Dienstag, 3. Januar 2012

Willkommen in 2012....

Erst einmal ein Gutes Neues Jahr!!
Hoffen wir, dass es besser wird als das Letzte....
Es fehlen noch ein paar Weihnachtsrezepte aus 2011, ein Review des Whiskydinners mit dem Whiskykoch und eine "kulinarische" Zusammenfassung des Jahreswechseltrips nach London, aber es ist mir wichtiger schon mal einen kleinen Ausblick auf 2012 zu geben.
Ich habe mir da schon ein paar Dinge vorgenommen. Klar geht es hier weiter, wäre ja noch schöner.... ;-)
Einige wissen vielleicht, dass ich im letzten Jahr am 12. Februar das Rauchen endgültig aufgegeben habe. Daraus, und aus ein ganz klein wenig (aber nur ein klitzekleines Bisschen) Sportmangel haben sich ein paar Kilos zu viel angesammelt, die es in diesem Jahr zu bekämpfen gilt. Und das werde ich auch tun.... wenn ich das Eine schaffe, schaffe ich auch das Andere..... Da dies aber kein Diät-Blog werden soll (von Diäten halte ich so gar nichts), braucht ihr auch keine Befürchtungen zu haben: es wird weiter hoffentlich lecker gekocht, allerdings viel mehr vegetarisch. Der Mann an meiner Seite ist demnächst wieder viel beruflich unterwegs, gekocht wird trotzdem, dann aber für eine Person.
Zum Anderen werde ich versuchen, viel genauer einzukaufen und weniger Lebensmittel zu entsorgen. Das ist eines meiner Ziele für 2012: bewusster einzukaufen und zu kochen.
Leider hat Arthurs Tochter das Experiment in Ihrem Blog wieder aus der Öffentlichkeit gekommen, was ich absolut nachvollziehen kann. Es hat mich dazu bewogen, zumindest in den ersten Monaten diesen Jahres, mal wieder die Einkäufe zu addieren und einen Überblick über unsere Lebensmittelrechnungen zu bekommen. Ein komplettes Haushaltsbuch halte ich nicht durch, habe ich schon zigmal probiert, aber Lebensmittel müsste gehen.
Das Zweite große Ziel heißt: "Ich koch mich durch meine Kochbücher!" Es gibt so nette Blogevents wie: "Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen" und so weiter. Da ich allerdings schon bei der ersten Teilnahme an einem Blogevent gescheitert bin, werde ich versuchen mich erstmal hier mehr einzubringen und dann in der 2. Jahreshälfte mich noch mal an einer Blogeventteilnahme versuchen.
"Ich koche mich durch meine Kochbücher!" erfordert erst einmal eine Bestandsaufnahme aller Kochbücher.... ich hoffe, ich schaffe das bis zum Wochenende.
Axo: das Wichtigeste hätte ich beinahe vergessen: Ich gelobe Besserung, was meine Fotos angeht.... Bisher hatte ich die Bilder nicht sooo wichtig genommen. Angeregt durch einige Diskussionen denke ich inzwischen, dass ich mir mehr Mühe geben sollte.... Es wird keinen Schnickschnack in Sachen Deko geben, das ist nicht mein Stil und meine Rezepte geben das auch nicht her... da ich mir aber sowieso eine neue Kamera kaufen möchte, werde ich die Auswahl auch an diesen Blog anpassen. Wenn man schön kocht, sollte man auch schöne Bilder haben.... 

Was steht sonst noch an für 2012?
Nun, weitere Ziele und Wünsche haben nicht unbedingt etwas mit Kochen zu tun, und daher in diesem Blog auch nicht viel zu suchen.

Lasst es euch gut gehen in 2012, ich werde das auch tun..... ;-)

Montag, 19. Dezember 2011

Osso Bucco alla milanese

Samstag kann auch mal ein guter Schmortag sein. Wenn schon die Kalbsbeinscheiben im Angebot sind, dann kann ich auch gleich eines meiner Lieblingsschmorgerichte machen: Osso Bucco.... ich liebe Osso Bucco.... Vor ein paar Jahren waren wir mal für ein paar Tage in Mailand und selbstverständlich gab es für mich Osso Bucco. Und ganz ehrlich: es war fast so wie das, was ich mache. Ist also gar nicht so schwer, nur etwas aufwändig.... Axo: das Rezept ist aus meinem uralten, aber immernoch sehr aktuellen Kochbuch: die echte Italienische Küche (von GU, von wem sonst).

