet, allerdings kann diese Portion kein Mensch essen, zumindest nicht, wenn man vorher schon Suppe und Hauptgang hatte. Für Schokoholiks ist das unbedingt zu empfehlen!

Dienstag, 25. Februar 2014

Mini-Pavlovas mit Schokoparfait

Irgenwie bin ich ganz über das 2. Dessert für Weihnachten hinweggekommen. Da inzwischen ja schon fast Frühling ist, passt eigentlich doch trotzdem, im Grunde genommen geht Eis immer! Ich habe ja keine Eismaschine, jedenfalls noch nicht, und solange behelfe ich mir mit Parfait, das funktioniert auch ohne. Und Pavlovas sind ja auch nur Baiser, also ein Dessert für Dessert-Spezialisten wie mich. Gut vorzubereiten und erfreulich unkompliziert. Gefunden habe ich das Rezept in der Zeitschrift "lecker" Ausgabe 12/13. Die Rumrosinen, die im Originalrezept sind, habe ich mir geschenkt, die mag ich nicht. Hier nun die alkoholfreie Variante, also kindertauglich!
Bitte daran denken: das Parfait muss über Nacht in den Tiefkühler, also Zeit und Platz einplanen.

Mini-Pavlovas mit Schokoparfait
Zutaten: 
Schokoparfait (Vortag)
50 gr. Zartbitterschokolade
2 Eier
250 gr. Schlagsahne
50 gr. Zucker
1 TL Backkakao

Pavlovas (Vortag)
2 Eiweiß
Salz
1 EL Zitronensaft
100 gr. Zucker
1 TL Speisestärke

Schokosauce (nächster Tag)
100 gr. Zucker
Salz
50 gr. Backkakao

Zubereitung: 
Für das Parfait die Schokolade in Stücke brechen und im heißen Wasserbad schmelzen. Abkühlen, aber nicht fest werden lassen. Die Eier trennen und die Eiweß steif schlagen und kalt stellen. Die Sahne ebenfalls steif schlagen. Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Kakao mit dem Handrührer schön cremig rühren. Die abgekühlte Schokolade unterrühren und die hälfte der Sahne einrühren. Anschließend die restliche Sahne und das Eiweiß unterheben, nicht zu sehr rühren. Eine Kastenform mit Klarsichtfolie auslegen und die Eismasse hineingeben. Das Ganze über Nacht einfrieren.,
Für die Pavlovas als erstes den Backofen auf 75°C (Umluft) vorheizen. Dann die beiden Eiweiß mit einer Prise Salz und dem Zitronensaft steif schlagen. Ganz am Schluß den Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen bis der Zucker sich aufgelöst hat und dann die Stärke zufügen. Mit einem Esslöffel acht Kleckse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. In die Mitte eine Vertiefung machen. Das Ganze dann für 2,5 Stunden im Ofen mehr trocknen als backen lassen. Über Nacht auskühlen.
Am nächsten Tag dann noch die Schokosauce zubereiten. Dafür den Zucker mit 125 ml Wasser und einer Prise Salz aufkochen lassen. Den Kakao einrühren und alles 5 Minuten köcheln lassen. Die Sauce auskühlen lassen.

Zum Anrichten dann eine Pavlova auf einen Teller geben, vom Parfait eine Nocke oder Kugel ausstechen und in die Vertiefung setzen. Mit der Schokosauce servieren.

Kerstins Erfahrungen: 
Es ist so wunderbar einfach Parfait zu machen. Und ich liebe Schokoladeneis! Die Schokosauce hält sich übrigens locker ein paar Tage im Kühlschrank, wenn sie überhaupt so lange hält... Also ein Dessert zum einfach so wegessen und auch für eine größere Anzahl Gäste geeignet. Und wer mag, gibt ins Parfait noch ein bisschen Rumrosinen dazu und nennte es dann Malaga-Parfait.

Freitag, 10. Januar 2014

Nougat Mousse mit Orangen-Maracuja-Kompott

Und zum Abschluß des erstes Menüs gab es natürlich auch eine Nachspeise. Auch diese ist wunderbar vorzubereiten, man sollte Mousse und Kompott schon am Vortag zubereiten, dann kann alles schön auskühlen und durchziehen.
Gefunden habe dieses Rezept in der Ausgabe 11/2013 der Zeitschrift Essen und Trinken.

