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Donnerstag, 8. Mai 2014

Mini-Saltimbocca mit Zitronenbutter

Zu den Fleischgerichten auf einem Buffet gehört bei uns schon ganz lange Mini-Saltimbocca. Das wird von allen gerne gegessen, wird mal mit und mal ohne Sabeiblatt zubereitet und ist eigentlich immer am Ende der Party alle. Weil es eben auch zu späterer (früher) Stunde immer noch schmeckt und leicht zu essen ist. Eigentlich brauche ich da auch gar kein Rezept für. Das kann man auch so. Aber die Variation mit der Zitronenbutter aus dem Buch Fingerfood aus dem Kosmos Verlag hat mich dann doch noch mal interessiert. Und so wanderte dann diese Version auf das Geburtstagsbuffet.

Minisaltimbocca mit Zitronenbutter
 Zutaten für ein 10 Personen-Buffet (ca. 24 Stück)

3 lange Schweinefilets
8 Scheiben Parmaschinken
24 Salbeiblätter
Salz, Pfeffer
1 Bio-Zitrone
2 EL weiche Butter


Zubereitung: 
Die Schweinefilets gegebenenfalls parieren (Fett und Sehnen entfernen), dann in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben mit dem Handballen flach drücken (vorher natürlich die Hände waschen oder Einweghandschuhe anziehen) und von einer Seite mit Salz und Pfeffer würzen. Die gewürzte Seiten nach unten auf ein Brett legen. Den Parmaschinken dritteln, die Stücke sollten in etwa so groß sein, wie die Schweinfiletscheiben. Auf die ungewürzte Seite der Filets ein Salbeiblatt geben und eine Drittelscheibe Schinken darüberlegen. Das ganze mit einem Zahnstocher feststecken. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen. 
Von der Bio-Zitrone die Schale abreiben und ca. 1 EL Saft auspressen. Das alles mit der Butter kräftig verkneten, das geht prima mit einer Gabel. Die Zitronenbutter in kleinen Flocken auf den Saltimboccas verteilen. 
Das Blech bei 200°C Umluft in den Ofen schieben und ca. 7-8 Minuten braten lassen.
Die Saltimbocca schmecken warm, lauwarm und auch kalt. 

Kerstins Erfahrungen: 
Die Zitronenbutter gibt dem Ganzen noch einmal einen besonderen Kick. Leider ist die Menge etwas zu großzügig bemessen und hinterlässt eine ziemliche Sauerei auf dem Backblech. Macht aber nichts, der Geschmack macht das wieder wett. 
Kleiner Tipp: die Zahnstocher noch möglichst im warmen Zustand entfernen. Wenn die mit auskühlen, bekommt man sie ganz schlecht raus. Alternativ kann man die Zahnstocher auch einweichen oder einölen. 
Ich finde diese Version sehr schön, werde aber noch an der Zitronenbutter arbeiten.

Montag, 9. September 2013

Kalbsschnitzel auf Polenta

Aktuell experimentiere ich ein bisschen mit Polenta in der Gegend rum. Letztlich hatten wir sie in fester Form, gebraten, was uns beide nicht soooo überzeugt hat. Der Mann an meiner Seite hat seit einiger Zeit die Zeitschrift "Landfrisch" für sich entdeckt. Und bei der Durchsicht (Ausgabe 04/13) fiel mir ein Gericht auf, dass sich spontan für den nächsten Tag aufdrängte. Da der Plan für die Woche eh schon durcheinander geraten war, habe ich am nächsten Tag die Kalbsschnitzel besorgt und das Ergebnis konnte sich sehen und vor allen Dingen schmecken lassen:

Kalbsschnitzel auf Polenta
Zutaten für 2 Personen: 
3 Kalbsschnitzel (insgesamt ca. 320 gr.)
3 Scheiben San Daniele Schinken
6 Salbeiblätter
Butter
200 ml. Milch
200 ml. Wasser
100 gr. Polentagrieß
Salz, Pfeffer
Muskat
125 ml Vin Santo (oder ein anderer Süßwein)
ein paar kleine Salbeiblätter
2 EL frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:
Die Kalbsschnitzel vorsichtig etwas flach klopfen. Auf jedes Schnitzel eine Scheibe Schinken legen und je 2 Salbeiblätter darauf verteilen. Einmal umklappen (und bei Bedarf mit einem Holzzahnstocher feststecken, ich habe das nicht gebraucht) und leicht mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und die Schnitzel von beiden Seiten anbraten und aus der Pfanne nehmen.
Wasser und Milch zusammen aufkochen und den Polentagrieß unterrühren. 1-2 Minuten unter Rühren köcheln lassen, dann den Herd ausschalten und die Polenta unter gelegentlichem Rühren weiter quellen lassen. 1 EL Butter unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Die Schnitzel in Streifen schneiden (Spieße vorher entfernen) und die kleinen Salbeiblätter im Bratensatz der Schnitzel anbraten. Mit dem Vin Santo ablöschen und ein wenig einkochen lassen. 1 EL kalte Butter mit einem Schneebesen in die Sauce rühren und die Kalbsschnitzelstreifen zum Erwärmen hineingeben.
Den Parmesan unter die Polenta ziehen und alles auf einem Teller anrichten.

Kerstins Erfahrungen: 
Vin Santo als Saucenbasis ist wunderbar. Wir hatten noch welchen aus einem Italienurlaub im Chianti und er ist ganz wunderbar dafür geeignet. Die alkoholfreie Alternative wäre süßer Traubensaft oder auch Johannisbeersaft. Wobei ich da jeweils ein bisschen Balsamicoessig hinzufügen würde. So schmeckt uns die Polenta sehr, wir mögen dieses "schlotzige". Man kann hier auch noch mit Kräutern (Thymian, Rosmarin usw.) experimentieren. Das kommt auch sehr gut. Wie beim Risotto muss man hier auch rühren, damit nichts anbrennt. Einfach mal ausprobieren!