Osso Bucco alla milanese

Zutaten für 4 Personen: 
4 Kalbsbeinscheiben 
Mehl
4 Möhren
4 Stangen Staudensellerie
3 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
 1 kg Tomaten 
1 Bund Petersilie (gehackt)
4 EL Butter
6 EL Olivenöl
1/4 ltr. Weiswein
1/2 ltr. Gemüsebrühe
Kalbsfond
Thymian, Oregano, 2 Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer



Möhren, Staudensellerie, Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Die Kalbsbeinscheiben mit Küchengarn rund binden und mehlieren. Das überschüssige Mehl sorgfältig abklopfen. Die Tomaten kreuzweise einritzen und mit kochendem Wasser überbrühen. Die Haut abziehen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch grob würfeln. Die Butter in einem Bräter zerlassen und das gewürfelte Gemüse darin anbraten und dann vom Herd nehmen. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Beinscheiben darin von beiden Seiten hellbraun anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf das Gemüse setzen. Den Backofen auf 175°C vorheizen. Das Öl aus der Pfanne entfernen und den Bratensatz mit dem Weißwein ablöschen. Den Wein auf ca. 4-6 EL reduzieren lassen. Nun 1/4 ltr. Gemüsebrühe auffüllen und die Kräuter, Gewürze und Tomaten hinzugeben. Die Soße einmal aufkochen lassen und dann über den die Fleischstücke im Bräter gießen. Das Ganze zugedeckt für ca. 2-3 Stunden in den Ofen geben. Evtl. weitere Flüssigkeit angießen.

Währenddessen aus der abgeriebenen Schale von 1 Biozitrone, 1/2 Bund gehackter Petersilie und 3 ganz fein gewürfelten Knoblauchzehen Gremolata herstellen.

Die Beinscheiben mit der Gemüsesauce und etwas Gremolata zusammen essen. Dazu passen entweder Risotto oder Kartoffeln.

Kerstins Erfahrungen: 
Dies ist das klassische Rezept, ich habe es schon recht häufig gemacht. Da der Mann an meiner Seite leider nicht sooo gerne Risotto dazu isst, gibt es bei uns Kartoffeln dazu. Passt eigentlich auch ganz gut. Die Gremolata dazu ist göttlich.... Lieber etwas länger schmoren lassen, eigentlich mindestens 3 Stunden. Das Fleisch sollte vom Knochen fallen.
Ich habe da noch eine Version mit Fenchel gesehen... die gibts dann beim nächsten Mal...

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Süßkartoffel- und Erdnuss- Gratin

Bei der letzten Bestellung bei Amazon UK ist neben drei Koch-DVDs (2x Nigel Slater und 1x Jamie Oliver) auch ein neues Kochbuch rausgesprungen: "River Cottage veg every day" Inzwischen habe ich den Überblick über die vegetarischen Kochbücher verloren... ich muss unbedingt mal die Kochbücher sortieren.... Und irgendwie ist gerade Süßkartoffelzeit und ich habe dort ein sehr interessantes Rezept gefunden. Da der Mann an meiner Seite nicht so wriklich davon überzeugt war, habe ich mir das mal für mich alleine gekocht.

Süßkartoffel-Erdnuss-Gratin


Zutaten für eine Person: 
1 große Süßkartoffel
1 EL Sonnenblumenöl (+ Öl für die Form)
1 Knoblauchzehe
1/2 Becher Schmand
Salz, Pfeffer, Chiliflocken
3 TL Erdnussbutter mit Stückchen (crunchy)
1 TL Limettensaft
Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Süßkartoffel schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Den Knoblauch fein würfeln. Eine Auflaufform mit ein wenig Öl benetzen. Schmand, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Sonnenblumenöl und Chiliflocken gut verrühren und dann mit den Süßkartoffelscheiben mischen. Die Erdnusbutter mit Limettensaft, einen ganz klein wenig Öl und Salz und Pfeffer zu einer glatten (sofern man bei Stückchen von "glatt" sprechen kann) Paste verarbeiten.
Die Hälfte der Süßkartoffelscheiben in die Form schichten, die Erdnussbutterpaste darauf verstreichen und die andere Hälfte oben drauf legen. Wenn noch Schmand übrig ist, diesen auf die oberste Schicht geben.
Das Ganze erst abgedeckt (mit Alufolie) ca. 20 Minuten backen, dann die Folie entfernen und nochmals 30 Minuten offen garen lassen.