Nougat Mousse mit Orangen-Maracuja-Kompott

Zutaten für 4 Personen:
Nougat Mousse
2 Blatt weiße Gelantine
50 gr. Nuss-Nougat-Masse
50 gr. dunkle Kovertüre
2 Eigelb
2 EL brauner Rum
300 ml Schlagsahne

Orangen-Maracuja-Kompott
3 Bio-Orangen
5 Maracujas
50 gr. Zucker
3 Korianderkörner
1 TL Speisestärke
2 EL brauner Rum

20 gr. dunkle Kuvertüre

Zubereitung:
Am Tag zuvor:
Die Gelantine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Nougat und Kuvertüre grob hacken und über dem Wasserbad schmelzen. Dann (und wirklich dann erst) die Eigelbe zusammen mit dem Rum über einem weiteren Wasserbad schön cremig aufschlagen. Nicht locker lassen, das dauert ein bisschen. Das Wasserbad für die Nougatmasse auf kleinste Flamme stellen, die soll nicht anbrennen. Wenn die Ei-Rum-Mischung schon dick-cremig ist, die flüssige Nougatmasse einrühren. Die Gelantine ausdrücken und auch unter die Masse heben. Gut durchrühren, sodass sich keine Klumpen bilden. Die Masse jetzt ca. 10 Minuten abkühlen lassen und dabei immer wieder durchrühren. In der Zwischenzeit die Schlagsahne steif schlagen und die Hälfte unter die Masse rühren, die andere Hälfte vorsichtig unterheben. In eine Schüssel füllen und abgedeckt im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
Für den Kompott die Schale einer Orange abreiben und die Orange entsaften. Es sollten ca. 125 ml Saft dabei herauskommen. Die anderen beiden Orangen so schälen, dass die weiße Haut entfernt wird, dann halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Orangenscheiben in ein Glas geben. Die Maracujas halbieren und das Innenleben in einen Messbecher geben. Die Masse ganz kurz mit einem Stabmixer anpürieren und dann durch ein Sieb in einen Topf passieren. Ein paar Kerne aufbewahren. Orangensaft, 1 TL Orangenschale, den Zucker und die Korianderkörner ebenfalls in den Topf geben. Alles aufkochen lassen. Die Stärke mit dem Rum gut vermischen (keine Klümpchen) und in den kochenden Saft rühren. Den angedickten Saft durch ein Sieb in das Glas über die Orangenscheiben gießen und die beiseite gestellten Maracuja-Kerne darüber streuen. Auch dies im Kühlschrank über Nacht stehen lassen.
Die restliche Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf Backpapier geben. Ein gleich großes Stück Backpapier darüber legen und mit einem Nudelholz verteilen. Aufpassen, dass nichts ausläuft. Dann beide Papiere gemeinsam sehr eng aufrollen und für eine Stunde in den Tiefkühler legen. Beim Ausrollen bricht die Kuvertüre und man bekommt dünne Schokostreifen.
Zum Anrichten die Orangenscheiben und den Kompott in eine Schlage geben, aus dem Mousse Nocken stechen und darauf setzen. Mit den Schokostreifen dekorieren.

Kerstins Erfahrungen: 
Ich bin ja nun wirklich nicht die Dessert Queen, aber das habe selbst ich hinbekommen. Und es war sooo lecker.... die Maracujas, die leicht säuerlich sind, harmonieren wirklich sehr gut mit den Orangen. Und die Nougat-Mousse ist kinderleicht, wenn man die Reihenfolge beachtet und aufpasst, dass keine Klümpchen entstehen. Klar hatte ich Kümpchen im Mousse.... ich übe noch.... Die Idee für die Schokostreifen finde ich super, davon kann man auch immer eine Rolle im Tiefkühler haben.

