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Sonntag, 22. Mai 2016

Linsen-Pastinaken-Salat

Aus unseren Ernten bei der SoLaWi haben wir schon das ein oder andere Mal Pastinaken im Korb gehabt. Es ist immer wieder spannend zu ergründen, was man damit alles machen kann. Sie immer nur für Suppen- oder Ofengemüse zu verwenden ist auf Dauer auch langweilig, gerade weil man damit so viel machen kann. Wie so oft, bin ich auch dieses Mal bei einem Rezept aus Großbritannien fündig geworden. Manchmal denke ich, dass die Briten gerade Gemüse, was hier nicht jeden Tag um die Ecke guckt, wohl aber in UK, sehr schön in ihre Alltagsküche integriert haben. Für uns war der Linsen-Pastinaken-Salat eine Vorspeise zu einem Menü, dass ich für Freunde gekocht habe. Den Hauptgang veröffentliche ich im Herbst, mittlerweile ist es für Boef Bourgignon dann doch zu warm geworden.
Das Rezept stammt von der Jamie-Oliver-Webseite und ist von mir etwas abgewandelt worden.

Linsen-Pastinaken-Salat



Zutaten für 4 Personen als Vorspeise:
3-4 Pastinaken
500 ml Gemüsebrühe
125 gr. Berglinsen
1 Lorbeerblatt
25 gr. Walnusskerne
2 EL Olivenöl

3 EL Walnussöl
1 EL Rotweinessig
2 TL Ahornsirup
1/2 TL Dijonsenf
1 Schalotte

Grüner Salat nach Belieben (hier Asiasalat)
Etwas Hartkäse (Pecorino, Parmesan oder ähnliches) oder veganen Käseersatz

Vorbereitung: 
Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Die Pastinaken schälen und in ca. 3-4 cm lange Stücke schneiden. Ich habe sie geviertelt und dann in Stücke geschnitten. Man sollte sie gut essen können.
Die Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden.
Den konfierten Knoblauch  in einem Mörser mit etwas Salz fein zerreiben.
Die Linsen kurz unter kaltem Wasser abspülen.
Die Gemüsebrühe mit dem Lorbeerblatt aufkochen lassen und die Linsen darin ca. 20 Minuten garen lassen. Öfter mal probieren, sie sollten zwar bissfest aber schon weich sein.
Die Walnüsse auf einem Backblech verteilen (ich habe für so kleine Mengen auch kleine Backbleche) und im Ofen rösten, bis sie duften und ganz leicht gebräunt sind. Sie sollten nicht zu dunkel werden, da sie sonst bitter schmecken.

Zubereitung:
Die Walnüsse aus dem Ofen nehmen und dann die Pastinakenstücken mit dem Olivenöl vermengen und für ca. 35 Minuten in den Ofen geben. Sie sollten dann goldbraun sein.
Die Walnüsse abkühlen lassen und dann in grobe Stücke brechen. 

Die fertigen Linsen abgießen und ebenfalls abkühlen lassen. Am Besten in einem Sieb.
Die gegarten Pastinaken auch ein wenig abkühlen lassen, lauwarm schmecken sie am Besten.

Für das Dressing Öl, Essig, Ahornsirup, zeriebene Knoblauchzehe und Senf sehr gut verrühren. Bei mir macht das die Gewürzmühle meiner Küchenmaschine. Am einfachsten ist es, diese Zutaten in ein Glas zu füllen und dieses dann ganz kräftig zu schütteln. Dann die Schalottenwürfel einrühren.

Zum Anrichten den grünen Salat auf einen Teller oder in eine Schüsseln geben, Linsen, Pastinaken und Walnüsse daruf verteilen und alles mit dem Dressing beträufeln. Wer mag, gibt jetzt noch ein paar dünne Käsestreifen darüber. Veganer lassen den Käse weg, oder nehmen veganen Käseersatz.

