Sonntag, 3. Juli 2011

Involtini vom Kalb mit Salbei und selbstgemachten Nudeln

Wenn das Extra-Heft einer Frauenzeitschrift (hier war es die Für Sie) "So schmeckt der Süden" heißt, kann ich nur ganz schlecht daran vorbeigehen. Gekauft, gelesen und für gut befunden... Und da der Schlachter unseres Vertrauens (na gut, einer von dreien) gerade Kalbsschnitzel im Angebot hatte, fühlte ich mich genötigt, die "Involtini vom Kalb mit Salbei" nachzukochen. Die Überlegung: was essen wir dazu, dauerte keine 5 Minuten, da war klar, dass Bandnudeln ganz toll passen würden und selbstgemacht sind die natürlich am Besten.

Involtini vom Kalb mit Orangensauce und Bandnudeln

Zutaten für 2 Personen

3 Schalotten
4 EL kalte Butter
1 TL Senf
4 Kalbsschnitzel
Salz, Pfeffer
Orangenmarmelade
Salbei (blätter)
1 EL Orangenlikör
1/8 ltr Orangensaft
1/8 ltr Rinderfonds

200 gr. Mehl (Typ 405)
2 Eier


Aus dem Mehl und den Eier einen Teig erstellen und gut durchkneten. Dann in Frischhaltefolie verpackt mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Dann mit der Nudelmaschine Bandnudeln herstellen. Diese können solange getrocknet werden, bis die Involtini vorbereitet sind und das Nudelwasser kocht.

Für die Involtini die Schalotten schälen und in dünne Scheiben hobeln. 1 EL Butter in einer Pfanne zerlassen und die Schalotten anschwitzen. Mit dem Senf verrühren und aufpassen, dass nichts anbrennt. Die Schnitzel einzeln in einen Gefrierbeutel geben und mit einer schweren Pfanne platt klopfen. Dann mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Orangenmarmelade bestreichen. Darauf dann die Schalotten-Senf-Mischung geben und Salbei(blätter) hinzufügen. Die Involtini einrollen und gegebenenfalls feststecken. Die Röllchen in einer Pfanne (mit 2 EL Butter) von allen Seiten braun anbraten, dann mit Alufolie abgedeckt bei ca. 60°C in den Ofen schieben zum Warmhalten.
Für die Sauce den Bratensatz mit dem Orangenlikör ablöschen, dann Orangensaft und Rinderfonds hinzufügen und alles auf die Hälfte einkochen lassen. Mit 1 EL kalter Butter binden.
Die Involtini, die Sauce und die Nudeln anrichten.

Kerstins Erfahrungen:
Der Nudelteig mit normalem Mehl funktioniert ganz prima. Bisher hatte ich immer Typico 00 gekauft, aber das bekommt man hier so schlecht, nur in italienischen Feinkostläden.
Die im Originalrezept angegebenen Mengen für die Füllung sind meiner Ansicht nach zu wenig, deshalb habe ich drei statt 2 Schalotten genommen, beim nächsten Mal nehme ich vier. Statt Dijonsenf habe ich englischen Mustard genommen. Der war halt gerade da. Bei uns war nur Orangenmarmelade mit Whisky im Hause, hat man nicht durchgeschmeckt, obwohl die Marmelade sehr intensiv danach schmeckt. Der Likör war Blutorange, ist aber auch nicht weiter aufgefallen. Was allerdings auffiel, und das passiert nicht noch mal: ich hatte vergessen Salbeiblätter zu kaufen und unsere auf dem Balkon sind noch sehr klein. Also habe ich ein paar abgezupft und ansonsten getrockneten Salbei verwendet. Keine gute Idee, wenn man so ein Stück erwischt hatte, war der gesamte Mund voller Salbeigeschmack. Das kann schon sehr intensiv sein. In die Sauce kam noch der Rest der Kräuter Creme Fraiche die ich noch von gestern übrig hatte. 
Alles in Allem sehr lecker, gibt es bestimmt wieder.

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