Sonntag, 23. Juni 2013

Erdbeerkaltschale mit Limetten-Quarknocken

Ich bin ja wirklich keine Dessert-Queen. Essen ja, gerne - machen, naja.... Aber wir haben ja Erdbeerzeit und die leckeren Früchte wollen ja irgendwie verarbeitet werden. Also habe ich mal nach Alternativen zu Eis und Quark gesucht und in der Essen & Trinken, Ausgabe 05/2011 auch gefunden. Und ich hatte auch tatsächlich alles im Haus. Das Rezept ist ein bisschen aufwändiger und eine Kühlzeit von einer Stunde zu beachten. Ich habe es, wie immer, ein bisschen angepasst....

Erdbeerkaltschale mit Limetten-Quarknocken

Zutaten: 
Erdbeerkaltschale
3 Kardamomkapseln
45 gr. Zucker
50 ml Weißwein
150 ml Orangensaft
25 ml Zitronensaft
1/2 Vanilleschote
600 gr. Erdbeeren

Limetten-Quarknocken
125 gr. Magerquark
2 Scheiben Sandwichtoast
15 gr. weiche Butter
15 gr. feiner Zucker
abgeriebene Schale einer Bio-Limette
Mark 1/2 Vanilleschote
Salz
2 Eigelb

Puderzucker 
Erdbeeren zur Deko

Zubereitung: 
Kaltschale:
Die Samen aus den Karamomkapseln lösen und leicht andrücken. Die Vanilleschote halbieren und das Mark aus einer Hälfte auskratzen. Den Zucker in einem Topf hellbraun karamelisieren lassen, mit Wein, O-Saft und Zitronensaft ablöschen. Der Karamell löst sich von alleine auf, man braucht nichts vom Boden abkratzen! Vanillemark und -Schote sowie den Kardamom hineingeben. Alles 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Durch ein feines Sieb in eine Schale gießen und abkühlen lassen.
Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren. Die Früchte in einen Mixer geben. Den abgekühlten Orangen-Vanille-Sud zugeben und alles fein mixen. Mindestens eine Stunde kalt stellen.

Limetten-Quarknocken: 
Den Quark durch ein Passiertuch oder ein Küchentuch gut ausdrücken. Die Toastscheiben entrinden, in Stücke schneiden und in der Küchenmaschine zu feinen Brösel verarbeiten. Butter, Zucker und das Vanillemark der anderen Schotenhälfte mit einer Prise Salz und der Hälfte der Limettenschale mit dem Handrührer cremig rühren. Beide Eigelbe zugeben und wieder gut unterarbeiten. Dann den Quark und die Brösel unterrühren und die Masse ebenfalls eine Stunde kalt stellen.

Einen kleinen Topf mit Wasser zum kochen bringen, dann runterschalten. Mit zwei angefeuchteten Teelöffeln aus der Quarkmasse Nocken abstechen und in das nicht mehr kochende Wasser geben. Die Nocken 5-6 Minuten ziehen lassen und dann mit einem Schaumlöffel aus dem Topf nehmen und abtropfen lassen.
Die Erdbeerkaltschale in einem tiefen Teller anrichten, die Nocken darauf geben mit weiterer Limettenschale, Erbeerstückchen und Puderzucker dekorieren.

Kerstins Erfahrungen: 
Ich habe zum ersten Mal überhaupt Quarknocken gemacht. Und sie sind auf Anhieb gelungen! Durch die Limettenschale schmecken die Nocken sehr frisch und harmonieren hervorragend mit der Erdbeerkaltschale. Bei dieser gefällt mir besonders die Kardamomnote, die zusammen mit Vanille und Orangensaft den Geschmack der Erdbeeren noch einmal hebt. Den Kardamom könnte ich mir auch gut in Erdbeereis vorstellen.
Das gibt es bestimmt wieder bei uns!!

