Sonntag, 25. August 2013

Essenspläne und so.....

Letzten Sonntag (also heute vor einer Woche) habe ich beschlossen es mal mit einem Essensplan für die kommende (also die vergange) Woche zu probieren.
Manchmal weiß ich nachmittags noch nicht, was ich abends kochen soll und das nervt mich dann, weil wir oft nur so auf die schnelle etwas Fleisch in die Pfanne hauen und irgendwas dazu machen, was schnell geht. Irgendwie doof.
Und so haben mich Steph vom Kuriositätenladen und auch Sabine von Hamburg kocht, die das schon eine Weile machen, davon überzeugt, dass es einen Versuch wert ist. Mal abgesehen davon, dass solche Pläne auch prima dazu taugen, komplett über den Haufen geschmissen zu werden. Man weiß ja nie, was kommt....

Ich habe mich also munter daran gemacht, einen möglichst ausgewogenen und leckeren Wochenplan mit 2x Veggie zu erstellen.

Und der sah dann so aus:

Montag: Spaghetti Carbonara (Besuch hatte sich angesagt)
Dienstag: Schweinefiletmedallions mit Süßkartoffelpü und grünen Bohnen mit Pistazienpesto
Mittwoch: Ziegenkäse-Spinat-Tarte
Donnerstag: Krautfleckerl
Freitag: Hähnchenbrust im Estragonsauce
Samstag: Pizza (noch mehr Besuch)
Sonntag: Lammkotletts mit Rosmarinpolenta

Und was soll ich sagen: es hat erstaunlicherweise sehr gut geklappt und es war sooooo entspannt... kein Überlegen mehr, nur noch die frischen Sachen einkaufen und dann gleich loskochen. Und endlich auch mal aus Kochbüchern, die ich sonst so selten verwende. Alles steuerbar....

Das Fazit für die vergangene Woche fällt also positiv aus, und ihr wisst jetzt schon, was euch in den nächsten Tagen so an Rezepten erwartet.

Ergo: es gibt dann wohl jeden Sonntag einen Essenrückblick auf die letzte Woche. Ich freu mich drauf!!

Montag, 19. August 2013

Feine, grüne Bohnecremesuppe

Momentan sind ja Bohnen wieder total in... auch in der Speisekammer. Aber immer nur mit Speck in der Pfanne? Lecker, aber ein bisschen Abwechslung darf schon mal sein. In der Essen & Trinken 08/13 steht das Rezept für eine Bohnencremesuppe, dass sich sehr interessant anhörte. Und damit ist das schon das 3. Rezept aus diesem Heft. Es hat also meinen Geschmack voll getroffen. Auf die Pfifferlinge aus dem Originalrezept habe ich mangels vernünftiger Qualität verzichtet.

Grüne Bohnencremesuppe

Zutaten: 
500 gr. Grüne Bohnen
1 Schalotte
1 kleine Knoblauchzehe
2 mittelgroße Kartoffeln
frisches Bohnenkraut
3 EL Butter
3 EL Wermut
3 EL Weißwein
600 ml Gemüsebrühe
250 ml Schlagsahne
Salz, Pfeffer
100 gr. Speck
Zitronensaft
Zucker

Zubereitung:
Die Bohnen putzen und in kochendem Salzwasser blanchieren. Dann in ein Sieb schütten und mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Wenn sie dann etwas abgekühlt sind, in Stücke schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Kartoffeln auch schälen und in Würfel von ca. 5mm schneiden. Das Bohnenkraut entblättern. 2 EL Butter in einem Topf erhitzen und die Schalotten und den Knoblauch darin glasig dünsten. Dann die Kartoffeln zugeben und 2 Minuten weiterdünsten. Mit Wermut und Weißwein ablöschen. Alles schön einkochen lassen, dann mit Gemüsebrühe und ca. 100 ml Sahne auffüllen. Einen kleinen Teil der Bohnen beiseite legen, den Rest in die Suppe geben und ca. 10 Minuten bei milder Hitze offen köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und die Hälfte des Bohnenkrauts zugeben.
Den Speck in feine Würfel schneiden und mit etwas Butter in einer Pfanne auslassen. Die restlichen Bohnen zugeben und kurz mitbraten.
Die restliche Sahne in die Suppe geben und mit dem Pürierstab oder dem Mixer sehr fein pürieren. Die Suppe mit Zitronensaft und Zucker abschmecken, gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Suppe auf die Teller verteilen und mit den Speck-Bohnen bestreuen und das restliche Bohnenkraut darauf verteilen.

Kerstins Erfahrungen: 
Ich hatte noch nie eine Bohnensuppe mit grünen Bohnen gemacht. Diese hier muss sehr kräftig gewürzt werden. Aber dann ist sie sehr lecker. Die Menge reicht für 3-4 Portionen. Beim nächsten Mal werde ich noch etwas mehr Bohnenkraut zugeben, das tut der Suppe gut.

Samstag, 10. August 2013

Tomaten-Auberginen-Pasta mit Pfifferlingen

Ich versuche so ab und an mal dem Mann an meiner Seite Auberginen schmackhaft zu machen. Er mag sie nicht so gerne, wohl auch wegen der leicht matschigen Konsistenz, die sie zuweilen an den Tag legen. Ich hingegen liebe Aubergine und als im neuen Essen & Trinken (08/2013) dann Pasta und Auberginen und Pfifferlinge kombiniert wurden, war es mal wieder Zeit für einen neuen Versuch. Also auf geht's....