Kerstins Fazit: 
Gut, die Garzeit ist lange, aber das Warten lohnt sich!! Die Scheiben sollten gleichmäßig dünn sein, damit alle dieselbe Konsistenz haben. Man kann den Gratin auch noch fix unter den Grill schieben, ich habe heute darauf verzichtet. Vielleicht probiere ich das beim nächsten Mal. Das ist sooooo lecker, das gibt es wieder. Und wer weiß, vielleicht mag es ja irgendwann auch der Mann an meiner Seite.... ;-)

Parpadelle mit Wildschweinragout

Einer der diversen Schlachter in unserer Gegend hatte 'Wildschweinkeule ohne Knochen' im Angebot. Das kam mir bei der Frage: "Was essen wir denn mal?" sehr gelegen. Und das passende Rezept für ein Wildschweinragout war auch schnell gefunden: Aus den "Meat Basiscs" von GU hatte ich ohnehin noch nichts gekocht. Und Schmorgerichte gehen in dieser Jahreszeit immer.... Und die Papardelle  wollte ich ohnehin mal wieder selber machen.

Wildschweinragout mit Papardelle

Zutaten:
760 gr. Wildscherinkeule ohne Knochen
2 Zwiebeln
2 Möhren
ein bisschen Knollensellerie
2 kleine Stangen Lauch
1 Apfel
50 gr (oder nach Belieben) Bauchspeck
Butter und Öl
Salz, Pfeffer
1 TL Mehl
1 EL Tomatenmark
400 ml trockener Rotwein
1 EL Preiselbeeren
2 Lorbeerblätter
1 TL Wacholderbeeren
400 ml Wildfond
Zartbitterschokolade
Schmand


Das Fleisch in 3-4 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln und Möhren schälen und fein würfeln. Den Lauch gründlich waschen und in Streifen schneiden. Den Apfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Scheiben schneiden. Den Bauchspeck würfeln. 
Butter und Öl in einem Schmortopf heiß werden lassen und die Fleischwürfel portionsweise scharf anbraten und zur Seite stellen. Speck, Apfel und Gemüse in den Topf geben und andünsten. Mit Mehl bestäuben und mit dem Tomatenmark unterrühren und anbraten. Den Rotwein zum Ablöschen verwenden und alles mit Salz, Pfeffer und den Preiselbeeren abschmecken. Die Loorbeerblätter und die Wacholderbeeren in den Topf geben, dann die Fleischwürfel hinzufügen. Alles gut verrühren, den Deckel auflegen und alles bei kleiner Hitze 2 Stunden schmoren lassen.  Bei Bedarf den Wildfond angießen (wenn nicht mehr genug Flüssigkeit im Topf ist).
In der Zwischenzeit kann man schon mal die Papardelle machen: Pro 100 gr. Mehl ein Ei verrühren, ein klein wenig salzen und zu einem Teig verkneten. Diesen kann man jetzt ein bisschen ruhen lassen, bevor man ihn durch die Nudelmaschine dreht. Die fertigen Nudelplatten in breite Streifen schneiden und dann ein paar Minuten in kochendem Salzwasser garen. Diesen Schritt aber erst kurz vor dem Servieren machen.
Die fertig geschmorten Fleischwürfel wieder aus dem Topf fischen und beiseite stellen. Den Rest durch ein Sieb gießen und das Gemüse ausdrücken. Die Sauce im Topf wieder erhitzen, kleingehackte Schokolade (nicht mehr als 50 Gramm) einrühren und auflösen lassen. Den Schmand hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann das Fleisch wieder in die Sauce geben und noch einmal aufkochen lassen. 
Zusammen mit den Papardelle servieren. 

Kerstins Fazit:
Ich liebe Ragout, ich mach es nur zu selten..... und dieses hier war die richtige Anregung, um mal wieder mehr Ragout zu kochen.... war das lecker!! Besonders die Kombination aus Preiselbeeren und Schokolade in der Sauce war hervorragend. Und dem Mann an meiner Seite hat es auch gemundet, und der mag nicht so gerne Obst und Schokolade im heißen Essen (bei Nachspeisen ist er aber sehr gewillt Außnahmen zu machen... ;-)). Die Schoggi steht übrigens nicht im Originalrezept, die lag da so rum und war übrig vom Kekse backen.