Sonntag, 5. August 2012

Kochen für Freunde - Maccaroni mit Blumenkohl nach Jamie Oliver

Diese Rubrik wird in nächster Zeit ausgebaut werden, da ich demnächst ab und an mal Freundinnen bewirten werde. Einen Probelauf haben wir schon hingelegt. Da das meist unter Woche stattfindet, müssen die Rezepte unkompliziert und gut vorzubereiten sein. Den Anfang hat mal wieder ein 30-Minuten-Menü von Jamie Oliver gemacht. Ich weiß bereits aus Erfahrung, dass die nicht für normale Menschen in 30 Minuten zu kochen sind. Also lasse ich mich da nicht hetzen...
Und wenn man dann auch weiß, was man im Februar in seinem Blog geschrieben hat, braucht man sich nicht alle Mühe mit der Dessertbeschreibung umsonst machen.. *rolleyes*

Das Menü beinhaltete:

Maccaroni mit Blumenkohl

Zutaten für 6 Personen: 
8 Scheiben Bacon oder Pancetta
1 großer Kopf Blumenkohl
500 gr. Maccaroni 
250 gr. Cheddar Käse
4 Scheiben Brot (Toast geht auch)
2 Knoblauchzehen fein gehackt
2 Rosmarinzweige
Olivenöl
250 gr. Creme Fraiche
Salz, Pfeffer
frisch geriebener Parmesan zum Servieren

Zubereitung:
Den Bacon in eine Auflaufform legen, die so groß ist, dass später auch die Nudeln und der Blumenkohl reinpassen. Im Ofen bei 200°C knusprig braten. In der Zwischschenzeit den Blumenkohl in Röschen teilen und gemeinsam mit den Nudeln in Salzwasser garen. Die Nudeln dürfen noch bissfest sein, schließlich sollen die noch in den Ofen. Den Cheddar reiben. Brot, Bacon, Rosmarinnadeln und Olivenöl in der Küchenmaschine zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Das Olivenöl nach und nach einarbeiten, nicht zu viel, es sollen ja Krümel werden. Den Käse mit der Creme Fraiche, ca. 400 ml Nudelwasser und den Knoblauchzehen zu einer Masse verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Blumenkohl leicht mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerdrücken und gemeinsam mit den Nudeln in die Auflaufform geben. Die Käsemasse angießen und alles gut vermischen. Zu guter Letzt noch die Brot-Pancetta-Olivenöl-Krümel darüber streuen und ab für ca. 10 Minuten in den Ofen. Wenn alles kocht und goldbraun ist, ist der Auflauf fertig.

Dazu wollte ich noch etwas frisches machen, kommt zu schweren Aufläufen eigentlich immer ganz gut. Also auf ein bewährtes Rezept zurückgegriffen:


Hacksalat
Zutaten: 
Möhren
Stangensellerie
Salatgurke
Paprika
Tomate
rote Zwiebel
Zuccini
Eisbergsalat

Zubereitung:
Alles ganz klein hacken.
Die Mengen nach Belieben variieren, je nach dem, was so im Haus ist.
Aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker und ein paar Kräutern ein Dressing erstellen und schon fertig! Das kann gut eine halbe Stunde durchziehen.


Und weil es auch noch lecker Nachtisch geben sollte, mussten ein paar Pfirsiche dran glauben:


Pfirsiche mit Custard

Das gab es schon mal hier im Blog: Nachtisch mit Pfirsichen und Custard

Also nicht dass es jetzt heißt die kann nix anderes, aber dieses Dessert ist halt einfach und gut. Und ganz ehrlich: Nachtisch ist nicht zwingend meine Paradedisziplin, aber ich werde daran arbeiten.
Dieses Mal habe ich die Pfirische ohne Zimtstange einfach mit etwas Zucker überstreut im Ofen gebacken, die Restwärme vom Auflauf ausnutzen. Das dauert dann ca. 15 Minuten. Dann wie beschrieben fortfahren. Statt Shortbread kann man auch Kokoskekse nehmen.

Kerstins Erfahrungen: 
Alles in allem hat die Zubereitung aller 3 Gerichte ungefähr 45 Minuten gedauert. Ich habe den heißen Ofen von dem Auflauf für die Pfirsiche genutzt (wie gesagt) und habe das Dessert nach dem Hauptgang fertig gestellt.