Tomaten-Auberginen-Pasta mit Ricottanocken und Pfifferlingen


Zutaten für 2 Personen: 
500 gr. Tomaten
1EL brauner Zucker
250 gr. Auberginen (1 Stück)
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Thymian
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 TL abgeriebene Zitronenschale
75 gr. Ricotta
150 gr. Pfifferlinge
200 gr. Spaghetti
50 gr. Pecorino
Basilikum

Zubereitung: 
Den Backofen auf ca. 200°C Umluft vorheizen. 
Tomaten halbieren, die Stielansätze entfernen. Eine Casserole mit Zucker ausstreuen und die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten auf den Zucker legen. 
Aubergine schälen und in ca. 1cm große Würfel schneiden. Mit 1 EL Olivenöl und 1TL Salz mischen und zu den Tomaten geben. Alles ca. 30 Minuten backen, wenn die Haut der Tomaten schwarz wird, ist das nicht schlimm, sondern gewollt. Nach den 30 Minuten sollte sich die Haut der Tomaten leicht angehoben haben und lässt sich auch leicht ablösen. Wenn die Haut abgelöst ist, kann man die Tomaten gut mit der Gabel zerteilen und dabei, wenn man möchte, den Strunk entfernen.
Die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Die Hälfte der Zwiebel und den ganzen Knoblauch zu den Tomaten und Auberginen auf das Backblech geben und weitere 20 Minuten bei 180°C garen.
Den Ricotta mit den gehackten Thymianblättern und der Zitronenschale glatt rühren. 
Die Pfifferlingen gründlich putzen.
Die Spaghetti in Salzwasser garen. In der Zwischenzeit 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze solange braten bis die Flüssigkeit verdampft ist. Das dauert so ca. 4-5 Minuten. Nach zwei Minuten die restlichen Zwiebeln dazugeben und mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Casserole aus dem Ofen holen und die Pfifferlinge zu der Tomatensauce geben.
Die Nudeln mit der Sauce vermischen und mit Basilikumblättern und dem Pecorino anrichten.

Kerstins Erfahrungen: 
Das hat sich gelohnt. Es ist zwar recht aufwändig, aber eine Tomatensauce aus dem Ofen ist schon sehr lecker. Und, oh Wunder, auch dem Mann an meiner Seite hat es geschmeckt. Trotz Aubergine, oder auch gerade deswegen.
Ein Wort noch zu den Pfifferlingen: Wenn ihr, so wie ich, nicht die Möglichkeit habt, selbst welche zu sammeln: sucht unbedingt einen Gemüsehändler (auf dem Markt) mit vernünftiger Qualität aus! Sobald die Pilze komisch ausehen und auch nur ansatzweise feucht sind, sie sind dann dunkler als die anderen: Finger weg!! Ich brauche immer eine gefühlte Ewigkeit um mir aus der Ware die "guten" auszusuchen.
Und der Ricotta mit der Zitronenschale war DIE Entdeckung für mich persönlich. Ich mag eigentlich keinen Ricotta, weil er so fettig ist, aber mit dieser Zitronenschale gibt er der Sauce erst den richtigen Pepp. Wunderbar, mal schauen, ob das auch ohne Pfifferlinge schmeckt.

Freitag, 9. August 2013

Buffettauglich: Zwiebeltoasties aus der Mini-Muffinform

Auf Empfehlung eines guten Freundes habe ich mir vor etlichen Monaten das Büchlein "Aus der Muffinform" von GU gekauft. Bisher habe ich nicht so viel daraus gemacht, nun brauchte ich aber ein Rezept für ein Picknick. Und mir fehlte noch so ein bisschen was zum snacken. Und wie so oft wurde ich dann auch fündig. Die Mini-Muffinformen haben es mir dafür eh angetan, gerade für pikante Sachen.
Jetzt aber ran an die Form:

Zwiebeltoasties aus der Mini-Muffinform

Zutaten für ca. 12 Stück: 
100 gr. rote Zwiebeln (ca. 2-3 Stück)
 2 Lauchzwiebeln
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 Scheiben Vollkorn-Sandwichtoast
100-150 gr. Greyezer oder anderer gut schmelzender Käse

Zubereitung: 
Aus dem Toast mit einer runden Form mit ca. 6 cm Durchmesser, bei mir ist das der große Vorspeisen-/Dessertring, je 4 Scheiben pro Toastscheibe ausstechen. Diese Scheiben dann mit einem scharfen Messer quer halbieren. Das Ergebnis sollen 16 sehr dünne, runde Toastscheiben sein. Die Scheiben mit insgesamt 2 EL Ölivenöl bepinseln.
Die Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden, die Lauchzwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Beides in 1 EL Öl ca. 5 Minuten andünsten und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Käse reiben und den Backofen schon mal auf 200°C vorheizen.
Die Muffinform mit dem verbleibenden Öl einpinseln und die Toastscheiben in die Mulden legen. Die Zwiebelfüllung mit zwei Teelöffeln darauf verteilen und den Käse darüber streuen. Den Backofen auf ca. 180°C runterschalten, die Form hineinschieben und ca. 15 Minuten backen, bis der Käse zerlaufen und leicht gebräunt ist. Ein wenig auskühlen lassen und dann mit zwei Gabeln vorsichtig aus der Form heben (Kuchengabeln eignen sich vorzüglich).

Kerstins Erfahrungen: 
Wieso entdecke ich das erst jetzt? So schnell und einfach habe ich selten Fingerfood hergestellt. Mit Parmesan oder Pecorino geht das übrigens nicht, habe ich getestet. Ich kann mir auch andere Füllungen vorstellen, aber die Zwiebelfüllung war schon sehr lecker. Vor allen Dingen schmeckt sie auch kalt sehr gut! Wer keine Mini-Muffinform hat, sollte sich unbedingt eine zulegen. Gibt es in 12-er oder in 24-er Größen. Ich habe mir inzwischen zwei 24-er zugelegt.Für größere Mengen ein Muss!