Kerstins Erfahrungen: 
Ein äußert gelungene Vorspreise für 4 Personen, die ich mir aber sicherlich auch mal mit ins Büro nehmen werden. Dann sind die Pastinaken zwar kalt, aber trotzdem lecker. Durch die eigene Süße karamelisieren sie im Ofen und sind ganz wunderbar. Natürlich kann man statt Berglinsen auch andere Linsen nehmen. Man muss nur die Garzeit anpassen. Im Originalrezept stehen Puylinsen, die hatte ich aber nicht da. Das Dressing habe ich gleich in der doppelten Menge zubereitet, da es sich hervorragend im Kühlschrank hält und sehr gut auch zu etwas bitteren Salaten passt.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Lammkarree in Feigen-Rotwein-Sauce und Pastinakenpüree

Wenn der Mann an meiner Seite mit seinen Freunden Männerurlaub macht, kann ich mal das Essen, was er nicht so mag. Er hat es ja nicht so mit Obst in warmen Gerichten (bei Salat ist das kein Problem), ich hingegen bin für Pflaumen, Pfirsichen, Feigen, Dattel und so immer zu haben. Und dann lief mir doch tatsächlich ein ganz entzückendes Lammkarree über den Weg. Da noch Pastinaken übrig waren, war auch die Beilage schnell klar: Pastinakenpüree. Und da Feigen auch noch im Angebot waren, schöne reife Feigen, habe ich mich auf die Suche nach einer entsprechenden Sauce begeben. Und wie so oft, bin ich im Netz fündig geworden: Bei "Kochen mit Liebe" bin ich dann fündig geworden. Hier der Link zum Original: Kochen mit Liebe. Nun aber los mit meiner Interpretation:


Lammkarree mit Feigen-Rotwein-Sauce
Zutaten für 1 Person: 
1 Lammkarree
2 Feigen
3 Kartoffeln
2 Pastinaken
Milch, Butter
Salz, Pfeffer
Thymian
1 Schalotte
200 ml Rotwein
1 Zweig Rosmarin
1 EL alter Balsamico
1 EL kalte Butter

Zubereitung:
Das Lammkarree habe ich nicht von der Fettschicht befreit, sondern diese einfach rautenförmig eingeschnitten. Dann mit Salz und Pfeffer und ein bisschen klein gehacktem Rosmarin gewürzt und einziehen lassen.
Die Kartoffeln und die Pastinaken schälen und in Würfel schneiden. Ca. 20 Minuten in Salzwasser kochen lassen. Mit Butter und Milch zu einem Kartoffel-Pastinakenstampf verarbeiten. 
Das Fleisch von allen Seiten in Butterschmalz anbraten und dann bei ca. 80°C in Alufolie gewickelt im Ofen bis zum gewünschten Punkt garziehen lassen. Ich mag's da gerne eher rosa als blutig, aber das kann man ja anpassen.
Für die Sauce etwas Butter in die (Fleisch-)Pfanne geben und dann die klein gewürfelten Zwiebeln darin glasig dünsten. Aus einer Feige das Fruchtfleisch lösen und in die Pfanne geben. Mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Einen Zweig Rosmarin und einen Zweig Thymian in die Sauce geben. Wenn die Sauce um ca. 1/3 reduziert ist mit dem Balsamicoessig abschmecken. Wenn kein alter (dann süßer) Balsamico vorhanden ist, etwas Honig hinzugeben. Die Sauce evtl. mit der kalten Butter binden. Die zweite Feige vierteln und in der Sauce erwärmen.
Alle Einzelteile zusammen schön anrichten.

Kerstins Erfahrungen: 
Oha.... das war mal lecker.... diese Rotweinsauce...... ich mag dieses Süß-Herbe sehr, ist aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Die Einzelteile passten ausgesprochen gut zusammen, die leicht erdig-süße Pastinake bildet einen schönen Gegenpart zu der Sauce und dem Lammfleisch. Ich habe die Sauce nicht passiert, da ich gerne das Feigenfruchtfleisch in der Sauce haben wollte. Wer das nicht mag, einfach mit einem Pürrierstab durch die Sauce wirbeln, dann ist es von Haus aus sämig und die Butter ist nicht mehr nötig.
Wer übrigens keinen Rotwein mag/darf/soll/will, der kann ihn prima durch Holunderbeersaft ersetzen. Dann kann man auch für Kinder mal eine ähnliche Sauce kochen. 

