Sonntag, 9. Oktober 2011

Essen gegangen: VietCuisine, Lister Passage

Beim Begucken der Urlaubsbilder mit einem lieben Freund wollten wir eigentlich das besagte Risotto kochen. Kurzfristig haben wir uns umentschieden und sind zu einem Vietnamesischen "Street-Kitchen-Bistro" gegangen. Da ich schon einmal dort gewesen war, konnte ich es empfehlen. Das Lokal ist einfach eingerichtet, Bistro halt, aber recht gemütlich mit dunklem Holz.
Wir haben uns dann für Sate Gai (Sate-Spieße mit Erdnusssoße) und vietnamesiche Frühlingsrollen als Vorspeisen entschieden. Beim Hauptgericht waren wir uns dann wieder einig: Knusprige Ente mit frischem Gemüse in cremiger Mango-Kokos-Sauce. Alle Gerichte waren sehr reichhaltig (auch die Vorspeisen) und sehr lecker. Die Zutaten machten einen frischen Eindruck und die Verarbeitung findet ohne Glutamat statt. Die Speisekarte ist nicht so umfangreich, wie bei manchen Chinesen, was ich aber sehr gut finde. Es sind vornehmlich vietnamesische Gerichte darauf zu finden, allerdings auch die üblichen Verdächtigen wie eben Sate-Spieße, Wan-Tan, Bami Goreng, Ente süß-sauer etc. Aber das muss man ja nicht essen. Und das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut, was zu erwarten war.

Kerstins Fazit:
Für die asiatische Küche zwischendurch sehr gut geeignet.

Petersilienwurzel-Risotto

In der Oktoberausgabe von Essen und Trinken finden sich ein ganzer Haufen von leckeren Rezepten. Eigentlich müsste man sich von vorn bis hinten durchs Heft kochen. Geht aber nicht, man hat ja nicht für alles Zeit und es kommen bestimmt auch mal Hefte, die nicht so viel zu bieten haben. Ich bin ja bekennender Risotto-Fetischist und das Petersilienwurzelrisotto interessierte mich schon beim ersten Lesen. Und dann kamen mir beim Einkaufen ein paar Petersilienwurzeln in die Quere, damit war auch schon klar, dass ich das kochen wollte. Ursprünglich wollte ich das Gericht mit einem Freund gemeinsam kochen, das haben wir allerdings zu Gunsten eines Besuchs beim Vietnamesen verschoben. Am nächsten Tag habe ich das dann nachgeholt, allerdings ein klein wenig abgewandelt. Und so geht das.......

Petersilienwurzel-Risotto

Zutaten für 3 Portionen: 

200 gr. Petersilienwurzeln
1/2 Zwiebel
50 gr. Butter
150 gr. Risottoreis 
50 ml Weißwein
Gemüsebrühe
Petersilieblätter
Muskat
Salz, Pfeffer
50 ml Schlagsahne
Parmesan

Die Petersilienwurzeln schälen und die Enden abschneiden. Die Abschnitte und Enden in 600ml gesalzenem Wasser aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Petersilienwurzeln in Scheiben hobeln, die Zwiebel fein würfeln. Das Petersilienwurzelwasser durch ein Sieb gießen und aufkochen. Köcheln lassen, bis es benötigt wird. Wurzelscheiben und Zwiebeln in Butter andünsten. Den Reis zugeben und mitdünsten. Dann mit dem Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Immer wieder erst mit Wurzelwasser, wenn das nicht reicht mit Gemüsebrühe, auffüllen und einkochen lassen. Dabei immer umrühren. Die Petersilienblätter fein hacken und gemeinsam mit den Gewürzen in das Risotto geben. Am Schluß Sahne, Butter und Parmesan unterrühren, bis das ganze eine cremige Konsitenz hat. 

Kerstins Erfahrungen: 
Ich habe das Rezept ein wenig abgeändert, da ich den beschrieben Ziegenkäse nicht da hatte. Auch reichte das Wasser nicht, und so habe ich noch selbstgemachte Gemüsebrühe hinzugegeben. Dadurch konnte ich auf den Zitronensaft verzichten. Auch den Speck habe ich komplett weggelassen, wäre ja sonst nicht vegetarisch ;-). Es ist nicht so aufwändig, wie beschrieben, schmeckt dafür echt lecker. Also traut euch....