Der Hacksalat ist ein tolle Sache zur Restverwertung. Wieder mal Staudensellerie und Möhren übrig? Schnell noch eine Gurke und ein paar Tomaten dazu und schon hat man einen leckeren Beilagensalat. Auch beim Dressing kann man schön variieren.
Der Auflauf ist eine Wucht. Je nach Käsesorte sollte man mit dem Würzen ruhig experimentieren. Curry passt allerdings gar nicht ;-) Die Kruste hört sich zwar ungewöhnlich an, geht aber schnell und schmeckt sehr lecker. Ich habe eine Mischung aus Pancetta und Bacon genommen. Wird ja eh alles geschreddert....
Zum Dessert ist an anderer Stelle ja schon genug geschrieben worden. Es lohnt sich auf jeden Fall frische Pfirsiche zu verwenden!

Meinen Gästen hat es geschmeckt und alle waren satt und zufrieden. Man kann alles auch mit anderen Gerichten kombinieren.Und versprochen: das nächste Dessert wird ein anderes!!








Freitag, 15. Juli 2011

Picknick beim kleinen Fest im großen Garten

Mittwoch waren wir zur öffentlichen Premiere des jedes Jahr stattfindenden "Kleines Fest im großen Garten". Kleinkunst in der wunderschönen Kulisse der Herrenhäuser Gärten. Wie immer sind alle Vorstellungen in diesem Jahr bereits ausverkauft und nur wer sich zeitig anstellt, hat die Möglichkeit Karten an der Abendkasse zu erstehen (max. 2 pro Person). Wir hatten in diesem Jahr so gar kein Losglück und haben im Vorverkauf keine Karten bekommen. Aber liebe Freunde von uns hatten das notwendige Quentchen Glück und haben uns freundlicher Weise mitgenommen. Insgesamt waren wir zu sechst. Zu dieser Veranstaltung ist es gang und gebe, vorher (zwischen Einlass und Veranstaltungsbeginn) zu picknicken (und die Reste zwischendurch zu verzehren). Also flugs rumgefragt, wer macht was? Zucchinimuffins und Frühlingrollen waren bereits vergeben, der Mann an meiner Seite hatte sich für Mini-Schaschlik entschieden und ich habe angefangen Bücher zu wälzen....
Da bei diesen Veranstaltungen ja auch dem Alkohol etwas zugesprochen wird (manchmal auch etwas mehr) wollte ich mal etwas Anti-Alkoholisches mit Geschmack beisteuern. Da gibt es ja jede Menge Rezepte. Eines davon habe ich in einem Kochbuch gefunden, aus dem ich bisher noch gar nichts gekocht hatte: Take me away . Jedenfalls weißt es keine verräterischen Flecke oder Knicke auf. Und da fand ich nicht nur Limonade, sondern auch eine Nachtisch, der sich prima in Gläsern transportieren lässt.
Hier aber erst einmal unsere Verpflegung:
Picknick mit Zucchinimuffins, Mini-Schaschlik, Hähnchen mit Chutney im Frühlingsrollenteig, Käsewürfel, Schokocremetöpfchen, Rinderschinken gefüllt mit Rucola und Pinienkernen, Brot und Cafe de Paris-Butter


Ich habe also Limonade gemacht:

Zutaten für ca. 1 Liter Limonade: 
400ml Wasser
400gr Zucker
Schale von einer Bioorange, geraspelt
7 Biozitronen, Schale geraspelt und ausgepresst
3TL Zitronensäure (Apotheke)
1/2TL Bittersalz (Apotheke)
Mineralwasser

Aus dem Wasser und dem Zucker Sirup kochen. Bis auf das Mineralwasser alle anderen Zutaten hinzugeben, gut durchrühren und dann abkühlen lassen. Dann durch ein Tuch in eine Flasche abseihen. Zum Servieren einfach Sirup in Gläser geben, mit Mineralwasser auffüllen und gegebenenfalls mit Eis servieren.

Und so sieht das dann aus:
Limonade   

Und als Dessert gab es (leider unfotographiert):

Schokocremetöpfchen

Zutaten: 
2TL Creme Double
100gr Bitterschokolade
100gr Espressoschokolade
50gr Puderzucker
2TL Zimt
4EL Orangensaft (eigentlich Amaretto oder Cointreau, aber das ging nicht)
400gr Mascarpone

CremeDouble mit den beiden Schoggis in der Mikrowelle langsam schmelzen lassen. Puderzucker und Zimt unterrühren, den Saft hinzugeben. Alles schön cremig rühren. Den Mascarpone unterheben, bis ein marmorartiger Effekt entsteht. In Gläser füllen und ab in den Kühlschrank damit. Zum Servieren evtl. Waffeln dazu reichen.