Samstag, 24. November 2012

Ochsenschwanzeintopf

Meine Pläne bezüglich unseres Sonntagsessen wurden letztes Wochenende brutal über den Haufen geworfen: es gab bei den Fleischern meines Vertrauens keine Lammkotletts.... Statt dessen nahm ich spontan ein Kilo Ochsenschwanz mit. Und da ich just eine Stunde vorher ein neues Kochbuch gekauft hatte, was die Herbst-Winter-Küche als Thema behandelt, bot es sich an, das Rezept gleich ausprobieren. Dieses Rezept ist aus dem Buch "Frisch kochen jetzt!" von Valentine Warner. 

Ochsenschwanzeintopf
Zutaten:
ca. 1 kg Ochsenschwanz
2 EL Weizenmehl
1 TL Senfpulver
Salz, Pfeffer
2 EL Butterschmalz
2 Schalotten, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
frischer Thymian
3 Lorbeerblätter
6 Nelken
frisch geriebene Muskatnuss
1 Flasche Rotwein (trocken)
1 EL Tomatenmark
1/2 Steckrübe
3 mittelgroße Pastinaken
4 mittelgroße Möhren
2 EL schwarzes Johannisbeergelee
1 Handvoll gehackte Petersilie

Zubereitung: 
Den Backofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen. Senfpulver, Mehl, Salz und Pfeffer in einem großen Gefrierbeutel mischen. Dann die Ochsenschwanzstücken dazugeben und gründlich vermangen. In einem großen Bräter das Butterschmalz erhitzen. Den Ochsenschwanz aus dem Beutel in den Bräter geben. Das übrige Mehl nicht weiter verwenden, also entsorgen. Den Ochsenschwanz von allen Seiten kräftig anbraten. Nelken und Lorbeer in ein Teeei oder einen Teebeutel geben. Schalotten, Knoblauch, Thymian und Muskatnuss zusammen mit dem Ei oder Beutel in den Bräter geben. Soviel Rotwein zugeben, bis die Ochsenschwänze knapp bedeckt sind. Eine Flasche sollte reichen. Das Tomatenmark unterrühren, Deckel drauf und 1,5 Stunden im Ofen schmoren lassen. Wenn man den Eintopf erst am nächsten Tag essen möchte, dann sollte man ihn jetzt abkühlen lassen um das Fett später abzuschöpfen. Davon bildet sich doch recht viel.
Wenn das Fett abgeschöpft ist, Pastinake, Möhren und Steckrübe in Würfel schneiden. Alle Würfel zu dem Fleisch geben, das Johannisbeergelee hinzufügen und alles kräftig mit Pfeffer würzen. Weiter zugedeckt 2 Stunden im Ofen schmoren lassen. Ich habe nach dem Entfetten das Fleisch vom Knochen gelöst, da der Mann an meiner Seite das Ablösen des Fleisches vom Knochen nicht mag.
Wer mag, kocht nebenbei noch Kartoffeln. Evtl. noch Petersilie über den Eintopf streuen.

Kerstins Erfahrungen: 
Es ist saulecker.... ich könnte das jeden Tag essen.... aber mal im Ernst. Ich würde auf jeden Fall am Tag vorher anfangen und dann alles abkühlen lassen um das Fett, das reichlich vorhanden ist, einfacher abzuschöpfen. Und Eintopf würde ich das auch nicht nennen.... Wenn man das Fleisch auslöst ist es eher ein Ragout. Meines ist leider zu süß geworden, da ich noch einen Rest des schwarzen Johannisbeergelees hatte. Und der war mehr als 2 TL..... bitte nicht nachmachen!! Eher weniger Gelee nehmen oder mehr Chili hinzufügen.