Mit Pilzen gefüllter Fenchel

Zurück aus dem Urlaub habe ich den etwas längeren Urlaub meines Mannes dazu genutzt meine Leidenschaft für vegetarische Gerichte auszuleben. Aus dem Heft "Frisch" (Kochen mit allen Sinnen) habe ich mich für ein Rezept mit Fenchel entschieden. Das lachte mich schon die ganze Zeit an, da ich aber nicht sicher war, was der Mann an meiner Seite dazu sagt, habe ich bis hierher verschoben. Ich hatte bis dahin noch nie Fenchel als solches verarbeitet, das musste jetzt aber dringend nachgeholt werden. Und wenn ich nicht nur das Rezept, sondern auch die Seiten davor noch einmal gelesen hätte, dann hätte ich auch den Kern rausgeschnitten....

Hier aber jetzt das Rezept:

Gefüllter Fenchel mit Pilzen

 
Gefüllter Fenchel mit Pilzen


Zutaten für eine Person: 

1 große Fenchelknolle
1 handvoll Champignons
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Butter
Semmelbrösel 
Thymianblätter
Gemüsebrühe

Die Fenchelknolle waschen und putzen. Dann in kochendem Salzwasser 5 Minuten blanchieren und halbieren. Jetzt sollte man auch den "Kern" herausschneiden. Dann die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und mit einem EL Butter in einer Pfanne andünsten. Die Pilze, die restliche Butter und die Semmelbrösel hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und den Thymianblättern abschmecken. Die halbierten Fenchelknollen in eine Auflaufform geben, Gemüsebrühe angießen und dann die Pilzmischung auf den Fenchel geben. Das ganze bei 200°C im vorgeheizten Ofen für ca. 15 Minuten gratinieren.
Kerstins Erfahrungen: 
Mal abgesehen von dem Faux pas mit dem Fenchelkern ging das echt schnell und einfach. Wer es nicht so gerne vegetarisch mag, kann noch ein wenig Speck unter die Pilze geben. Ich halte das allerdings für unnötig. Der Fenchel schmeckt sehr lecker und verliert durch das Garen seinen Anisgeschmack. Das kommt mir sehr entgegen, da ich keinen Anis mag.

Rückblick Rom

So.... jetzt wird das aber mal Zeit für ein paar Postings... beginnen wir mit einem kleinen Rückblick auf meine 6 Tage in Rom. Es war sehr lehrreich... als erstes habe ich gelernt, dass ich kein Typ fürs alleine Reisen bin. Ich brauch einfach jemanden, mit dem ich mich austauschen kann. Und wenn man in einer Reisegruppe die einzige Alleinreisende ist, ist das recht schwierig.
Zusammenfassend gesagt ist Rom eine sehr kulturträchtige Stadt und kann sehr schön sein. Besonders an einem Donnerstag morgen am Trajansforum und auf dem Campo di Fiori.

Tranjansforum im Sonnenaufgang




Ich liebe Märkte, schade nur, dass man nicht so viel einkaufen kann. Zumindest nicht, wenn man mit dem Flieger da ist und keine eigene Wohung hat....






Also ich werde auch ohne Münze im Trevibrunnen wieder kommen, dann aber mit dem Mann an meiner Seite....

Natürlich habe ich mir auch was mitgebracht: 2 kg Mehl Tipico 00, 1 kg Risottoreis, Pancetta und im Duty Free noch einen Grappa mit Rauchgeschmack. Der Pancetta wurde gestern Abend bereits in den obligatorischen Spaghetti Carbonara verarbeitet und für lecker befunden.

Apropos essen: Leider war in dieser Reisegruppe keiner dabei, der einen ähnlichen Faible für Essen hat wie ich. Zumindest habe ich in der Zeit keine entsprechenden Erkenntnisse gewonnen.
Aber das Essen war trotzdem gut, aber halt nicht herausragend. Ich habe fast jeden Tag als Pastagang Spaghetti Carbonara gegessen, ich liebe es einfach, so ganz ohne Sahne.... und dann wurden auch noch Scaloppine und Saltimboca gereicht, ach ja, sehr lecker.... das beste Stück Fleisch habe ich allerdings in einem Irish Pub gegessen (ich kann halt nicht immer raus aus meiner Haut ;-)). Ein superleckeres Steak und wenn die Nudelportion vorher nicht so groß gewesen wäre, hätte ich es auch komplett mit der leckeren Sauce geschafft.

Es gibt an dieser Stelle also keinen speziellen Restauranttipp, aber für die Whiskyfreunde auch ein paar Bilder:




Aufgenommen in einem Restaurant in der Via Viminale in der Nähe der Stazione Termini. Leider konnte man die Flaschen auf dem unteren Bild nicht kaufen, sonder nur trinken. Schöne Einstellung des Besitzers....