Kerstins Erfahrungen:
Limo: echt lecker, schön sauer! Und jeder kann den Grad der Verdünnung selbst bestimmen. Das Bittersalz dient hier zur Konservierung. Keine Ahnung, ob man das wirklich braucht, bei 6 Personen war die Flasche am Ende des Abends fast alle. Achtung: von dem Bittersalz wirklich nur ganz wenig nehmen, normalerweise wird es zur inneren Reinigung vor dem Fasten verwendet.

Schokocremetöpfchen: Mächtig gewaltig... erst habe ich gedacht: Mensch, dass ist aber wenig.... und das soll für 8 Portionen sein.... nächstes Mal nehme ich kleinere Gläser, dann sieht das mehr aus....
Alles falsch! Das ist derartig mächtig durch diesen riesen Mascarponeanteil, dass wir das nicht in einem aufessen konnten. GsD gibt es Kühltrollies, die auch die halbvollen Gläser problemlos kühl halten, bis zum nächsten Stop.

Beide Dinge sind ganz schnell zuzubereiten. Das war mir wichtig, weil ich unter der Woche nicht auch noch am Abend vorher stundenlang in der Küche stehen wollte (zusätzlich zum Abendessen). Die Limo hinterläßt ein wenig klebriges Chaos in der Küche, aber das ist ja immer so. Ich habe zum abseihen ein einfaches, selbstverständlich sauberes, Küchenhandtuch verwendet. Man sollte nur von Zeit zu Zeit die geraspelte Schale entfernen, sonst verstopft der Trichter (in den ich das Tuch gelegt habe).

Sonntag, 12. Juni 2011

Pfingstsonntag Dessert: Szechuan-Erdbeer-Törtchen

Finally.... die Nachspeise

Szechuan Erdbeeren mit Mandelcreme


Ich wollte unbedingt etwas mit Erdbeeren machen und habe in der Zeitschrift Essen und Trinken, Ausgabe 5/2011 ein leckeres Rezept gefunden (und ein bisschen abgewandelt):

Zutaten für 6 Törtchen: 

6 fertige Mürbeteigtörtchen
4 TL Mandelcreme (Refomhaus oder Biomarkt)
200 ml Milch
20 gr. Speisestärke
50 gr. Zucker
2 Eigelb
150 gr. Creme Fraiche
2 EL Zucker
100 ml Weißwein
150 ml roter Portwein
3 TL Szechuan Pfeffer
1 TL Speisestärke
1 TL abgeriebene Schale von Biozitronen
Erdbeeren

Die Speisestärke mit dem Eigelb und dem Zucker schaumig schlagen. Dann das Mandelmus mit der Milch erwärmen. Den Speisestärkenmix und die Creme Fraiche hinzufügen, alles eine Minute kochen lassen, gut durchrühren und kühl stellen.  Mindestens für eine Stunde.
Für die Sauce den Zucker karamelisieren lassen, mit Weiß- und Portwein ablöschen und 10-15 Minuten einkochen lassen. die Speisestärke mit 2-3 EL Wasser verrühren und dann die Sauce damit abbinden. Den Szechuanpfeffer im Mörser fein mahlen und mit der Zitronenschale in die Sauce geben. 

Zum Anrichten die Törtchen auf einen Teller geben, die Mandelcreme kurz aufschlagen und dann ein bis zwei Esslöffel auf das Törtchen geben. Die gewaschenen und geputzen Erdbeeren darauflegen und ein wenig Sauce (max. lauwarm) darüberträufeln. 

Kerstins Erfahrungen: 
Das ist echt saulecker... Natürlich kann man die Törtchen auch selbst machen, aber wir hatten gerade welche da. Außerdem hatte ich schon gebacken und Tortenboden ist eh nicht so mein Ding. Die Erdberen müssen nicht gesüßt werden. Man sollte aber vorsichtig sein, zu viel Sauce hinterläßt doch eine deutliche Schärfe im Mund.