Samstag, 27. Oktober 2012

Pastinakenrisotto mit Thymianpesto

Hiermit erkläre ich die Blogpause für beendet... hatte jetzt auch lange genug gedauert. Aber ein bisschen Urlaub schadet ja nicht. Nach der Erholung in Andalusien war ich noch ein paar Tage in London, ein bisschen shoppen und nach den neusten Ausgaben der Food-Zeitschriften stöbern. Aber dazu gibt es dann später sicher mehr....
Wieder zu Hause hatte ich mal wieder Lust auf Risotto und Pastinaken gab es auch... Hmmmm... da war doch was.... genau, bei Juliane im Blog "Schöner Tag noch" hatte ich etwas ähnliches gelesen. Und siehe, das Buch, aus dem sie das Rezept entnommen hat, habe ich auch. Das Rezept ist aus dem Buch "Die neue vegetarische Küche" von Maria Elia. Wie auch Juliane, habe ich ein paar Veränderungen vorgenommen. So mag ich beispielsweise nicht so gerne Mascarpone, also einfach weggelassen, ich denke nicht, dass es einen großen Unterschied gemacht hat.
Dieses Rezept ist recht aufwändig, nehmt euch Zeit, es lohnt sich.
Und da es gerade kein Veggie-Day war, gab es bei uns noch Schweinefilet-Medallions dazu.

Pastinakenrisotto mit Thymianpesto und Schweinefilet-Medallions
Zutaten für 2 Personen: 
Pastinakenrisotto: 
5 Pastinaken, mittelgroß
1 Gemüsezwiebel
Olivenöl

50 gr. Butter
1 Knoblauchzehe
300 ml Milch
Salz und Pfeffer

15 gr. Butter
1 EL Olivenöl
1 Schalotte 
175 gr. Risottoreis
1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer
Parmesan
Zubereitung: 
Die Pastinaken schälen und putzen. Die Gemüsezwiebel in feine Ringe schneiden. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelringe scharf anbraten. Die Schalen und Abschnitte der Pastinaken  hinzufügen und mit einem Liter Wasser aufgießen. Das Ganze mindestens 30 Minuten köcheln lassen. 
Für das Püree zwei Pastinaken in Stücke, den Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Die Butter in einem Topf erhitzen und die Pastinakenstücke leicht anbräunen. Knoblauch, Milch, Salz und Pfeffer hinzugeben und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Pastinaken abgießen und den Sud aufbewahren. Die Pastinaken pürrieren und gegebenenfalls mit der Milch verdünnen. Das ganze sollte schön cremig sein. 
Die Pastinakenbrühe durch ein Sieb in einen Topf abgießen und wieder aufkochen lassen. 
Die restlichen Pastinaken in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne in der Butter anbräunen und durchgaren lassen. 
Für das Risotto das Olivenöl in einem weiteren Topf erhitzen, die Schalotte in feine Würfel schneiden und in die Butter geben. Den Risottoreis hinzugeben und glasig dünsten. Dann unter ständigem Rühren schöpflöffelweise die Pastinakenbrühe hinzufügen und immer wieder einkochen lassen. Wenn der Reis al dente ist, den Topf vom Herd nehmen und das Püree und den Parmesan einrühren. mit Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken. 
Zusammen mit dem Thymianpesto servieren.

Thymianpesto: 
Frischer Thymian
Frische Basilikumblätter
Parmesan, fein gerieben
Walnüsse, grob gehackt
Knoblauchzehe, in Stücke geschnitten
Meersalz
Zitronensaft
Olivenöl

Zubereitung: 
Den Tymian sorgfältig abzupfen und gemeinsam mit den restlichen Zutaten in der Küchenmaschine zu einem Pesto vermengen. Die genauen Mengen kann ich hier nicht angeben, dass muss man nach Gefühl machen. Das Olivenöl nach und nach zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Der Zitronensaft dient zum Abschmecken. 

Kerstins Erfahrungen:
Pastinaken sind unglaublich lecker! Dieses Pastinakenpüree war schon pur ein Traum... kann man so auch unter Kartoffelstampf rühren.
Alles in allem ist das Risotto durch das Ansetzen der Brühe recht aufwändig. Ich fand die Brühe relativ geschmacksneutral und werde nächstes Mal sicherlich mit Gemüsebrühe experimentieren. Sollte funktionieren. Der Geschmack des Risottos ist aber ausgesprochen lecker. Das hat sehr gute Chancen wieder gekocht zu werden.
Beim Thymianpesto habe ich einen Fehler gemacht, es ist mir zu salzig geraten. Das habe ich durch weniger Salz am Risotto ausgeglichen. Aber auch dieses Pesto ist toll und wird auf jeden Fall demnächst auf Vorrat hergestellt!
Zu dem Schweinefilet muss ich nichts mehr sagen, oder? Einfach nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und angebraten. Und ohne die Medallions ein perfektes Essen für den Veggie Day....